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Biomasse

Landwirtschaftliche Flächen sind vorrangig für die Produktion von Lebensmitteln einzusetzen. Diese Zielorientierung gewinnt mit der Steigerung des Bewusstseins für mehr Lebensqualität durch mehr Regionalprodukte in zunehmendem Maße an Bedeutung. Biogasanlagen als Verwertungs- und Nutzungsmöglichkeit von Abfällen können allenfalls etwaige Stromlücken schließen und eine 100%ige Nutzung der vorhandenen Ressourcen garantieren. Zeigt das Wirkungsverhältnis 100 : 10 : 1, dass einerseits die Energiewende mit einer Erhöhung der Anzahl an Biogasanlagen eher nicht zu erreichen ist, verdeutlicht es aber andererseits auch, dass weitere Neuanlagen nur dann sinnvoll sind, wird zu deren Betrieb Überschüssiges verwendet und eben gerade nicht eigens herzustellende Biomasse, die wenig effizient weitere Fläche verbrauchen würde. Eine bewusste Nutzung von Agrarflächen für Energiepflanzen (bevorzugt Mais) als Rückgrat einer Produktion von Biogas, wie leider zunehmend in der Landschaft zu beobachten, – geschuldet einer fehlgeleiteten Förderungspolitik nach dem EEG [1]– lehnen wir als Umweltverband entschieden ab.
Einerseits stehen Flächen ohnehin nur begrenzt zur Verfügung, der Maisanbau laugt die Böden aus und zwingt zum intensiven Düngen – oft mit allbekannten Negativfolgen für die Umwelt. Zudem sind Maisfelder ökologische Wüsten – sie tragen in ihrem inzwischen erreichten Umfang erheblich zum Artensterben bei. Biogasanlagen sind aus Sicht des BN daher entsprechend der Ursprungsidee zu nutzen. Landwirte sollten erkennen, dass sie auch auf diese Weise, der Umwandlung landwirtschaftlicher nicht mehr zu verwertender Stoffe in Energie, nicht zu unterschätzende, wertvolle Beiträge in der Energieausbeute aus Biomasse leisten – was sich unbedingt in den Fördermodalitäten abzubilden hat.

So warnt der BN ausdrücklich in diesem Bereich davor, dem Idol eines Wandels des Landwirts in einen Energiebereitsteller entsprechen zu wollen – einer Vision ohne Bestandsbasis. Es muss hier gelingen, den Landwirten bei der Lebensmittelproduktion anhand der höheren Qualität heimischer Ware gegenüber den Billigprodukten mit unendlichen Flugkilometern wieder ein­deutig den Vorrang zu geben und für eine ausreichende Bezahlung zu sorgen. Zu diesem Thema siehe auch Bericht zur Gemeinschaftsveranstaltung zusammen mit dem Ortsverband Ebersbach des Bayerischen Bauernverbands
Bewusst saisonal-regional und gentechnikfrei leben“ am 26.09.2011 in Neunkirchen am Brand auf dieser Homepage mit gleichem Seitentitel bzw. im Internet: Bericht Bewusst saisonal-regional und gentechnikfrei leben
 

 

Download der Kurzbeschreibung als pdf-Datei zum Ausdrucken

[1] Studie der Umweltstiftung WWF: Förderung nach dem Erneuerbaren-Energie-Gesetz (EEG) liegt auf den Hektar umgerechnet fast zehnmal so hoch wie die Hektarprämien der EU für landwirtschaftliche Produkte.