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Lebensraum Eichen / Streuobstwiesen schützen - Ortsumfahrung Dormitz

Bedrohung der Artenlebensräume um Dormitz geht weiter

August 2011 - Aktion BN und BfD Flächenfraß? Nein danke!

Die Erdkugel ist kein aufblasbarer Ballon!

Bürgerforum Dormitz und Bund Naturschutz protestierten gegen die geplante Ortsumfahrung von Dormitz

Bei einer Aktion gegen den geplanten Neubau der Staatsstraße 2240 als Ortsumfahrung von Dormitz machten VertreterInnen der Wählervereinigung "Bürgerforum Dormitz" (BfD) und des Bundes Naturschutz (BN) am 16. August 2011 mit einer spektakulären Aktion auf den anhaltenden Flächenverbrauch und die Landschaftsverschandelung in Bayern aufmerksam. Die Akteure bedeckten eine landwirtschaftliche Nutzfläche in drei Minuten mit 300 m2 weißer Folie. Das entspricht dem ruinösen Flächenverbrauch in Bayern für Siedlungs- und Verkehrszwecke von über 100 m2 in einer Minute, Tag und Nacht. Allein in Bayern werden so täglich 16,4 Hektar (22 Fußballfelder) zumeist landwirtschaftlich nutzbarerer Boden überbaut.

Details zur Informationsveranstaltung siehe auch Pressemeldungen der BN-Landesfachgeschäftsstelle

 Mitglieder des BN brachten es auf den Punkt:

"Der Lebensraum an dem uralten Eichenbestand mit seinen seltenen Fledermausarten sowie wertvolle Streuobstbestände mit EU-weit geschützten Vogelarten würde vernichtet", so Bernhard Birnfeld, 1. Vorsitzender der BN Ortsgruppe Neunkirchen u.U. "Unbekümmert plant man überdies noch ein 4,2 Hektar großes Gewerbegebiet, total unverhältnismäßig zur Einwohnerzahl."

"Und dies bei ungenutzten Gewerbegebiets-Brachen von bayernweit 13.000 Hektar", so Tom Konopka, oberfränkischer BN-Regionalreferent. "Wir appellieren an die Bayerische Staatsregierung mit ihrem Staatlichen Bauamt in Bamberg und die Regierung von Oberfranken, der Verschandelung unserer Heimat nicht durch solche Planungen Vorschub zu leisten. Wir bestreiten nicht, dass die Ortsdurchfahrt von Dormitz belastet ist, die Belastung lässt sich aber klüger reduzieren. Dies ist auch schon angesichts des Klimawandels nötig."

 Heinrich Kattenbeck, 1. Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Forchheim: "Es gilt verbliebene Naturlebensräume nicht weiter zu schmälern; wir stehen aber auch hier, um Bayerns Schönheit, unsere fränkische Kulturlandschaft und unsere Naherholungsgebiete zu bewahren."

 

 Karin Weber, Bürgerforum Dormitz, stellt die Frage: "Wer soll also diese vielen Straßen unterhalten?  Schon jetzt wird über Zusatzbeiträge diskutiert und der Bayerische Oberste Rechnungshof ruft immer lauter nach einer Mittelumschichtung hin zum Straßenerhalt. Die Bevölkerung wird älter, die Steuerzahler und Autofahrer werden immer weniger."

Andere Lösungen ohne Umfahrung sind möglich, sie wurden im einzelnen dargestellt, dazu mehr unten . . .