BN Ortsgruppe Kunreuth - Leutenbach

Willkommen bei der Ortsgruppe Kunreuth-Leutenbach

Blick aufs Walberla und Kunreuth, Foto: Harald Freund

Die Ortsgruppe Kunreuth-Leutenbach ist eine Gruppen des Bund Naturschutz in Bayern e.V. und gehört zur Kreisgruppe Forchheim in Oberfranken. Unsere Ortsgruppe umfasst das Gebiet der Gemarkungen Kunreuth mit den Ortsteilen Ermreus, Regensberg und Weingarts, sowie Leutenbach mit den Ortsteilen Mittelehrenbach, Oberehrenbach, Seidmar und Ortspitz.

Wir setzen uns für den Schutz und Erhalt unserer Kulturlandschaft, Naturdenkmäler und anderer Schutzgebiete sowie der in ihrem Bestand gefährdeten Pflanzen, Tiere und Biotope ein. Unsere praktische Naturschutzarbeit leisten wir auf lokaler und regionaler Ebene. Hierzu gehören z.B. die Biotoppflege aber auch Eingaben zu Maßnahmen, die die Zerschneidung und Isolation von Lebensräumen befürchten lassen und/oder schädliche Einflüsse auf die Luftreinhaltung, den Lärm- oder Gewässerschutz haben.

Kräuterwanderung am 23.07.2017

Foto: Georg Schütz

 

Trotz anfangs schlechter Wetteraussichten ließen sich 11 Interessierte nicht davon abhalten, an einer Kräuterwanderung der Ortsgruppe Kunreuth-Leutenbach unter Leitung von Norbert Braun teilzunehmen.

Bei seinen Ausführungen beschränkte Herr Braun sich auf rund ein Dutzend der häufigsten Wildpflanzen (Schafgarbe, Wegerich, Roter Klee, Mädesüß, Odermennig, Gänseblümchen, Labkraut, Löwenzahn, Beifuß, Johanniskraut, Königskerze und Brennessel) und deren Verwendung in der Küche und als Heilkräuter. Es gibt unterschiedliche Anwendungsformen dieser Kräuter als Medizin. So kann man Tees und Tinkturen herstellen, Öle und Salben zubereiten oder Sirup und Saft kochen. All diese Wildpflanzen fanden wir auf nur wenigen Quadratmetern einer naturbelassenen Wiese bei Oberehrenbach.

 Text: Barbara Graßhäuser Schütz

 

 

Blühflecke – wertvolle Lebensräume für Bienen, Falter, Spatz und co

Landrat Dr. Hermann Ulm bringt seine Obstwiese am Ortsausgang von Kunreuth Richtung Weingarts als Blühfleck ein.

Foto: Georg Schütz

Eine Initiative des Bund Naturschutz, Kreisgruppe Forchheim

Die intensivierte Grünlandwirtschaft von heute -  früher Schnittzeitpunkt, häufige Mahd und Gülleausbringung - bietet nur geringe Chancen für Artenvielfalt und Niederwild. Der Landwirt hat aber kaum Möglichkeiten die Nutzungsintensität des Grünlandes zu verringern, wenn er wirtschaftlich produzieren will.

Saum- und Randhabitate an Feldwegen und Bachläufen tragen durch ihre Vernetzungsfunktion zur Verbesserung von Lebensräumen bei. Sie bieten vielen Arten Deckung, Brutplätze und Nahrungsfläche. Mit ihren verschiedenen Gräsern und Kräutern sind sie die Apotheken für Feldhase, Fasan, Rebhuhn und Rehwild.

In unserer von Menschen geprägten Landschaft sind blühende Pflanzen und Wildkräuter kennzeichnender Bestandteil einer fränkischen Kulturlandschaft und lebendiger Grünanlagen in unseren Siedlungen. Bei standortangepasster, naturnaher Nutzung, insbesondere auf nährstoffarmen Böden, konnten sich hier artenreiche Wiesen und blühende Randflächen entwickeln und erhalten. Sie bilden mit blühenden Bäumen und Sträuchern die Lebensräume für eine Vielzahl von Insekten und anderer Kleintierarten.

Unser Ziel:
Wertvolle Lebensräume für Bienen, Hummeln, Falter, Spatz und co wiedergewinnen.

