Regionalität stärken - Übersicht

Demo Berlin, 21.01.2012:   Bauernhöfe statt Argarindustrie

 

Allgemeine Zielprojektion Regionalisierung des BN

Regionale Wirtschaftskreisläufe stärken (Auszug)

Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft und Ausbau des ökologischen Landbaus, d.h. 20 % . . . (mehr)

Rahmenbetrachtungen

Intention der Stärkung der regionalen Landwirtschaft und Dienstleistung

Im Rahmen der Industrialisierung und Globalisierung ist nicht nur . . .  ( mehr)

"Bewusst saisonal-regional und gentechnikfrei leben"

Lebensqualität statt Billigprodukt und Billiglohn
Wer will schon das billigste Auto?

26.09.2011 Gemeinschaftsveranstaltung von Bund Naturschutz in Bayern e.V., Ortsgruppe Neunkirchen am Brand u.U und Bayerischer Bauernverband Ortsverband Ebersbach

Zu bedenkende Folgen . . .  (mehr)

Agrarbündnis Bayern gegründet (13.04.2011)

Die Debatte um die Reform der EU Agrarpolitik ist in vollem Gang. EU Parlament und Kommission sind . . . ( mehr)

Fördergerechtigkeit (Auszug PM 054-10/LFGS, 07.06.2010)

Die bäuerliche Landwirtschaft in Bayern muss . . . ( mehr)

Vorschläge des Bund Naturschutz in Bayern (BN) für die bayerische Zukunftskommission Landwirtschaft (Auszug)

Nürnberg, im Oktober 2009 Prof. Dr. Hubert Weiger, Landesvorsitzender

„Gegenwartsprobleme der bayerischen Bauern lösen, sonst gibt es bald keine Zukunft mehr . . . ( mehr)

Lebensmittel: Näher ist besser für Bauern, Verbraucher und Umwelt (18.05.2009)

Bayerische Staatsregierung und Lebensmittelhandel müssen regionale Lebensmittelerzeugung stärken

Drei Viertel der Lebensmittel eines deutschen Verbrauchers können theoretisch aus der jeweiligen Region . . . ( mehr)

 

Allgemeine Zielprojektion Regionalisierung des BN

Regionale Wirtschaftskreisläufe stärken (Auszug)

  • Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft und Ausbau des ökologischen Landbaus, d.h. 20 % Ökolandbau in Bayern bis zum Jahr 2010
  • Erhalt und Wiederaufbau regionaler Schlachthöfe, Molkereien, Brauereien und Lebensmittelhersteller
  • Direktvermarktung und regionalen Handel mit hochwertigen, ökologisch produzierten Lebensmitteln: Bauernmärkte, Ökomärkte, Abokisten und Liefersysteme, Biobäckereien und -metzgereien
  • Hotels, Gaststätten und Kantinen mit regionalen und ökologisch erzeugten Produkten
  • Wärme und Strom aus der Region durch Holzhackschnitzelheizungen, Solarenergie, Windkraft und intelligente Energiespartechnik
  • Holz aus heimischen Wäldern für Hausbau, Bürogebäude, öffentliche Einrichtungen und Papierproduktion
  • Mobilität auch ohne Auto im ländlichen Raum, attraktive Bus- und Bahnverbindungen, Nachtbusse, Anrufsammeltaxis, Familien- und kinderfreundliche Tarife
  • Sicherung der kommunalen Trinkwasserversorgung statt Fernwasserversorgung
  • Neue Arbeitsplätze im Bereich Reparatur und Wiederverwertung.

Von der Politik fordert der BN:

  • eine ökologische Steuerreform mit Senkung der Lohnnebenkosten bei einer sozialverträglichen Verteuerung des Energieverbrauchs
  • ein Förderprogramm zum Regionalmarketing für Lebensmittel und Waren in allen bayerischen Regionen
  • Verbot oder Besteuerung, z.B. von Einwegdosen, Gifteinsatz in Hausgärten und Landwirtschaft
  • Abbau der Subventionen für umweltschädliche Produktion
  • Förderung des Handels in Dörfern und Innenstädten
  • keine Genehmigung für neue Supermärkte und Einkaufszentren "auf der grünen Wiese".

