Gigantomanie-Planung Westumfahrung Neunkirchen a. Br. stoppen

Mit neuen, zusätzlichen Straßen sollen nach und nach Hindernisse für den Durchgangsverkehr beseitigt werden, so in Dormitz und Neunkirchen am Brand. Das Staatliche Bauamt verwehrt sich zwar, dass es um eine neue Schnellstraße für den LKW-Verkehr von Schnaittach (A9) nach Forchheim (A73) über Landstraßen oder Höchstadt (A3) gehe, baut aber seine Landstraßen (in Bayern Staatsstraße genannt) in Breite von Bundesstraßen und mit flachen Neigungswinkeln, also mächtigen Dämmen und tiefen Landschaftseinschnitten versehen, aus - für LKW gut passierbar.

Für diese beiden Straßen sollen mal eben insgesamt mit Ausgleichsflächen 51 ha Land (71,5 Fußballfelder) verbraucht werden. Sieht so eine verantwortliche Planung für Enkel in Zeiten der aktuellen Erkenntnisse der notwendigen Zukunftsgestaltung, ausgerichtet zum Wohle der Umwelt wie auch der Klimaziele, aus?

Dass mit der Planung Westumfahrung Neunkirchen der Druck auf andere Gemeinden zum Bau weiterer Umfahrungen, etwa Effeltrich, gesteigert wird, interessiert das Amt und auch etliche Neunkirchner Räte nicht. Mit jeder Durchfahrtsvereinfachung steigt die Attraktivität zur Überregionalnutzung. Es ist der allmähliche Fern-LKW-Anstieg, der die versprochne Entlastung für  Neunkirchner Bürger nach Jahren ins Gegenteil verkehrt und alle längs der Gesamtstrecke mehr, ja sogar bis ins Unertägliche, belastet – Die Wirtschaftsfaktoren Zeitgewinn und Kostensenkung sind Garant für diese Entwicklung.

Mit dem aktuellen Verbrauch von 13,1 ha Fläche pro Tag (ca. 4800 ha im Jahr) steht der Freistaat Bayern an der Spitze Deutschlands. Dieser Flächenfraß muss endlich aufhören!

Die Westumfahrung Neunkirchen nur alleine soll mehr als 27 Hektar Boden (39 internationale Fußballfelder) in Anspruch nehmen und einfach mal Landwirten und Reitstall die Existenzgrundlage entziehen; 16 Hektar für den Bau und nochmals 11 Hektar für die nach BundesNaturschutzGesetz erforderlichen Ausgleichsflächen.

Aus diesen Zusammenhängen heraus lehnt der BUND Naturschutz in Bayern e.V. solche Projekte generell ab.

Das heißt nicht, dass der BN sich nicht um den Menschen kümmert. Im vorliegenden Fall gibt es eine Alternativlösung. Diese heißt "Generelles Verkehrs-Absenken", statt die Schleusen für weiteren (Durchgangs)Verkehr incl. mit mittelfristigem Bedrohungspotential LKW-Ausweichverkehr zu öffnen. Wie dies näher aussieht, ist in der Unter-Homepage Neunkirchen beschrieben

  • Beteiligen Sie sich jetzt in Rahmen der öffentlichen Auslegung der Planung der Westumfahrung, mit der die Planfeststellung eingeleitet wurde, um Baurecht zu erlangen mit Ihren Einwendungen gegen diese weit überzogene Projekt-Idee.

  • Abgegeben sein muss Ihre Einwendung spätetens 3.3.2017 bei der Regierung von Oberfranken oder den Gemeinden Neunkirchen und Dormitz.

  • Beispiele und Erläuterungen wer sich wie mit Einwendungen beteiligen kann - eben nicht nur Neunkirchner Bürger - forden Sie ebenfalls auf der Neunkirchner Unter-Homepage.

  • Werden Sie aktiv! Lassen sie sich nicht täuschen - Nutzen Sie die Möglichkeit Ihre Meinung kund zu tun! Nur so ist politische Einflussnahme möglich.