Fokus der Initiative:
Brach-, Rand-, und Rasenflächen in und um unsere Siedlungen

Durch naturnahe Blühflecke kann jeder einen aktiven Beitrag zur Artenvielfalt mit blühenden Wildpflanzen und den hiervon abhängigen, bestäubenden Insekten leisten. Angemeldete Flächen werden von Fachbetreuern des Bund Naturschutz besucht und katalogisiert. Je nach räumlicher Situation, den Boden-und Nährstoffverhältnissen und den gefundenen Pflanzen wird ein Vorschlag zur Optimierung der Pflege hin zu einem nachhaltig naturnahen Blühfleck erstellt.Der erste Pflegeschnitt sollte erst gegen Ende der Brut-, Schlupf- und Aufzuchtzeit, also Mitte Juli, vorgenommen und das Schnittgut entfernt werden.

Im Bereich der Ortsgruppe Kunreuth / Leutenbach sind von Privatleuten erfreulicherweise bereits mehrere Flächen für das Projekt Blühflecke angemeldet.

Haben auch Sie Interesse?

Bund Naturschutz in Bayern, Kreisgruppe Forchheim, Vogelstraße 24, 91301 Forchheim, Tel:09191/65960, Mail: Kreisgruppe@bn-forchheim.de

Text: Georg Schütz, Harald Freund

Hecken prägen unsere Landschaft

Nachpflanzungen war notwendig

Hecken sind ein prägendes Bild unserer Landschaft und machen sie lebenswert. Mit der Flurbereinigung verschwanden viele von ihnen aus der Flur um Kunreuth. Die Ortsgruppe Kunreuth-Leutenbach versucht diesen Verlust durch Anpflanzen neuer Hecken abzumildern. Bereits 2012 stellte Landrat Hermann Ulm dafür Streifen auf Grundstücken in seinem Besitz für Neupflanzungen zur Verfügung. Wegen des sehr trockenen Winters 2013 wuchsen viele Pflanzen nicht an, weshalb nun Nachpflanzungen notwendig wurden.

Die Pflanzen, hauptsächlich Schlehe, Weißdorn, Holunder, Hartriegel und Heckenrose, konnte man aus noch vorhandenen Hecken in der Gegend gewinnen. Die Akteure hoffen nun auf genügend Regen und Schnee im anstehenden Winter 2017. Den Erfolg der Aktion wird man im Frühjahr erkennen.

 

 

Hecken nützen Mensch und Tier

 

Hecken schützen den Boden der angrenzenden Felder vor Wasser- und Winderosion. Messungen in Bayern ergaben eine signifikante Steigerung der landwirtschaftlichen Erträge im Bereich von Hecken. (LfL-Informationen Juli 2015)

Für viele heimische Tier- und Pflanzenarten stellen sie Lebensräume, aber auch biologische Wanderwege dar. Honig- und Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und viele weitere Insekten finden hier ebenso wie Vögel und Kleintiere (Igel, Wiesel, Spitzmaus, Steinmarder, Fuchs und Hase) Nahrung, Schutz und Nistplätze.

 

 

Nachpflanzaktion der OG Kunreuth-Leutenbach im Dezember 2016, Foto: Georg Schütz

Vogelstimmenwanderung am 03.06.2016

Teilnehmer der Vogelstimmenwanderung, Foto: Georg Schütz

 

Auf Einladung der Ortsgruppe hatte sich eine Schar ornithologisch Interessierter in den Abendstunden am Dorfweiher in Leutenbach eingefunden.

Unter der sachkundigen Führung von Norbert Braun ging es zuerst durch Obstgärten, dann durch den wunderschönen Buchen- und Mischwald am östlichen Hang des NG Ehrenbürg und schließlich dem Ehrenbach folgend wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Revier- und Balzgesänge von 33 unterschiedlichen, ortstypischen Vogelarten wurden identifiziert. Die meisten Arten konnten durch das Fernglas auf Ästen oder im Gras sitzend sowie im Flug beobachtet werden. Zu jeder Art fügte der Vogelkenner Norbert Braun interessante Details über arttypisches Verhalten, Gesang, Ausbreitung, Gefährdung, usw. an. So konnte jeder der Teilnehmer sein Wissen über Vögel nicht nur auffrischen, sondern auch Neues mitnehmen.

Georg Schütz

 

 

Heckenpflanzung in unserer Flur

Bgm. Hermann Ulm, Harald Freund, Georg Schutz

In den letzten Jahren hat sich unsere ehemals vielfältige Kulturlandschaft sehr verändert.  Ein Großteil der Lebensräume für die Tier- und Pflanzenwelt musste der  Intensivierung der Landwirtschaft weichen. Wenn wir durch unsere Flur gehen, können wir feststellen, dass überwiegend Energiepflanzen wie Raps und Mais angebaut werden. Viele schöne Obstgärten, Wiesen, Hecken und Brachen sind verschwunden. Im Winter findet unser Niederwild kaum mehr Nahrung, da die Flur so gut wie ausgeräumt ist. Der Niederwildbesatz in unserem Revier ist dramatisch zurück gegangen. Feldhase, Fasan und Rebhuhn werden von uns seit Jahren nicht mehr bejagt, trotzdem hat sich die Situation nicht verbessert. Unser Wild braucht Lebensräume mit ausreichender Deckung wie Hecken, Altgras und Blühflächen zum Überleben. Dies gilt nicht nur für unser Wild sondern auch für Insekten und die Vogelwelt, sagt Jagdpächter Harald Freund.