. . . (mehr Komplettartikel)

 

Der Bund Naturschutz engagiert sich auch im Bundesverband der Regionalbewegung, Landesgruppe Bayern.

 

Rahmenbetrachtungen

Intention der Stärkung der regionalen Landwirtschaft und Dienstleistung

Im Rahmen der Industrialisierung und Globalisierung ist nicht nur die Wertschätzung für die regionale Landwirtschaft verloren gegangen, sondern häufig ist auch das Gefühl nicht mehr vorhanden, wie Jahresernten zu werten sind, und Lebensmittel können oftmals nicht mehr eigenständig zubereitet werden.

 

Gleichzeitig wurde der Landwirtschaft das nicht zu erreichende Ziel vorgegeben, zu sog. "Weltmarktpreisen" produzieren zu müssen. Dabei hat die zum Lenken verantwortliche Politik weggesehen, wenn in Bauernhöfen, die vormals ein gutes Auskommen erwirtschafteten und sogar Knechte und Mägde tragen konnten, zuletzt der Bauer sein eigener Knecht – und das noch in nächtlicher Nebenarbeit – wurde.
Schien der Ausweg die weiter gesteigerte Mechanisierung mit leistungsfähigeren Maschinen bei weniger Personal zu sein, wurde so zunächst bei größer werdenden Nutzflächen und gleichzeitiger Intensivierung mit chemischen Düngemitteln die langjährige Fruchtfolge ausgehebelt, die Böden und damit die Bodenlebewesen gestresst sowie Ackerraine mehr und mehr ausgeräumt - also der in die Kulturlandschaft eingebettete Naturraum weiter und weiter vermindert.

 


Als Gipfel dieser Entwicklung folgte dann noch das Postulat, nach dem der Landwirt zum Energieerzeuger umfunktioniert werden soll. Dabei wird es als normal angesehen, dass sog. Energiepflanzen die Monokultur und das Ausräumen verbliebener Naturnischen bei ungebremstem Flächenhunger für noch mehr Infrastruktur und Siedlungen weiter steigern - die Fläche aber ist endlich. Die Folge ist ein beschleunigtes Artensterbens. Aus diesen Zusammenhängen wendet sich der BN auch im Landkreis Forchheim entschieden gegen dieses Laissez-faire seitens der politischen Führung und auch gegen Bestrebungen, etwa Kompensationen mittels baurechtlichen Ersatz- oder Ausgleichsflächen wiederum einer andersartigen Nutzung unterziehen zu wollen, anstatt hier landschaftspflegerisch zum Erhalt der verbliebenen Natur tätig zu werden.

Wesentliche Punkte hierzu sind in den  BN-Positionspapieren enthalten, nach denen der Wert der Lebensmittel mit einer höherwertigen Qualität aus der Region wieder entdeckt werden muss. Hier schließt sich der Kreis der Interessen des Verbrauchers mit denen des Erzeugers, der Landwirtschaft, um dieser wieder ihren wichtigen und tragenden Stellenwert bei der Erzeugung gesunder Lebensmittel einzuräumen, den sie von jeher hatte.

 

Überblick Veranstaltung "Bewusst saisonal-regional und gentechnikfrei leben" 26.09.2011 Neunkirchen

"Bewusst saisonal-regional und gentechnikfrei leben"

Lebensqualität statt Billigprodukt und Billiglohn
Wer will schon das billigste Auto?

Gemeinschaftsveranstaltung von Bund Naturschutz in Bayern e.V., Ortsgruppe Neunkirchen am Brand u.U und Bayerischer Bauernverband Ortsverband Ebersbach

Zu bedenkende Folgen der Globalisierung

  • besonders auf unserem immer enger werdenden Raum vor Ort
  • aber auch bezüglich der Vernichtung von Existenzgrundlagen nicht nur bei uns, sondern ebenso in Schwellenländern, wie z.B.
     - in der Sahelzone, z.B. im Senegal,
     - in Almeria, 40 Hektar Treibhausfläche für Europa,
       Grundwasser unter Meersspiegel
     - Boat-People, z.B. Spanien oder
       auf Lampedusa alleine 50.000 nur 1. Halbjahr 2011 -  2.000 Tote

       -> der besondere Film: Food Inc. – was essen wir wirklich?