Zur Homepage Bürgerinitiative MUNk e.V.
   Thema Westumfahrung Nk und Verfassen von Einwendungen, s. HIER

Fischers Fritz in der Fränkischen Schweiz

Bachforelle

Der Arbeitskreis Gewässerschutz des BN, Kreisgruppe Forchheim, besuchte am 01.12.15 die Lehranstalt für Fischereiwirtschaft in Aufseß

Woher stammt der Großteil der Jungfische, welche Angler in den Fließgewässern der Fränkischen Schweiz, der Trubach und der Wiesent, einsetzen? Zur Beantwortung dieser Frage führte Herr Dr. Speierl die Teilnehmer in die Zuchtstation der Lehranstalt, wo zehntausende von Fischeiern, vornehmlich Salmonidenarten, von frischem Bachwasser umspült, sich zu verkaufsfertigen Jungfischen entwickeln. Zwar gebe es vereinzelt auch in der Natur geeignete Stellen, an denen natürliche Nachzucht möglich sei, diese reichten aber für die Ansprüche der Angelpachtbesitzer nicht aus. Zu den vielen Faktoren, welche die Fischpopulation in ihrem Bestand bedrohen, gesellen sich in den letzten Jahren auch die Kleinkraftwerke an den Fließgewässern. Deren Fischgerinne werden zwar bei der Wanderung bachaufwärts gern angenommen, wenn genügend Wasser vorhanden ist, absteigende Fische landen dann leider allzu oft mit der stärksten Strömung in den Turbinen, wo sie zumindest Verletzungen erleiden. Ein neuer Bericht der Regierung Oberfranken zur Güte der Fließgewässer zeigt denn auch eine deutliche Verschlechterung der verglichenen Faktoren. Es ist also noch viel zu tun, um Bächen wieder zu ihrer früheren Vielfalt zu verhelfen. Der Arbeitskreis Gewässerschutz ist bereit, seinen Teil dazu beizutragen. Wer Interesse an dessen Arbeit und an einer Mitarbeit hat, ist herzlich willkommen. Kontaktadresse Dr. Ulrich Buchholz, 09191-727037.


10.Oktober 2015 - Stoppt TTIP, Großdemonstration in Berlin

250.000 Menschen demonstrieren für den Stopp der Verhandlungen zum sogenannten Atlantischen “Freihandelsabkommen TTIP”.

Der BN ist dabei mit vielen Teilnehmern, u.a. die Kreisgruppen Forchheim und Bamberg, die zusammen einen Omnibus gechartert hatten. Er war bis auf den letzten Platz besetzt, späte Interessenten konnten leider nicht mehr berücksichtigt werden.


Wald und Naturschutz

Dr. Frieder Oehme am BN-Stand
Der Standabbau gelingt rasch.

BN beim Forchheimer Waldtag 21.06.2015

Während manche Interessengruppen den Wald und die Waldbewirtschaftung gern als in erster Linie profitorientiertes Interessenfeld definieren wollen, sehen wir hier einen deutlichen Ansatzpunkt, wie Nachhaltigkeit nur durch die Beachtung ökologischer Sachverhalte gelingen kann. Der Mensch nutzt den Wald in vielerlei Gestalt. Deshalb muss dem Wald auch Gelegenheit gegeben werden, mehr als Forst, mehr als Holzlieferant und auch mehr als Hintergrund für launige Feste werden zu können, indem wir alte Beziehungsgeflechte zwischen Organismen und ihren Lebensräumen wieder etablieren bzw. diese Beziehungen stärken, wo sie noch vorhanden sind. Der ehrenamtliche Naturschutz hat also etwas zum Thema Wald zu sagen, und zwar etwas Entscheidendes!

Aus diesem Grund war die Kreisgruppe des BN Forchheim bei der Veranstaltung am 21.6. auch ganztägig mit einem Schaustand zum Thema Fledermäuse und einem Infostand zum Thema Wald und Naturschutz angetreten. Trotz des eher ungünstigen Standorts waren viele Gespräche mit interessierten Bürgern zu führen. Ein Referat zum Thema Fledermäuse und Wald wurde von Herrn Dr. Frieder Oehme und Johannes Mohr im offiziellen Veranstaltungsteil gehalten.

Dank der Mitwirkung Vieler war die ganztägige Veranstaltung,  die Standbesetzung sowie Auf- und Abbau problemlos möglich. Allen Helfern sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt.

