Es kommt zur Klage wegen der Schifffahrtsgenehmigung auf der Wiesent!

Wie lange brütet der Eisvogel noch an der Wiesent?

 Der Eisvogel gehört zur Wiesent. Inzwischen ist er selten geworden. Und wenn wirklich wieder einer brüten möchte, dann hat er schlechte Karten. Denn die Jagd auf kleine Fische, mit denen die Jungen gefüttert werden, gelingt nur, wenn man ruhig ansitzt und wartet. Genau dann kommen aber ständig Kanus mit mehr oder weniger fröhlicher Besatzung vorbei und die Jagd muss abgebrochen werden. Wenn das eine Weile so geht, hat der Altvogel genug und die Brut hungert. Und dabei steht der Eisvogel in der Vogelschutz-Richtlinie in der höchsten Kategorie, Anhang I, wo Vögel vermerkt sind, für deren Erhalt man besondere Sorgfalt bzw. Maßnahmen anzuwenden hat.


Das Landratsamt Forchheim hatte 2018 die Schifffahrtsgenehmigung für die Kanu-Verleiher trotz dringender Appelle der Naturschützer auch während der Brutzeit ab 1. Mai erteilt, statt sie bis 15.6. auszusetzen. Beachtlich dabei ist, dass eine solche Genehmigung die Untersuchung auf Verträglichkeit mit der Natur zur Voraussetzung hat. Diese Untersuchung liegt nicht vor, obwohl der BUND Naturschutz seit Jahren verlangt, sie zu erstellen. - Nun hat er vor Gericht geklagt, weil er die Schifffahrtsgenehmigung in der vorliegenden Form ohne Verträglichkeitsuntersuchung für rechtswidrig hält. Er beantragt vor Gericht, die aktuelle Genehmigung auszusetzen, die nötigen Voraussetzungen durch entsprechende Untersuchungen zu schaffen, und dann zu genehmigen, was verträglich ist.


Nicht davon betroffen sind die privaten Kanu-Touristen, welche nur 20 % der Bootsfahrten ausmachen. Sie sind in der Regel geübte Personen, oft in Verbänden organisiert, und suchen Naturgenuss, weniger das Abenteuer. Ausnahmen gibt es natürlich überall.


Wie gefährlich ist Glyphosat wirklich?

Die Meldungen von Schäden durch das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat und seine Begleitsubstanzen reißen nicht ab. Welche aktuellen wissenschaftlichen Belege für eine Gefährlichkeit gibt es? Zu dieser Frage gibt ein Video des Vortrags von Frau Professor Finckh an der Universität Kassel eindeutige Antworten


Kinderumweltfest 2019

Wenn man dann mitten im Gewusel drin ist, vergisst man, dass das Vor- und Nachbereiten dieser sehr gut angenommen Aktion der BN Kreisgruppe doch immens ist. Das fängt an mit  z.B. den Rathausplatz organisieren, viele Helfer zu mobilisieren, wer kann welchen Stand betreuen und wer hilft mit beim Auf- und Abbau. Und so waren auch in diesem Jahr bei außerordentlich gutem Wetter wieder viele besetzt. Es wurden Schlüsselanhänger aus kleinen Astscheiben gebastelt und Insektennisthilfen mit Hilfe eines Akkubohrers und dicken Ästen und Schilfrohr zusammengestellt. Aus Tetrapaktüten konnten  kleine Geldbörsen oder Rennautos hergestellt werden. Und wie immer war das Blumenkränzchen flechten und schmücken ein großer Renner. Auch Blumenblüten-Tatoos fanden ihre Liebhaber. Den Kindern, aber auch den Erwachsenen, hat es sehr gut gefallen. Für viele Vorbeigehende war auch der Stand mit Vogel-Nistkästen und Information rund um die Vogelwelt im heimischen Garten sehr interessant, ergänzt durch eine Ausstellung rund um das Blühfleckenprojekt im Landkreis und die Möglichkeit, selbst Saatkugeln zu kneten.

Und ganz nebenbei trafen sich auch die "JuniorEntdecker", die Kinder- und Jugendgruppe des Bund Naturschutz Forchheim, und beschäftigten sich mit dem Thema "Wasser" per Experimente und Informationen. Ein Gang zum Bächla und der Vergleich des Bächla-Wassers mit richtigem Bachwasser rundete dieses Projekt ab.

