BN-Ortsgruppe Neunkirchen am Brand und Umgebung

Willkommen bei der BN-Ortsgruppe Neunkirchen am Brand und Umgebung auf der Unterhomepage der Kreisgruppe Forchheim

Aktuelles Ortsumfahrung Neunkirchen am Brand

Am 16.01.2017 wurde das Planfeststellungsverfahren eröffnet - Einwendungen gegen die in den Planungsunteralgen vorgestellte Monster-Lösung sind bis 03.03.2017 möglich - siehe unten-

Sonntagsspaziergang 12.02.2017 entlang der Trasse

Kinder sehen Ihre Zukunft.

Weitere Fotos

Am 16.01.2017 wurde das Planfeststellungsverfahren eröffnet - Einwendungen gegen die in den Planungsunteralgen vorgestellte Monster-Lösung sind bis 03.03.2017 möglich - siehe unten-

Der BUND Naturschutz, die Bürgerinitiative "MUNk e.V." und Landwirte, wie in der "Initiative der Grundstücksbetroffenen gegen die Westumgehung" luden alle Interessierten herzlich zu einem Sonntagsspaziergang entlang der Trasse des geplanten MAMUT-PROJEKTs WESTUMFAHRUNG NEUNKIRCHEN am Brand ein.

  • Die Begehung fand statt am Sonntag, 12. Februar 2017
  • Gastredner waren
    Hermann Greif,
    Bezirkspräsident des Bezirksverbandes Oberfranken, Bauernverband
    Markus Ganserer,
    Landtagsabgeordneter im Bayerischen Landtag für Bündnis 90/Die Grünen
  • Treffpunkt war bei der Trasse am Fußweg in die Pfaffenau abgehend von der Straße nach Ebersbach - Skizze.

Zur Homepage Bürgerinitiative MUNk. e,V.
   Thema Westumfahrung Nk und Verfassen von Einwendungen, s. HIER

 Bei Kaffee und Kuchen konnten sich dort mehrere Hundert Leute über die Planung der Umfahrung und die Dimensionen der Eingriffe informieren - für Musikumrahmung sorgte die Blaskapelle Ebersbach.

Die Presse berichtete

INFOS zur aktuellen Planung

BN-Position Westumfahrung Neunkirchen am Brand

Lassen Sie sich nicht täuschen

Befürworter der Umfahrung stellen ein stets wachsendes Verkehrsaufkommen als Begründung in den Vordergrund. Dabei schrecken sie, wie die Initiative Pro-WU, auch nicht davor zurück zurückliegende Spitzenwerte - hier für das Jahr 2005 bei der Zählstelle 63329602 nördlich Neunkirchens auf der St2243 nach Honigs - in einer Pressemitteilung einfach mal wegzulassen.

Lassen Sie sich nicht täuschen

Die offizielle Verkehrsentwicklung ab 1970 bis 2010 gemäß staatlichen Erhebungen bei der Zählstelle 63329602 nördlich Neunkirchens auf der St2243 nach Honigs zeigt, dass der Verkehr eben nicht mehr wie zuvor stetig anwächst, sondern stagnierend bis fallend ist. Auch die gegenüber 2010 leicht steigenden Werte der Verkehrsuntersuchung 2013 zur Begründung des Straßenbaus ändern an dieser Tendenz nichts. Grafisch sieht das für die Zählstelle 63329602 der St 2243 nördlich außerhalb der Ortschaft Neunkirchen am Brand so aus:

Die Verkehrsdaten im Einzelnen

Tabellarische Darstellung Verkehrsentwicklung 1970 - 2010 / 13

Die offizielle Verkehrsentwicklung ab 1970 bis 2010 gemäß staatlichen Erhebungen bei der Zählstelle 63329602 sind aus nachstehender Tabelle für die einzelnen Verkehrsarten ersichtlich. 
Dabei ist zu beachten, dass der immer hervorgehobene Wert SV [Schwerverkehr ist alle LKW größer 3,5 t und die Busse] kein Anhaltspunkt für die eigentliche Anzahl an Lastzügen (LZ = große LKW mit Hänger oder Sattelzüge) ist. Diese werden als störend herangeführt - davon gab es 2005 aber nur 119 im Tagesdurchschnitt und 2010 nur 75. Diese wiederum fuhren aber nicht alle durch die Friedhofstraße.