 

Ulrich Buchholz


13.06.15, Umweltkinderfest auf dem Forchheimer Rathausplatz

 

Wie in jedem Jahr fand auch 2015 parallel zum Kunsthandwerkermarkt am 13.6. das Umweltkinderfest statt. Dank zahlreicher fleißiger Helfer konnten wieder viele Stationen geboten werden, auf denen Kinder den Umgang mit natürlichen Werkstoffen oder den Bau von Vögel- und Bienenhäusern erlernen konnten. Interessierte Kinder und Erwachsene kamen dann auch ganz auf ihre Kosten.

 Von bunten Blütentatoos, farbenfrohen Holzblumen, pfiffigen Windlichtern und hübschen Geldbeuteln aus Verpackungsstoffen – für jeden war etwas dabei. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die Stände über Wildbienen-Nistkästen, Imkerei und Vogel-Nistkästen.

 Wer darüber hinaus Fachfragen zu Naturthemen hatte, fand am Infostand des BN kompetente Ansprechpartner, die auf (fast) jede Frage eine Antwort geben konnten.

 Diese rundum gelungene Veranstaltung – selbst der Regen machte kurz vor Beginn der Aufbauarbeiten der Sonne Platz -  war nur dank der Unterstützung der vielen Helfer beim Auf- und Abbau und den einzelnen Stationen sowie einer guten Vorbereitung durchführbar. Für all die Mitarbeit soll von Seiten des Vorstandes an dieser Stelle nochmals ausdrücklich gedankt werden.

 Ulrich Buchholz


18.04.15, Demo gegen TTIP in Nürnberg

Auch die Kreisgruppe Forchheim war bei den rund 3.000 Teilnehmer der Demonstration gegen das umstrittene Freihandelsabkommen dabei.


Haus- und Straßensammlung Frühjahr 2015

Ehrung der Sammlerkinder im Ehrenbürg-Gymnasium Forchheim am 05.07.15, ganz rechts im Bild Schulleiter Karl Fuchs, li. daneben Biologielehrer Herr Burkard, ganz links im Bild Dr. Ulrich Buchholz, re. daneben Edith Fießer, beide BN
Im "Erfahrungsfeld der Sinne" in Nürnberg, 03.07.2015, Belohnungsfahrt für die Sammlerkinder
Das beste Sammelergebnis im Landkreis wurde im Gymnasium Fränkische Schweiz erzielt. Am 01.07.15 wurden die "besten" Sammler besonders geehrt. Im Hintergrund rechts die Lehrer Andrea Ehm und Christian Kiehr.

Trotz ungünstiger Wetterbedingungen haben im ganzen Landkreis viele Schülerinnen und Schüler in den Osterferien für Projekte des Bund Naturschutz gesammelt.

Am Ehrenbürg-Gymnasium Forchheim hatte der Biologielehrer Herr Burkard alle Klassenleiter gebeten in ihren Klassen zu fragen, wer sich an der Sammlung beteiligen wolle. Insgesamt kamen über 2.500 € zusammen, unterwegs waren 70 Schüler. Schulleiter Karl Fuchs lobte das ehrenamtliche Engagement seiner Schülerinnen und Schüler. Die 11 fleißigsten Sammler wurden jetzt besonders geehrt. Ulrich Bucholz und Edith Fießer von der Kreisgruppe Forchheim des BN freuten sich über das tolle Sammelergebnis.

Auch im Gymnasium Fränkische Schweiz in Ebermannstadt waren viele Schülerinnen und Schüler bereit, für den Bund Naturschutz zu sammeln. Hier wurde das beste Sammelergenis im Landkreis mit einer Spendensumme von 3.200 € erreicht. Hier waren Frau Andrea Ehm und Herr Christian Kiehr bereit, die organisatiorisch mit zu unterstützen.

Am Herder-Gymnasium Forchheim konnte die Lehrerin Frau Patzak-Waldmann ebenfalls sehr viele Schülerinnen und Schüler motivieren, für den Bund Naturschutz zu sammeln. Hier kamen 2.000 € zusammen.

Alle fleißigen Sammlern wurden zu einem Ausflug zum "Erfahrungsfeld der Sinne" nach Nürnberg eingeladen. Sie wurden außerdem mit Eis- und Kinogutscheinen für ihre Mühe belohnt.