Bilder zum Kinderumweltfest 2019


Die Jahreshauptversammlung 2019 der Kreisgruppe Forchheim des BUND Naturschutz in Bayern e.V. in Trailsdorf am 12.04.2019

Herr Glauber argumentiert am 12.04.2019 bei der Jahreshauptversammlung in Trailsdorf zum Flächenfraß und zum Volksbegehren "Bienensterben"
Das Ehepaar Rosemarie und Eduard Zöbelein umrahmt Dr. Ulrich Buchholz und den Landesvorsitzenden des BUND Richard Mergner

 Der Saal des Gasthauses war am Abend des 12.4.2019 gut gefüllt. Angekündigt war der Staatsminister für Umwelt- und Verbraucherschutz, Thorsten Glauber. Nach der Begrüßung durch den Kreisvorsitzenden des BN, Dr. Ulrich Buchholz und den Grußworten des Bürgermeisters von Hallerndorf, Thorsten Gunselmann, und des Landrats des Landkreises Forchheim, Dr. Herrmann Ulm, trug Herr Glauber vor, wie der Freistaat die Vorgaben des Volksgegehrens „Rettet die Bienen“ umsetzen möchte.

Auf das Thema „Unter-Schutzstellung von Streuobstwiesen und Kartierung“ angesprochen räumte der Minister ein, dass einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten sei. Für den Moment sei die Atmosphäre geprägt von Misstrauen, geschürt von Enteignungsvorwürfen seitens des Bayerischen Bauernverbandes und als Folge einer unglücklichen Ausfertigung der Flächenkartierung. Dieses Thema wird den Landkreis sicher noch einige Zeit in Atem halten.

Herr Minister Glauber hatte auch erfreuliche Themen im Gepäck: So wird die Fränkische Schweiz eine der Modellregionen für Ökologische Entwicklung werden. Weiterhin solle die Ostumfahrung Forchheim perspektivisch in Richtung einer „kleinen Lösung“ um Gosberg herum vorangetrieben werden, eine Aussage, die dem Minister einigen Beifall einbrachte, die der BN aber nicht vergessen wird.

Anschließend trug der Landesvorsitzende des BN, Richard Mergner, die Thesen des Vereins zu den Entwicklungen des Runden Tisches zur Artenvielfalt vor. Er betonte den gewollten Schulterschluss zwischen Naturschutz und bäuerlicher Landwirtschaft und die einmalige Chance, die sich mit der Gesetzesänderung bietet und um welche uns andere Bundesländer offen beneiden würden. Er lobte die gute Arbeit der Kreisgruppe Forchheim und der einzelnen Ortsgruppen und sicherte ihnen die volle Unterstützung des Landesvorstandes zu. Angesichts der anstehenden Projekte, z.B. der Freizeitnutzung auf der Wiesent, Ortsumfahrungen in Dormitz und Neunkirchen, Ausweisung von Baugebieten in sensiblen Gebieten im gesamten Landkreis, kann die Kreisgruppe diese Unterstützung gut gebrauchen.

Für 25 Jahre treue Mitgliedschaft wurde das Ehepaar Rosemarie und Eduard Zöbelein geehrt und konnte die Glückwünsche des Landes- und Kreisvorsitzenden entgegennehmen.


1000 Bienen Oasen


Volksbegehren "Rettet die Bienen"

Die Wahl läuft bis zum 13.02.2019, bayernweit auch in Ihrer Gemeinde
Im Radio wird nur im Bayrischen Rundfunk seit einigen Wochen auf das laufende Volksbegehren hingewiesen. Es braucht persönlichen Einsatz, um die Menschen darüber zu informieren, dass sie eine Wahl haben, was mit unserer Umwelt geschieht. Nur bei genügend Interesse der Menschen erreichen wir unser Ziel. Also auf, die Mitmenschen informieren und davon überzeugen, dass wir gemeinsam etwas bewegen.
Auch Oberbürgermeister Dr. Kirschstein unterschreibt das Volksbegehren. Die Aktiven vom BN durften keine Plakate ins Einwohnermeldeamt mitnehmen, das ist unerlaubte Wahlwerbung. Deswegen stehen die Plakat-Träger draußen "um die Bienen anzulocken", drinnen wird nur unterschrieben.

Bitte tragt Euch während der Eintragungsfrist zwischen 31.01.2019 und 13.02.2019 in Eurer Gemeinde als Unterstützer des Volksbegehrens ein! 

Ohne Euch wird das nichts!