Die Intensivierung der Landwirtschaft mit vorwiegendem Anbau von Energiepflanzen wird sich in absehbarer Zeit sicher nicht ändern. Mit ein paar wenigen Maßnahmen könnte die Situation zusammen mit den Grundstückseigentümern verbessert werden.

Zwischen den Feldern könnte ein Randstreifen belassen werden (Rar), auf dem Gräser und Kräuter wachsen können. An Wegen, Bächen und Waldrand wäre ein Blühstreifen wertvoll, der nicht gedüngt und nur einmal im Jahr gemäht wird. Dem Feldhasen können wir mit Baum- und Strauchabschnitt (Proßholz), den wir bis zum Frühjahr liegen lassen, durch die Notzeit helfen. Auch sollte man auch einmal eine Hecke oder Baum stehen lassen können um damit der Bodenerosion vorzubeugen.

Zusammen mit Bürgermeister Hermann Ulm (Gemeinde Kunreuth) wurde das Problem diskutiert und mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der aktuellen Situation beratschlagt. Die Gemeinde Kunreuth wir in Zukunft die Gräben entlang der Gemeindestraßen und Feldwegen nur noch einmal im Jahr mulchen und dort wo es möglich ist, den Bewuchs abwechselnd auf einer Seite der Gräben stehen lassen. Auch stellte Bgm. Ulm einen Teil seines privaten Grundstücks zur Verfügung auf dem wir eine bereits vorhandene Hecke um weitere ca. 70 m mit einheimischen Setzlingen bepflanzten. Darüber hinaus bot er uns Flächen an, die wir mit Hecken und Büschen bepflanzen können.

Georg Schütz, Harald Freund 

Wo treffen wir uns

Wir treffen uns zu den unten aufgeführten Terminen in unserem Vereinslokal Gasthaus Zur Sonne, Oberehrenbach 36, 91359 Leutenbach. Schauen Sie doch einfach vorbei, wenn Sie interesse haben oder wenden Sie sich an unseren Vorstand.

Wir freuen uns übrigens immer über neue aktive, aber auch passive Mitglieder, Förderer und Spender.

Termine

  • Fr. 10.02.17 - 20.00 Uhr    Jahreshauptversammlung in Oberehrenbach, Gasth. Salb
  • März und April Krötenaktion bei Kirchehrenbach, Termine werden kurzfistig abgesprochen
  • Fr. 10.03.17 - 20.00 Uhr    Mitgliedertreffen in Oberehrenbach, Gasth. Salb
  • Fr. 24.03.17 - 19.00 Uhr    JHV der Kreisgruppe in Ebermannstadt, Gasth. Rösengörg
  • Fr. 05.05.17 - 20.00 Uhr    Mitgliedertreffen in Oberehrenbach, Gasth. Salb
  • Fr. 12.05.17 - 19.00 Uhr    Vogelstimmenwanderung, Mittelehrenbach, Markthalle
  • Fr. 23.06.17 - 20.00 Uhr    Mitgliedertreffen in Oberehrenbach, Gasth. Salb
  • So. 23.07.17 - 10.00 Uhr   Kräuterwanderung, Mittelehrenbach, Markthalle
  • Sept / Oktober Biotoppflege im Steingraben, Termine werden kurzfristig abgesprochen
  • Fr. 20.10.17 - 20.00 Uhr    Mitgliedertreffen in Oberehrenbach, Gasth. Salb
  • Fr. 08.12.17 - 19.00 Uhr    Mitgliedertreffen mit gemeinsamen Essen in Oberehrenbach, Gasth. Salb

Vorstand

1. Vorsitzender:2. Vorsitzender:
Georg SchützNorbert Braun
Hintere Pfaffenleite 3Mittelehrenbach 37
91358 Kunreuth 91359 Leutenbach
Tel. 09199/697940Tel. 09199-6965273
Kassierer: Schriftführer:
Harald FreundBarbara Graßhäuser-Schütz
Ermreus 32Hintere Pfaffenleite 3
91358 Kunreuth91358 Kunreuth
Tel. 09199/697912Tel. 09199-697940
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