Das Geld wird für Naturschutzzwecke und Kinderumweltprojekte verwendet.

Der Bund Naturschutz bedankt sich bei allen beteiligten Lehrern für die organisatorische Mithilfe!


11.03.2015 - BUND gewinnt vor Gericht gegen Bayer im Streit um Bienengefährlichkeit von Pestiziden

Honigbiene (Foto: Schneider/clipdealer.de)

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Bundesverband des Bund Naturschutz in Bayern (BN), hat seinen Rechtsstreit gegen die Bayer CropScience Deutschland GmbH, eine Tochter der Bayer AG, gewonnen. Nach dem am 11. März 2015 verkündeten Urteil des Landgerichts Düsseldorf darf der BUND wieder ohne Einschränkung sagen, dass zwei von Bayer hergestellte Pestizid-Produkte für Bienen gefährlich sind und es sich bei dem darauf abgebildeten Logo mit dem Aufdruck "nicht bienengefährlich" um eine Irreführung von Verbrauchern handelt. ( mehr)


17.01.2015 WIR HABEN ES SATT - DEMO IN BERLIN - Kreisgruppe FORCHHEIM DABEI

BN-Kreisgruppe bei der Demo in Berlin dabei:
Auch bei uns ist die regionale, kleinbäuerliche Struktur zu stärken - dafür stehen wir.
BN-Kreisgruppe bei der Demo in Berlin dabei:
Auch bei uns ist die regionale, kleinbäuerliche Struktur zu stärken - dafür stehen wir.

Gemeinsame Pressemitteilung des Bündnisses

50000 fordern den Stopp von Tierfabriken, Gentechnik und TTIP. Bauern und Verbraucher gehen vereint für eine Agrarwende auf die Straße

Berlin: In Berlin gingen zum fünften Mal Bäuerinnen und Bauern, Imkerinnen und Imker zusammen mit Verbraucherinnen und Verbrauchern für eine grundlegend andere Agrarpolitik auf die Straße. Das Bündnis forderte von der Bundesregierung eine klare Absage an das EU-USA-Handelsabkommen TTIP, einen wirksamen gesetzlichen Schutz der Land- und Lebensmittelwirtschaft vor der Gentechnik sowie den sofortigen Stopp des weiteren Ausbaus von Mega-Ställen. Der Demonstrationszug mit rund 50000 Teilnehmern vom Potsdamer Platz zum Bundeskanzleramt wurde von einem Fahrzeugkonvoi mit mehr als 90 Traktoren angeführt.

Das „Wir haben es satt!“-Bündnis hat in den letzten Jahren viel erreicht: TTIP ist in aller Munde und 97 Prozent der Europäer lehnen mehr Macht für Konzerne ab. Bürgerinitiativen haben mit Hilfe des neuen Baugesetzes mehr als 100 Mega-Ställe verhindert. Gentechnik hat durch das Engagement einer breiten Bewegung auf unseren Äckern keinen Fuß gefasst. Doch dies sind nur die Anfänge einer dringend notwendigen Agrarwende für eine Zukunft der Landwirtschaft in bäuerlicher Hand mit Rückhalt in der Gesellschaft.


„Das EU-USA-Handelsabkommen (TTIP) dient einseitig global agierenden Konzernen und wird vielen bäuerlichen Betrieben hier und weltweit die Existenzgrundlage entziehen. Gleichzeitig drohen die Verbraucherstandards gesenkt zu werden“, sagte Jochen Fritz, Sprecher des „Wir haben es satt!“-Bündnisses. „Das heißt mehr Gentechnik im Trog und Hormonfleisch durch die Hintertür. Deswegen fordern wir von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel TTIP zu stoppen!“

Die Agrarpolitik der Bundesregierung wird von den Veranstaltern scharf kritisiert. Sie habe dazu beigetragen, dass beispielsweise seit dem Jahr 2000 mehr als Dreiviertel der SchweinehalterInnen aufgegeben haben, während Fleischkonzerne zunehmend die Tierhaltung übernähmen. Trotz eines Selbstversorgungsgrades mit Fleisch von 120 Prozent würden weiter Mega-Ställe in Deutschland genehmigt. 