Michaela Riegel-Engelhardt  

-> Direktvermarkter, Einkauf auf dem Bauernhof

  • Gesunde Lebensmittel vom Direktvermarkter
  • Vorstellen des "Einkaufs auf dem Bauernhof"
  • regional und saisonal Einkaufen
  • wertvolle Lebensmittel beim Direktvermarkter
  • Essen braucht seine Zeit, hier: auch zum Wachsen
  • Regionalvermarktung und Tourismus
  • "Genussregion Oberfranken"

Rainer Lichter

-> Gentechnikfreiheit

  • Gentechnik - Probleme für Konsumenten
  • der "kleine Unterschied"
           - Züchtung vs. künstliche Erbgut-Veränderung

           - Ergebnisse von Fütterungsversuchen mit Gen-Mais und
             Gen-Soja
  • Roundup und ähnliche Glyphosat-Produkte
  • Patentierung von Leben - Ziele und Risiken
  • Wettbewerbs-Argument  "Ohne Gentechnik"

Marion Ruppaner

-> Agrarpolitik aus der Sicht des BN, Essen und Klimaschutz

  • Situation der Landwirte:
    Wachsen oder weichen, Höfesterben, Verschuldung, Hofnachfolge schwierig, 
    Globalisierungsfalle, immer mehr zu immer niedrigeren Preisen, Veränderung der Kulturlandschaft
  • Gesellschaftwacherüttel:
    Milchstreik, Skandale Massentierhaltung, Thema Hunger und Land-Grabbing, Macht der Agrarkonzerne
  • Agrarpolitik bietet Möglichkeit für Veränderungen:
      Haushaltsmittel sichern, Förder-Obergrenzen fixieren,
      Arbeitsaufwand berücksichtigen;
      Greening wirklich durchführen,
      Agrarbündnis Bayernleben,
      Gentechnikbündnis konsequent umsetzen
  • Verbraucher können handeln:
    Essen und Klimaschutz: bäuerlich, regional, saisonal bio, 
    fair, ohne Gentechnik einkaufen, Konsum tierische Lebensmittel überdenken

siehe auch:

BN Aktion: wir wollen wissen, was wir essen

Bundesweite Aktion: meine Landwirtschaft.de

 Ergebnisse aus der Podiumsdiskussion / Resümee

Wege zu mehr Lebensqualität bei gleichzeitiger Wertschöpfung vor Ort.

siehe Bericht zur Veranstaltung

BN-Homepage

oder

Presse

 

Vertiefende Informationen >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Der Wert der Nahrung muss wieder neu erarbeitet werden

Agrarbündnis Bayern gegründet (13.04.2011)

Die Debatte um die Reform der EU Agrarpolitik ist in vollem Gang. EU Parlament und Kommission sind dabei, Ihre Forderungen und Vorschläge zu konkretisieren. Für die bayerische Landwirtschaft und Kulturlandschaft sind es wichtige Entscheidungen, denn die bayerische Agrarstruktur mit 113.000 Betrieben ist noch weitgehend kleinstrukturiert. Von den neuen Kriterien zur „Begrünung“ der Agrarpolitik, die EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos vorgeschlagen hat, könnten Bayerns Bäuerinnen und Bauern, Natur und Kulturlandschaft und damit auch Bayerns Verbraucherinnen und Verbraucher profitieren.

Deshalb . . . (mehr Agrarwende in Bayern)

 

 

Fördergerechtigkeit (Auszug PM 054-10/LFGS, 07.06.2010)

  • Die bäuerliche Landwirtschaft in Bayern muss erhalten werden.
  • Agrarpolitische Maßnahmen müssen auf bäuerliche Landwirtschaft ausgerichtet werden, nicht auf die weitere Industrialisierung von „Tier und Pflanzenproduktion.“ Dazu muss auch die Förderpolitik der europäischen Union angepasst werden.
  • In der Marktpolitik fordern die Verbände eine Abkehr von der Ausrichtung der EU  Landwirtschaft auf die Weltmärkte, die Abschaffung von Exportsubventionen und Intervention als Instrument des Überschussmanagements.
  • Auch Spekulation mit Lebensmitteln an Warenterminbörsen müssen abgeschafft werden.
    Landwirte sollen zukünftig für die  Erfüllung klar definierter gesellschaftlicher
    Leistungen bezahlt werden.
  • Die Grundförderung muss Obergrenzen haben, die sich am Arbeitskräftebedarf eines Betriebes orientiert.

