Gegen die Betonierung des Wiesenttals

Demonstration am 6.9.2020 gegen die Ostspange

Auch in Ausnahmezeiten sind die Probleme, welche verschiedene geplante Bauprojekte im Landkreis mit sich bringen, nicht vom Tisch. Um dies der Bevölkerung wieder ins Bewusstsein zu bringen, veranstalteten die jungen Aktiven der BIWO die diesjährige Demonstration. Sie führte vom Bahnhof Pinzberg zum Kersbacher Kreisel und zurück. Dort angekommen sprachen einige der Teilnehmer in Form von kurzen Statements zu den Demonstrationsteilnehmern. Alfons Eger, der geschäftsführende Vorsitzende der BIWO, unterstrich die negativen Folgen, welche das Projekt auf die Landschaft haben wird. Ilja Eger als Mitglied des Veranstalters zog einen Kreis von der Geschichte des Widerstandes bis hin zu den weiteren Maßnahmen der Bürgerinitiative.

Prominente Unterstützung

Lisa Badum, Bundestagsabgeordnete für die Grünen, beschwor die Anwesenden, den Widerstand und den Druck auf die Verantwortlichen nicht zu verringern und sicherte die Unterstützung ihrer Fraktion zu. Ulrich Buchholz als 1. Vorsitzender der Kreisgruppe Forchheim des BN stellte einen Bezug zwischen dem zu errichtenden Denkmal am Kersbacher Kreisel und der Natur als Spiegel der menschlichen Seele her. Fazit: Verarmt die Natur, so verarmt auch der Mensch der Region. Christian Kiehr, Vorsitzender der Ortsgruppe Ebermannstadt des BN, erinnerte an die negativen Auswirkungen der Planung auf die Entwicklung des Markts Ebermannstadt. Zum Schluss eröffnete Norbert Braun, dass neben der Ostspange noch weitere Projekte wie der landwirtschaftliche Kernwegeplan eine zusätzliche Asphaltierung von Freiflächen mit sich bringen werden.

Die Anwesenden waren sich einig, im Widerstand nicht nachzulassen, bis die Ostspange aus dem vordringlichen Bedarf des Bundes-Verkehrswegeplans herausgenommen wird. Zu Zeiten knapper werdenden Trinkwassers sollten alle Projekte kritisch betrachtet werden, welche Haupt-Grundwasserzuflüsse kreuzen, wie es das Projekt Ostspange nach den Planunterlagen in jedem Fall tun wird.

Dr. Ulrich Buchholz

Uli


Jahreshauptversammlung der BN Kreisgruppe Forchheim fällt dieses Jahr aus!

Wegen der Corona Pandemie wird die Jahreshauptversammlung 2020 abgesagt

Die Jahreshauptversammlung des Bund Naturschutz, Kreisgruppe Forchheim,
am Freitag, dem 26.6.2020 im Gasthaus Egelseer, Wiesenthau, wird nun -- nach der ursprünglichen Verschiebung aus dem März --
aufgrund der Corona-Sicherheitsauflagen für dieses Jahr komplett abgesagt. Die nächste
Jahreshauptversammlung findet im Jahr 2021 statt.

Bleiben Sie gesund!

 

Dr. Ulrich Buchholz

BN Kreisgruppe Forchheim, 1. Vorsitzender 


Stadtrat Forchheim verzichtet auf Baywa-Lagerhallen Planung

Die Kreisgruppe Forchheim und die anderen Partner im Aktions-Bündnis gegen Pro-Wiesenttal haben es geschafft!

Nachdem es gelang, über 2000 Unterschriften gegen den Bau der Baywa-Lagerhallen zu sammeln, hat sich der Stadtrat Forchheim umbesonnen. Mindestens für ein Jahr wird dieser Plan nun nicht wieder auf den Tisch kommen.

Es gilt aber wachsam zu bleiben, nachdem verschiedene Lokalpolitiker geäußert haben, dass sie nach wie vor für die Einrichtung eines Gewerbegebiets in dem Tal-Streifen parallel zur Bahnlinie Richtung Reuth sind.

Wir Gegner einer Naturzerstörung im Wiesenttal bleiben wachsam!

Entscheidung im Wiesentstreit

Am 2. August fand bei einem Erörterungstermin am Verwaltungsgericht Bayreuth das Verfahren ein Ende. Das Landratsamt muss von den Verleihern die Vorlage einer FFH-VP einfordern. Der Abschnitt Streitberg bis Ebermannstadt ist erst ab 16. Juni befahrbar, Boote müssen besser gekennzeichnet und die Bootsmieter besser zu einem rücksichtsvollen Verhalten auf dem Fluss angewiesen werden.

Darüber hinaus hat das Gericht explizit darauf hingewiesen, dass weitere Flachwasserbereiche zukünftig von einer Sperrung betroffen sein könnten.

Ein herzlicher Dank ergeht an dieser Stelle an alle aktiven Mitglieder, aber auch Anlieger oder Anwohner an der Wiesent und selbst zahlreiche Touristen, die uns in den letzten Wochen tatkräftig unterstützt haben und genau das schützen, bewahren und erhalten wollen, was unsere Heimat in der Fränkischen Schweiz gerade so besonders macht: Eine intakte Natur, die das Kapital für Erholung, Naturerlebnisse und auch den Tourismus auf und neben dem Wasser ist. Natur schützen und dem sanften Tourismus nützen! Vielleicht kann diese Auseinandersetzung ja sogar als Chance begriffen werden, indem sich der Erlebnistourismus in der Fränkischen Schweiz neu denkt. Wir sitzen schließlich alle „in einem Boot“.