„Die Strategie, die Produktion immer weiter auszudehnen, was zu Dumping-Exporten auf dem Weltmarkt führt, ist gescheitert. Die Landwirtschaft in Deutschland braucht eine Zukunft jenseits von Tierfabriken und Mega-Schlachthöfen“, so Fritz. „Wenn die Bundesregierung jetzt nicht handelt, zementiert sich eine agrarindustrielle Struktur, die nicht mehr veränderbar ist. Die Zukunft liegt in der Ernährungssouveränität auf Basis regionaler Märkte.“

 

Statement BUND

Der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger, sagte in seiner Rede bei der Abschlusskundgebung vor dem Bundeskanzleramt: „Der Protest gegen die bisherige Agrarpolitik bringt erste Erfolge. Dank bundesweit rund 250 Bürgerinitiativen wurden mehr als 100 geplante Riesen-Ställe nicht gebaut. Endlich werden artgerechte Ställe stärker gefördert und Agrarminister Schmidt hat angekündigt, gegen den überhöhten Antibiotika-Einsatz in der Tierhaltung vorzugehen.
Noch immer profitieren Fleischkonzerne und Handelsketten davon, dass die Agrarindustrie die Produktions- und die Umweltkosten der Allgemeinheit aufbürdet. Zugleich wächst das Bewusstsein der Verbraucher über die Risiken und Nebenwirkungen der industriellen Landwirtschaft. Die Lebensmittelerzeugung in bäuerlichen und mittelständischen Betrieben muss endlich vor unfairen Wettbewerbsbedingungen geschützt werden und mehr Anerkennung finden.

 Weitere Informationen unter Presse...

WIR HABEN ES SATT


Umweltkinderfest am 24.05.14 auf dem Rathausplatz in Forchheim

Das Umweltkinderfest findet immer großen Anklang
Windräder basteln, mit dem gelben T-Shirt im Hintergrund: Edith Fießer, 2. Vorsitzende der OG un er KG Forchheim
Bunte Kränze aus Zweigen und Blumen fertigen, Helga Stodden, Mitarbeiterin der Geschäftsstelle Forchheim, zeigt, wie es geht....
Blumenkinder
links im Bild Helga Wölfel, Igensdorf, Kinder- und Jugendbeauftragte der KG Forchheim, in Aktion beim Blumenkränze stecken
Nicht nur Kinder, auch Erwachsene freuen sich über die Angebote beim Umweltkinderfest
vorne links Gudrun Richter-Vogel (Vorsitzende der OG Pretzfeld), vorne rechts Ingrid Neubauer (stellvertretende Schatzmeisterin der KG Forchheim)
1. Vorsitzender der KG und OG Forchheim, Dr. Ulrich Buchholz, beim Riesenseifenblasen fabrizieren
Herbert Lüttich, Vogelexperte, präsentiert seine selbstgebastelten Vogelhäuschen sowie einige Exponate

Über 100 fleißige Schüler sammelten auch 2014 bei der Haus- und Straßensammlung für den Bund Naturschutz

Erfahrungsfeld der Sinne, Belohnungsfahrt
Einige "Sammlerkinder" im Erfahrungsfeld der Sinne in Nürnberg, Erprobung des "Wir-Gefühls" auf der großen Drehscheibe (04.07.2014)
Foto: Edith Fießer
Haus- und Straßensammlung 2014, Ehrenbürg-Gymnasium Forchheim
Ehrung der 13 erfolgreichsten BN-SammlerInnen im Ehrenbürg-Gymnasium am 09.07.2014.
von links nach rechts: Jule Schreiber, Antonia Lüll, BN-Organisation. Edith Fießer, Jule Weller, Ronja Gellenthien, Manfred Burkard (verantwortlicher Lehrer), Vera Ahlers, Joshua Renn, Nils Flake, Christoph Breit, Eva Goßrau, Moritz Ludwar, Julian Hagedorn, Ingrid Neubauer (BN), Schulleiter Herr Fuchs, Johanna Bindl
Foto: Edith Fießer

Ehrung der BN-SammlerInnen

Der Schulleiter des Ehrenbürg-Gymnasiums, Herr Fuchs, ist stolz auf seine fleißigen Schüler, die ihre Freizeit opferten. Mit Feuereifer sammelten über 100 Schüler bei der diesjährigen Haus- und Straßensammlung  für den Bund Naturschutz. Die 13 erfolgreichsten Schüler wurden besonders geehrt und mit Stofftieren bedacht. Herr Burkard hatte alle Klassleiter gebeten in ihren Klassen zu fragen, wer sich beteiligen möchte. Edith Fießer und Ingrid Neubauer freuen über das  stolze Sammelergebnis von über 4000 €. Das Geld wird für Naturschutzzwecke und Kinderumweltprojekte eingesetzt.