(. . . mehr Komplette BN-Pressemitteliung 058-09/LFGS))

 


Vorschläge des Bund Naturschutz in Bayern (BN) für die bayerische Zukunftskommission Landwirtschaft (Auszug)

Nürnberg, im Oktober 2009 Prof. Dr. Hubert Weiger, Landesvorsitzender

„Gegenwartsprobleme der bayerischen Bauern lösen, sonst gibt es bald keine Zukunft mehr für eine standortangepasste nachhaltig wirtschaftende und bäuerliche Landwirtschaft in Bayern !“

Bisher verfügt Bayern noch über eine relativ kleinteilige und vielseitige landwirtschaftliche Betriebsstruktur mit 130.000 Betrieben. Doch die  Hofnachfolge in den nächsten 10 Jahren ist für viele Betriebe nicht mehr gesichert, auch wegen des bisherigen staatlichen Leitbildes „Wachsen oder Weichen“.
Gelingt es nicht, die ruinöse Preisdumpingpolitik der Lebensmittelkonzerne und des  Agrobusiness zu stoppen, sowie die sozial und ökologisch ungerechte Förderpolitik zu verändern, werden viele Bauern in Bayern und Deutschland in den nächsten Monaten und Jahren Grund und Boden, Gebäude und Maschinen beleihen müssen oder Ihre Produktionsgrundlagen zu Nied-rigstpreisen an Großinvestoren verkaufen, und damit neben ihrer Würde ihre Existenzgrundlagen und Alterssicherung, auch für die jetzigen Altenteiler, verlieren. 
Damit wird der ländliche Raum einen großen Teil der Menschen und mittelständischen Unter-nehmen verlieren, die bisher Träger der vielbeschworenen bayrischen Kultur  und Gestalter der Landschaften waren, die der Tourismus vermarktet. Hohe volkswirtschaftliche Kosten und ökologische Fehlentwicklungen wären neben dem Verlust der Kulturlandschaft und Identität ländlicher Räume die Folge. 
 
Der Bund Naturschutz erwartet von der Zukunftskommission Landwirtschaft eine klare und selbstkritische Analyse der bisherigen Fehlentwicklung und die Entwicklung eines  „neuen bayerischen Weges“ in der Agrarpolitik, der gemeinsam mit Bündnispartnern aus vielen europäischen Regionen zum Leitbild der europäischen Agrarpolitik werden könnte.
(. . . mehr pdf-Download Komplettartikel)

( . . .  pdf-Download Zusammenfassung der 8 Zielpunkte)

„Der Klimaschutz. . . (mehr, Komplette BN-Pressemitteliung 058-09/LFGS)

 


Lebensmittel: Näher ist besser für Bauern, Verbraucher und Umwelt (18.05.2009)

Bayerische Staatsregierung und Lebensmittelhandel müssen regionale Lebensmittelerzeugung stärken

Drei Viertel der Lebensmittel eines deutschen Verbrauchers können theoretisch aus der jeweiligen Region im Umkreis von 100 km stammen. Noch vor fünfzig Jahren war das die Regel. Heute liegt der Anteil im Schnitt deutlich unter 5 Prozent. Die aus den weiten Lebensmitteltransporten resultierenden Belastungen für die Umwelt und die Schadenskosten trägt die Gesellschaft. Neben Treibhausgasen verursachen weite Transportwege Lärm und einen hohen Flächenverbrauch für Verkehrswege und schädigen über Abgase und Feinstaub die Gesundheit.
„Der Klimaschutz. . . (mehr, Komplette BN-Pressemitteliung 058-09/LFGS)

 


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