Dass nach Sperrung der Friedhofstraße für LKW größer 7.5 t mit Bayerischem VGH-Beschluss vom 21. Oktober 2010 im gleichen Maße oder mehr der Verkehr mit Lastzügen (LZ) über die LKW-Ausweichroute Igensdorf-Weingarts angestiegen sei, kann aus den Staatlichen Zählungen auf dieser Strecke nicht abgeleitet werden (66 LZ 2005 , 45 LZ 2010). Dies belegt, dass die Behauptung, dass sich durch diese kurvenreiche Strecke alle durch die Friedhofsstraßen-Sperre vertriebenen LZ und noch mehr zusätzlich hindurchquetschen müssten,  schier als Märchen anzusehen ist.

Hier Download Betrachtung Verkehrszahlen aus 5-Jahres-Zählungen Zählstelle 63329602 nördlich Neunkirchen am Brand, die zeigt, dass das Aufkommen sein 2005 nicht weiter angesiegen ist.

Lassen Sie sich nicht täuschen - Bedrohung LKW-Ausweichverkehr ist real

Dass der die A9 mit A73 bzw. A3 verbindende Landstraßenzug von Schnaittach noch Forchheim oder Höchststadt sich für LKW als Ausweichstrecke herausstellen und daher in Perspektive deutlich höher frequentiert werden könnte, wird vom Staatlichen Bauamt Bamberg eher abgetan. Dies aber ist eine reale Bedrohung, führte doch das Bauamt bei einer öffentlichen Bürgerinformation zum Umfahrung am 08.02.2017 aus, dass die Umfahrung Neunkirchen nur als ein Baustein künftiger "Verbesserungen" am Gesamtstraßenzug zu sehen sei - was bedeutet, dass nach dem Entfernen der LKW-Engstelle Neunkirchen zukünftig noch mit weiteren Durchlässigkeitsverbesserungen für LKW zu rechnen ist, also mit steigender Attraktivität zum LKW-Ausweich über Neunkirchen.

Lassen Sie sich nicht an der Nase herumführen - werden Sie aktiv - machen Sie von Ihrem Einspruchsrecht gegen diese Planung Gebrauch!

Mit der UmweltVerträglichkeitsStudie (UVS) die der Straßenbauer in Auftrag gegeben und der Markt Neunkirchen mit hohen Eigenmitteln bezahlt hat, wird versucht den Weg für die Straße frei zu schießen. Darin gibt es etliche Angriffspunkte für Einwendungen.

Was sind Einwendungen - Wie, warum, wann und wer? Hierzu Download zu einer kleinen Erläuterung.

Vorschläge für Einwendungen im Bereich der UVS zu den so genannten "Schutzgütern", das sind Mensch, Tiere, Boden und Pflanzen, Wasser, Eigentum, Kultur, übergeordnetes öffentliches Interesse, und zum Bereich "Kosten" können hier heruntergeladen werden:

              pdf-Version              doc-Version

Vorschläge für Einwendungen zu den Themen

  • Mangelnde verkehrliche Notwendigkeit
  • Keine wirkliche Lösung der Verkehrsproblematik
  • Freier und fußläufiger Zugang zu Naherholungsgebieten unterbunden
  • Geringe Würdigung und unzureichende Abwägung nicht wiederherstellbaren Bodens und Naturgüter

können hier heruntergeladen werden:

              pdf-Version              doc-Version

 

 

Lassen Sie sich nicht an der Nase herumführen, ein Großteil der Neunkirchner Bevölkerung stehe hinter der Westumfahrung

Die Befürworter der Westumfahrung Neunkirchens verbreiten die Behauptung, dass sich mit dem Bürgerentscheid 2013 ein Großteil der Neunkirchner Bügerinnen und Bürger zum Bau der Westumfahrung ausgesprochen habe. Das ist definitiv falsch und wird nur als vorgeschobene Halbwahrheit benutzt, um zu verscheiern, dass es eigentlich nur wenige Straßenanwohner sind, die die Forderung nach einer Umfahrung stützen. Überdies hatte der Bürgerentscheid lediglich die Freigabe von Geldern des Marktes zum beschleunigten Erstellen der jetzt vorgelegten Panungsunterlagen - nicht den Bau der Straße - zum Thema (Ergebnis, dass viele Neunkirchner gar nicht teilgenommen hatten, siehe unten). Auch bei der Bürgerinformation am 08.02.2017 war das Verhältnis der Anwesenden eher 60 zu 40 Gegner zu Befürworter der Straße.