Alle Sammlerkindern wurden belohnt mit  Eis- und Kinogutscheinen. Zusätzlich wurde allen auch die Teilnahme an einem Ausflug zum Erfahrungsfeld der Sinne in Nürnberg angeboten.

 

 

 

 

 


Projekt: "Blühende Wegränder im Landkreis Forchheim"

Blühende Wegränder
Foto: Klaus Gerlach

Der BUND Naturschutz in Bayern e.V., Kreisgruppe Forchheim nimmt mit dem Projekt „Blühende Wegränder im Landkreis Forchheim“ am Förderwettbewerb „Sparda macht´s möglich“ teil – noch bis einschließlich 13. Juli kann kostenlos online abgestimmt werden.

 

Forchheim, 28.6.2014: Das Projekt: „Blühende Wegränder im Landkreis Forchheim“ nimmt am Förderwettbewerb „Sparda macht´s möglich“ teil. Die Sparda-Bank Nürnberg eG fördert über ihren Gewinn-Spar-Verein regionale Umwelt- und Naturschutzprojekte mit 100.000 Euro. Das Besondere: Jeder kann bis einschließlich 13. Juli kostenlos mitentscheiden, welche Projekte gefördert werden sollen.

 

Durch verschiedene Entwicklungen verändern sich einst blumenbunte Randflächen zu sterilen Graslandschaften. Diese sind als Nahrungs- und Entwicklungsbiotop für Insekten weitgehend nicht geeignet. Durch das beispielhafte Projekt soll gezeigt werden, wie standortgerechte, artenreiche Wegränder angelegt werden und durch angepasste Pflege erhalten werden können, mit vielfältigen positiven Folgen für Landeskultur, Ökologie und Ökonomie. Es soll eine Signalwirkung für Entscheidungsträger und Privatpersonen im Kreis ausgehen, dem Projekt nachzueifern.

 

Mit einem Klick engagieren

 

Die Abstimmung für eines der Projekte erfolgt online auf www.sparda-machts-moeglich.de: Wer beim jeweiligen Favoriten auf „Abstimmen“ klickt und seine Mobilfunknummer hinterlässt, erhält automatisch eine kostenlose SMS mit drei Codes. Damit kann innerhalb der folgenden 48 Stunden für bis zu drei Umweltprojekte abgestimmt werden.

 

Insgesamt vergibt die Sparda-Bank Nürnberg eG 50 Publikumspreise, die mit insgesamt 100.000 Euro aus den Reinerträgen ihres Gewinn-Spar-Vereins dotiert sind und zusätzlich noch weitere Förderpreise. Um das Umweltengagement vor Ort zu fördern lohnt es sich also, für „Blühende Wegränder im Landkreis Forchheim“ abzustimmen.

 „Es muss verhindert werden, dass wir blumenbunte Wegränder nur mehr in Frankreich und Italien während des Urlaubs erleben können“, so begründet Dr. Ulrich Buchholz, Vorsitzender des BUND Naturschutz, Kreisgruppe Forchheim, das Projekt.

 Im Jahr 2014 sollen die ausgewählten Flächen vorbereitet und das Saatgut eingekauft werden. Vorbereitung des Projekts und Saatgut spielen neben der Pflege der Flächen in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle.

 Bislang 68 Umwelt- und Naturschutzprojekte nehmen an dem Wettbewerb teil. Vom Bienenhotel, Umweltbildungsprojekten in Kindertagesstätten und Schulen oder Recycling-aktionen bis hin zum Museumsprojekt –  der Förderwettbewerb zeigt schon jetzt, wie engagiert und vielfältig der Umweltschutz in Franken ist.

