BN-Topthema Atomausstieg

Der Bund Naturschutz in Bayern e.V. ruft angesichts der Ereignisse in Japan dazu auf, den Ausstieg aus dem Atomzeitalter ernsthaft zu betreiben. Drei Mahnungen in Harrisburg, Tschernobyl und nun Fukushima sind genug.

Aktion Atomausstieg in die Verfassung  Weiterlesen . . .

Dringlichkeit und Hintergrund   Weiterlesen . . .

Historie Aktionen   Weiterlesen . . .

Historie Atomausstieg und dann?   Weiterlesen . . .

Achillesverse der Atomkraft   Weiterlesen . . .

Situation in Japan Weiterlesen . . .

Aktion Atomausstieg in die Verfassung

 

Atomausstieg in die Verfassung!

Zum Artikel "Der Atomausstieg muss in die Verfassung", Robert Spaemann, WELT ONLINE

Aufruf des Umweltinstituts München per Mail-Aktion (Zitat):

Es hat keinen Sinn, jetzt einen All-Parteien-Konsens für den Ausstieg zu organisieren, wenn die Atom-Fans in den Parteien und die Atomkonzerne nur auf die nächste Chance zur Laufzeitverlängerung warten.

Wir wollen, dass die Atomenergiefrage in zukünftigen Wahlkämpfen nicht wieder zum Thema wird. Erfahrungsgemäß schwindet die Erinnerung an den Super-GAU schnell, wie wir nach Tschernobyl bedrückend deutlich beobachten konnten.

Bereits beim rot-grünen Atomausstieg haben wir gesehen, dass es nur einen Regierungswechsel braucht, um ihn - sogar gegen den Mehrheitswillen der Bevölkerung - wieder rückgängig zu machen. Durch die Aufnahme in die Verfassung soll verhindert werden, dass neue Mehrheiten den Ausstieg stoppen.

Zur Unterschriften-Aktion: Ausstieg in die Verfassung!

 

 

Wollen Sie Ihren Stromanbieter wechseln?Es geht ganz einfach!
 

 

Dringlichkeit und Hintergrund

Beschlüsse von Schwarz-Gelb verschieben die regionale Energiewende

Sprechen Sie mit Ihren Politikern, damit die Zielorientierung der Energiewende nicht aus dem Auge verloren wird.

Siehe auch auf unsere Seite "Energiewende".

Hintergrund-Informationen

BUND-Position: Alte AKW sofort abschalten – Konsequenzen aus Ereignissen in Japan

BUND - Atomkraft

Am 17. Mai 2011 hat die Reaktorsicherheitskommission einen Prüfbericht "Stresstest-light" vorgelegt, der menschliches Versagen - auch im Vordenken von Überlagerungen von Fehlhandlungen ausschließt. Damit wird weiterhin davon ausgegangen, dass wir in Deutschland mit den Kühlsystemen nie Probleme bekommen werden. Eine Gegen-Aufstellung, was dazu führen könnte ist nicht bekannt. Zugegeben wird, dass diese Notsysteme bei Flugzeugabsturz aktiv bleiben müssen und 7 AKW keine Sicherheit gegen Flugzeugabsturz bieten. Die zuvor an die Grenze der absoluten Sicherheit diskutierte Atomtechnik wird jetzt relativiert, der Ausstieg aus der Atomkraft nun von allen als notwendig gesehen.
Dass dies aber tatsächlich so umgehend wie möglich beschlossen und real wird, sowie die Energiewende angegangen wird, dazu ist der Druck aus der Bevölkerung erforderlich.

Besonders wichtig dabei ist, den richtigen Weg in eine regionale Versorgung ohne Abhängigkeit von wenigen Großkonzernen zu gehen.

Historie Atomausstieg und dann?

 

Wollen Sie Ihren Stromanbieter wechseln?Es geht ganz einfach!