Der Freistaat ist zweifelsohne in der Klemme, da die freizügige Benutzung seine Staatstraße auch mit hohen Fahrzeugen durch die Neunkirchner Tore eingeschränkt ist. Diesen Fakt nutzen die Befürworter aus, um den Freistaat vor sich herzutreiben und von diesem immer gagantischere Ausplanungen zu fordern. Gleichzeitig sperren sie diesem aber die Alternative über den Straßenzug, der an den Toren und dem Innerortskern vorüber führt. Einer Lösung, die bei fachliche gezielter Ausführung zur Belasungsverminderung der Anwohner ein mit diesen zu erreicnder Kompromiss darstellen würde.

Hierbei wird in Kauf genonnen, dass das Mamut-Projekt zeitlich kaum rasch zu bewegen sein wird, gleichzeitig aber stets in Jahrsabständen betont wird, dass man unbedingt für die Sicherheit der Kinder tätig werden müsse. Genau das könnte umgehen geschehen, würde das Gehirn eingeschaltet und nicht unnötig auf einen Rechtsentscheid, ob die Straße gebaut werden kann, gewarten. Was hat so etwas mit politischer Verantwortung zu tun?

Negativpunkt 2013

Negativpunkt 2013: Bürgerentscheid zum Geldausgeben gegen Naturbelange. Aber längst nicht alle Neunkirchnerinnen und Neunkirchner befürworteten die finanizielle Beteiligung an der vorgezogenen Erstellung von Planfeststellungsunterlagen!

Archiv Monats-Fotos

Mitmachen - Erfolge

Helfen Sie mit beim Schutz noch verbliebener extensiv bewirtschafteter Wiesen. Gerade hier in der Vielfalt der Flora leben seltene hochgeschützte Arten, Beispiele:

Blumenwiese im Norden von Neunkirchen

Kröten-Trageaktion April-Mai 2013, eine Erfolgsgeschichte

Ziele der Ortsgruppe

Wir setzen uns für den Schutz und Erhalt unserer Kulturlandschaft, Naturdenkmäler und anderer Schutzgebiete sowie der in ihrem Bestand gefährdeten Pflanzen, Tiere und Biotope ein. Unsere praktische Naturschutzarbeit leisten wir auf lokaler und regionaler Ebene. Hierzu gehören z.B. die Biotoppflege aber auch Eingaben zu Maßnahmen, die die Zerschneidung und Isolation von Lebensräumen befürchten lassen und/oder schädliche Einflüsse auf die Luftreinhaltung, den Lärm- oder Gewässerschutz haben.

Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen einige Informationen zu unserer Ortsgruppe und den aktuellen Themen geben. Für weitergehende Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Bitte benutzen Sie dazu unser Kontaktformular auf der Kontakte-Seite oder rufen Sie uns an. 

Links zu besonderen Themen

Wir freuen uns übrigens immer über neue aktive, aber auch passive Mitglieder, Förderer und Spender!

Wussten Sie schon ...?

Dieses Biosystem der vielfältigen Lebensformen darf […] nicht als ein stabiler Granitkegel vorgestellt werden, der sich in einer dreieinhalb Milliarden Jahren währenden Evolution langsam aufgetürmt hat und auf dessen Spitze der Mensch als Krönung der Schöpfung thront. Wegen der inhärenten Instabilität des Lebendigen gleicht dieser Kegel mehr einem Kartenhaus, in dem sich die instabilen Karten wechselseitig stützen […] weil gewissermaßen an jeder Karte ein gegenwirkendes Kräftepaar dauernd die karten so hin- und herschiebt, das die Gesamtbalance in jeder Bauphase des Gebäudes gesichert wird.

Die Ausbalancierungsfähigkeit der Kräfte hat jedoch ihre Grenzen. So können wir als Menschen nicht beliebig auf der Spitze herumtanzen, ohne Gefahr zu laufen, dass die ganze Struktur plötzlich zusammenklappt. Insbesondere dann, wenn oben zu viele zu ausgelassen herumtoben und sich noch zusätzlich daran machen, Karten unten am Gebäude herauszuziehen mit der Vorstellung: Warum brauche ich dieses oder jenes Tierchen, warum diese Pflanze? Und dies nur, weil immer schneller und höher weitergebaut werden soll. In unserer Vermessenheit und Beschleunigungswut erliegen wir immer mehr der Versuchung, unserem Bio-Kartenhaus gedankenlos Karten zu entnehmen, ohne zu sehen, dass wir als Menschen oben auf der Spitze thronend auf komplexe Weise existenziell abhängig sind von allem, was unter und neben uns ist.

Hans-Peter Dürr, Warum es ums Ganze geht, S. 104-5

Letzte Änderung: 19.03.2017, 15:55