 Weitere Informationen zum Projekttitel und dem Förderwettbewerb erhalten Sie unter

www.sparda-machts-moeglich.de


Über „Blühende Wegränder des Landkreises Forchheim“:

 Das über 3 Jahre angelegte Projekt entwickelt auf mehreren Flächen des Kreises Forchheim (Gemarkung Pretzfeld u.a.)  beispielhaft auf artenarmen Wegrändern blumenbunte Pflanzengesellschaften. Diese werden 2014 vorbereitet, im 2. Jahr aus ausgewählten Samenmischungen angezogen und im 2. und 3. Jahr durch geeignete Pflegemaßnahmen weiterentwickelt werden.

Blumenbunte Wegränder besitzen vielfältige Vorteile gegenüber dem Einheitsgrün auf dauergemulchten Grasflächen. Diese sollen der Öffentlichkeit durch Führungen bewusst gemacht und den kommunalen Entscheidungsträgern durch Ortstermine zur Nachahmung empfohlen werden.

 
 

Ansprechpartner:

 Dr. Ulrich Buchholz, John-F.-Kennedy-Ring 81,91301 Forchheim

E-mail: uk.buchholz(at)-online.de

 


Höhlen - mehr als toter Stein

Eingang der Schönsteinhöhle
Foto: Klaus Gerlach

Vorstellung eines Nutzungskonzepts am 20.5.2014 an der Schönsteinhöhle bei Oberfellendorf

 

Lässt sich die zunehmende touristische Nutzung der Höhlen der Fränkischen Schweiz mit dem Schutz der auf Höhlen angewiesenen Pflanzen und Tiere und der Bedeutung der Höhle als erdgeschichtliches Denkmal vereinbaren? Die Antwort kann im Moment noch nicht gegeben werden. Doch wurde von einem Arbeitskreis ein Höhlenkonzept für die Schönsteinhöhle bei Oberfellendorf erarbeitet, welches nun 2 Jahre erprobt werden soll und bei der Veranstaltung anhand einer Schautafel unterhalb des Höhleneingangs präsentiert wurde.

 

Zu dem Termin hatte der Vertreter der Bayerischen Staatsforsten, Herr Stephan Keilholz,  alle maßgeblich an der Arbeitsgruppe beteiligten Gruppen, so das Landratsamt Forchheim, die amtliche Naturschutzwacht, den Naturpark „Fränkische Schweiz – Veldensteiner Forst“, den BUND, den Landesverband für Höhlen und Karstforschung und die Gemeinde Wiesenttal eingeladen. Nach seiner Einführung sprach der neue Landrat, Herr Dr. Hermann Ulm, ein Grußwort und betonte das große Interesse des Kreises an einem tragfähigen Kompromiss zwischen touristischer Nutzung und Biotop- und Artenschutz. Es schlossen sich Statements der geladenen Vertreter der Interessengemeinschaften, Wissenschaft und Behörden an, so von Herrn Dr. Herbert Rebhan für das Landes-Umweltamt und Herrn Matthias Hammer, unter dessen Regie im Winter 2013/4 eine Zählung der überwinternden Fledermäuse der Schönsteinhöhle durchgeführt wurde.

 

Grundlage des vorgestellten Konzeptes ist die Sperrung des nahgelegenen Wanderparkplatzes und die Notwendigkeit der Anmeldung gewerblicher Führungen bei der Unteren Naturschutzbehörde in Ebermannstadt. Die täglich erlaubte Anzahl gewerblich geführter Personen wird limitiert. Dabei sollen auch nur solche Gruppen eine Erlaubnis bekommen, welche von einheimischen, geschulten  Höhlenführern geleitet werden. Gruppen aus anderen Teilen der Republik bleibt die Erlaubnis hingegen verwehrt. Durch die Schautafel am Aufgang zur Höhle sollen die Höhlenwanderer zu verantwortlichem Verhalten in der Höhle ermuntert werden.

 

Die 2 Jahre Übergangszeit werden zeigen, ob das Konzept dazu beiträgt, den steigenden Nutzungsdruck auf die Höhle zu milden. Grundlage dazu liefert eine im Jahr 2014 durchzuführende Besucherzählung. Der BUND wird auch in Zukunft seine Aufgabe darin sehen, Fehlentwicklungen zu melden und ggf. auf eine Änderung der amtlichen Verordnung zu dringen.

 

Dr. Ulrich Buchholz