 

Historie Aktionen

Anti-Atom-Protest

 Fürth, 28.05.2011

Große Fürther Freiheit

Anti-Atom-Demo 28.05.2011 in Fürth, vier mutige Mädchen des Fürther Helene-Lange-Gymnasiums:
Veronika Vennemann (16), Hannah Ittner, Marlene Meyer und Lena Schmailzl (alle 17):

"Hätten die Römer schon AKWs gehabt, müssten wir uns noch heute um deren Hinterlassenschaft kümmern!"

Was glauben wir denn, wäre im Zeitraum dazwischen geschehen - etwa im 30-jährigen Krieg?

Wollen Sie Ihren Stromanbieter wechseln? Es geht ganz einfach!

Programm des 28.05.2011

  • 13:00 Uhr: Musik - Harzer Bazaar
  • 14:00 Uhr: Start Kundgebung
  • 14:05 Uhr: Begrüßung und Projekte in Fürth - Markus Braun, Bürgermeister Fürth
  • 14:10 Uhr: Grußwort katholische Kirche - Klaus Schwab, Umweltbeauftragter des Erzbistums Bamberg
  • 14:15 Uhr: Grußwort der Evangelischen Kirche - Rainer Heller, Synode Bayern
  • 14:20 Uhr: Ansprache Bund Naturschutz - Richard Mergner, Landesbeauftragter des BN
  • 14:25 Uhr: Ansprache Deutscher Gewekschaftsbund - Stephan Doll
  • 14:30 Uhr: sit-in - 3 Min - bundesweite Solidaritätsaktion mit Atomwiderstand
  • 14:35 Uhr: Musik - Harzer Bazaar
  • 14:45 Uhr: Schweinfurter Bündnis - Babs Günther
  • 14:50 Uhr: Fürther Bündnis - Schülerinnen Helena-Lange-Gymnasium - Ehepaar Kato
  • 15:00 Uhr: Parteienblock - Grußworte

SPD - Horst Arnold

Grüne - Uwe Kekeritz

Linke - Eva Bulling-Schröter

Freie Wähler - Dr. Hans-Jürgen Fahn

ÖDP- Klaus Mrasek

BN-Bericht zur Anti-Atom-Demo 28. Mai 2011

Presse: Anti-Atom-Demo in Fürth, 28. Mai 2011

 

Demos an 12 AKW, auch Grafenrheinfeld am 25. April 2011

 

Fukushima mahnt – Großdemos gegen Atomkraft am 26. März 2011

Umweltinstitut München - Fukushima mahnt: Alle AKWs abschalten!

 
Mitglieder der BN-Kreisgruppe dabei in München 

 

Historie Atomausstieg und dann?

Der Ausstieg aus dem Ausstieg?

  • Alles begann mit dem Unfassbaren, dem außerhalb des nach menschlichem Ermessens trotzdem stattgefundenen, schwerwiegenden Störfall am 11. März 2011 im japanischen Fukushima.
  • Zwei Tage später, ARD 13.03.2011 21:06:
    Kanzlerin Merkel zur Sicherheit der AKWs

    "Kernenergie ist eine Auslauftechnologie", so die Bundeskanzlerin am 13.03.2011 im Interview Brennpunkt der ARD, "und es ist zu prüfen, wie die regenerativen Energien möglichst schnell zu erreichen sind."

  • RWE-Vorstand am gleichen Tag: Kein Grund für Überdenken der Laufzeitverlängerung (Zitat):

    In Deutschland würden mit gutem Grund höchste Sicherheitsstandards für Kernkraftwerke angesetzt, und diese würden von RWE erfüllt.
    "Zitat: Die Anlagen werden von uns regelmäßig überprüft und kontinuierlich auch weiterentwickelt. Dabei werden die Sicherheitsreserven immer weiter erhöht."

Komplettmeldung

Manager-Magazin   HypoVereinsbank

Wollen Sie Ihren Stromanbieter wechseln? Es geht ganz einfach!