HIER FINDET IHR EUER EINTRAGUNGSLOKAL

Und hier Informationen, die das Volksbegehren von allen Seiten beleuchten

BR 2 Dossier Politik Podcast


Artenkenner-Pass

Der Artenkenner-Pass

Willkommen bei den Forchheimer Artenkennern

Lieber junger Naturfreund!

Du hältst nach erfolgreichem Abschluss Deines ersten Kurses den neuen Artenkenner-Pass des Landkreises Forchheim in Händen. Damit bist Du Teil einer Gemeinschaft junger Menschen, die sich für die Natur interessiert und mehr über Tiere, Pflanzen und Pilze wissen möchte.

Zwar ist der Pass kostenlos, aber nicht umsonst zu haben! Eingeführt von erfahrenen Spezialisten baust Du Stein auf Stein, Kurs um Kurs, Dein Fachwissen weiter auf, bis Du selbst in der Lage bist, dieses Wissen zu benutzen oder gar weiterzugeben, ob ehrenamtlich oder an Deinem Arbeitsplatz. Niemand wird als Meister geboren und es gibt keine/n, die/der nicht noch etwas lernen könnte! Lernen in und mit der Natur macht Spaß, doppelt sogar, wenn man es in einer Gruppe Gleichgesinnter tun kann.

Es gibt viele Möglichkeiten, Kenntnisse zu erwerben über die Organismen, die im Artenkenner-Pass vorgestellt werden.

Der Pass will ein Weg sein bis hin zum/zur wahren Kenner/in, der/die sein Wissen durch eine Prüfung zeigen kann. Es gibt in den Neuen Medien viele Möglichkeiten, zusätzliche Informationen zu erhalten.

Dabei sind der Wissbegierde und dem Engagement ausdrücklich keine Grenzen gesetzt.

Die im Pass belegten Fähigkeiten und Kenntnisse können dazu dienen, Dein Interesse auch in einem nicht immer lehrplan-relevanten Thema der Schule zu belegen. Des weiteren können sie Ansporn sein, Dein Interesse für ein Praktikum, einen Auslandsaufenthalt, ein Studium oder einen Beruf zu wecken, von dem Du vorher keinerlei Vorstellung hattest. Sie öffnen also möglicherweise die Tür zu einem neuen Lebensabschnitt, einer Berufskarriere oder einer dauerhaften Liebhaberei, die lebenslang bereichert.

Wichtig ist bei der Arbeit draußen die Fähigkeit, der Natur mit offenen Sinnen zu begegnen, ihr zuzusehen, zuzuhören, wahrzunehmen, dass in der Natur viele Geheimnisse zu entdecken sind. Denn nur was wir kennen, lieben wir und was wir lieben, erhalten wir. Diese Haltung geben wir gerne auch an andere Menschen weiter.

Forchheim, den 30.08.2018

 

Dr. Hermann Ulm, Landrat Landkreis Forchheim

Dr. Ulrich Buchholz, 1. Vorsitzender Bund Naturschutz Bayern e.V., Kreisgruppe Forchheim

Prof. Dr. Gerhard Haszprunar, Staatliche Naturwissenschaftliche Sammlung Bayerns

Dr. Cordula Haderlein, Schulrätin, Schulamt Forchheim

Dieter Pasch, Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege


Der Vorschlag der Kohle-Kommission

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Die Kohle-Kommission hat am 26.01.2019 ihren Vorschlag gemacht:

Zur Zeit sind 42,5 Gigawatt Leistung aus Kohlekraftwerken im Netz.

Bis 2022 sollen demnach Braunkohlekraftwerke mit einer Kapazität von drei Gigawatt sowie vier Gigawatt Steinkohlekraftwerke stillgelegt werden.

Weitere fünf ein halb Gigawatt sollten dahin ohnehin vom Netz gehen oder in die Sicherheitsreserve überführt werden.

Bis 2030 sollen weitere sechs Gigawatt Braunkohle und sieben Gigawatt Steinkohle vom Netz. 

Der letzte Meiler soll 2038 abgeschaltet werden. 

2032 soll noch einmal genau hingeschaut werden, ob der vollständige Ausstieg nicht auf 2035 vorverlegt werden kann.

Ist das jetzt die Rettung für den Hambacher Forst und der Einstieg in eine CO2 arme Stromproduktion?

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KOHLEAUSSTIEG JETZT - HAMBACHER WALD RETTEN!