 

Hieraus leiten sich verschiedene Fragen ab:

Themenkreis 1 Ausstieg

  • Hatten wir zuvor unzureichende Sicherheitsreserven?
    Sollen gar in in Auslaufmodell weitere Steuermittel investiert werden?
    Welche Standorte von Kernkraftwerken gibt es in Deutschland?
  • Mir reicht es jetzt - wie kann ich den Stromanbieter wechsel?
  • Wie ist die generelle BUND- / BN-Position zum Thema?
  • Wie muss man sich die Wirkungsweise eine Kernkraftwerks vorstellen?

Zum Weiterlesen hier klicken!

 

Themenkreis 2 Energiewende, der Schritt während des Ausstiegs

  • Atomausstieg - worum aber geht es in Wirklichkeit?
  • Pumpspeicherwerke, Energietrassen, Energieparks in der Nordsee - alternativlos?
  • Energiewende wie auszurichten auf die Belange der Erneuerbaren Energien?

Zum Weiterlesen hier klicken!

 

 

Achillesverse der Atomkraft

Neben dem seit Jahrzehnten weltweit ungelösten Endlagerproblem der verbrauchten aber immer weiter strahlenden Kernbrennstoffe und Bauteilen der Reaktoren selbst, benötigen Kernkraftwerke eine stets verfügbare, aktive Energie des Sicherheitssystems.

Die dritte Mahnung hat deutlich gemacht, dass es immer ein Risiko gibt, das Sicherheitssystem benutzen zu müssen. Aber auch das Sicherheitssystem hat ein Risiko des Versagens.
Dieses Restrisiko ist nicht auszuschließen. Im Versagensfall werden weite Landstriche unbewohnbar. Die Menschen in Tschernobyl, die den Versagensfall überlebt haben, leiden noch heute unter den Folgen - am deutlichsten wird dies aber bei der Weitergabe des Lebens in die nächste Generation. Dies ist dort vielfach nicht mehr möglich oder mit schwersten Schäden verbunden.

Ein Stresstest der 17 AKW in Deutschland und auch aller AKW in Europa kann an diesem systemimmanenten Verhalten der Kerntechnologie nichts ändern.

Ein AKW kann nicht einfach durch Bremsen auf kurzer Strecke angehalten werden. Nur in der Theorie ist ein AKW-Sicherheitssystem funktionsfähig. Ein solches Sicherheitssystem, beansprucht die garantierte Funktion der Zufuhr an elektrischer Energie über lange Zeit -  auch unter den widrigsten Umständen, etwa eines Zusammenbruchs der Infrastruktur oder in generellen Krisenzeiten. Das aber, und so zeigen es die Vorfälle, kann in der Praxis auf vielfältigste Weise nicht garantiert werden.

 

Schritt 1 - Der Super-GAU
Tritt das Restrisiko ein, kommt es zum Versagen des Sicherheitssystems, das den GAU (Größter anzunehmender Unfall) verhindern muss. Daraus gerät der Kernreaktor außer Kontrolle. Eine Kernschmelze mit Auswurf aller über die Betriebsdauer entstandenen Isotope aus der Kernreaktion in ein weites Umfeld ist dann das Bedrohungspotential, für das Fukushima heute steht.

Schritt 2 - Die Unbewohnbarkeit in 100ten von Kilometern Umkreis
Die Auswirkung des Folgeschritts "Super-GAU" ist noch heute im sehr weiten Umkreis von Tschernobyl wirksam. Nur 2 cm unter der Bodenoberfläche ist die Radioaktivität dort auch weiterhin derart groß, dass diese Landstriche noch immer unbewohnbar sind und für sehr viele Menschen-Genarationen auch bleiben werden. Der "Super-GAU" darf zwar nie passieren, das aber geht nur mit Restrisiko Null. Restrisiko Null ist aber nicht technisch, sondern ausschließlich mit Abschalten zu erreichen. 

 

Infos

Hinweise - auch zu den Betrachtungen, wie es ohne Atomenergie weitergeht und wieso eine Energiewende bewusst blockiert wird - unter unserer Seite Energiewende