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Vögel entdecken im Naturschutzgebiet „Büg“

Exkursion der Kreisgruppe Forchheim des Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN) am Samstag, den 12.6.2021

Welcher Vogel singt trotz starken Windes und drohender Regenwolken? Die 22 Teilnehmer der Exkursion wissen es nun – es ist die Nachtigall, welche mit ihrem schmetternden Gesang die Unbill des Wetters wegzujubilieren scheint. Kaum ein anderer Vogel ließ im ersten Teil der Veranstaltung seine Stimme hören. Ausnahmen wurden vom Exkursionsleiter, dem Vogelexperten Herbert Lüttich, mit Geschichten und Bemerkungen rund um die Arten bedacht.

An den Baggerseen waren die Vögel und damit auch die mit Ferngläsern bewaffneten Teilnehmern in ihrem Element: Zahlreiche Wasservögel wie Zwerg- und Haubentaucher, Fischreiher, Kanada-, Nil- und Graugans, Stock-, Reiher- und Tafelente und die steilwandbewohnenden Uferschwalben gaben einen Eindruck von dem Artenreichtum, der auch an einem künstlichen Gewässer herrschen kann.

Eine Art suchten die Exkursionsteilnehmer vergeblich. Es war der von Fischern gefürchtete Kormoran. War es Zufall oder die Folge einer letztendlich behördlich (!) tolerierten Bejagung des Fischjägers am Rand des Naturschutzgebiets – die Antwort ist nicht leicht zu finden. Eine Privatperson hatte ohne behördliche Genehmigung einen Jagdansitz und eine Brücke in der Nähe der Aufenthaltsplätze der Kormorane errichtet. Diese wurden zwar teilweise zurückgebaut, blieben aber funktionell intakt und dient nun dazu, Kormoranen das Fürchten zu lehren – und viele andere Vögel auch, die sich bei der Jagd sicher gestört fühlen dürften.

Dieser Fall ist ein deutliches Beispiel dafür, wie schwach und hilflos sich Behörden gegenüber egoistisch agierenden Einzelpersonen oder Gruppen fühlen, die einen möglichen wirtschaftlichen Schaden ins Feld führen. Man fragt sich, ob der Eigennutz soweit gehen darf, bis noch der letzte Nahrungskonkurrent von unserer Erde vertrieben ist.

Unbelastet von solchen eher unschönen Aspekten erlebten die Teilnehmer eine interessante Exkursion voll mit wichtigen Details zur Vogelfauna des Naturschutzgebiets Büg. Für das kommende Jahr sind weitere Führungen im Gebiet geplant.

Dr.  Ulrich Buchholz


5 x Vogelstimmenexkursion 2021 rund um Forchheim

1. Leider abgesagt wegen Corona: Vogelstimmenwanderung an den Örtelbergweihern, Samstag, 20.03.2021, 17:00 Uhr. Treffpunkt Waldparkplatz Örtelbergweiher. Dauer ca. 2 Stunden. Leitung: Herbert Lüttich, BN Forchheim. Bitte keine roten oder gelben Jacken tragen. Es gelten die AHA-Regeln, bitte MNS mitbringen, außerdem ein Fernglas, sofern vorhanden. Bei Dauerregen muss die Veranstaltung entfallen.

2. abgesagt: Vogelstimmenwanderung in der Zweng, Samstag, 17.04.2021, 17:00 Uhr. Treffpunkt öffentlicher Parkplatz hinter dem Krankenhaus Forchheim, bei der Kleingartensiedlung. Dauer ca. 2 Stunden. Dauer ca. 2 Stunden. Leitung: Herbert Lüttich, BN Forchheim. Bitte keine roten oder gelben Jacken tragen. Es gelten die AHA-Regeln, bitte MNS mitbringen, außerdem ein Fernglas, sofern vorhanden. Bei Dauerregen muss die Veranstaltung entfallen.

3. abgesagt: Vogelstimmenwanderung in der Büg für Frühaufsteher, Samstag, 24.04.2021, 7:00 Uhr. Treffpunkt Pendlerparkplatz Nähe Tierheim Forchheim. Dauer ca. 2,5 Stunden. Leitung: Herbert Lüttich, BN Forchheim. Bitte keine roten oder gelben Jacken tragen. Es gelten die AHA-Regeln, bitte MNS mitbringen, außerdem ein Fernglas, sofern vorhanden. Bei Dauerregen muss die Veranstaltung entfallen.

4. abgesagt: Vogelstimmenwanderung in der Büg für Frühaufsteher, Samstag, 08.05.2021, 7:00 Uhr. Treffpunkt Pendlerparkplatz Nähe Tierheim Forchheim. Dauer ca. 2,5 Stunden. Leitung: Herbert Lüttich, BN Forchheim. Bitte keine roten oder gelben Jacken tragen. Es gelten die AHA-Regeln, bitte MNS mitbringen, außerdem ein Fernglas, sofern vorhanden. Bei Dauerregen muss die Veranstaltung entfallen.

5. wird stattfinden: Vogelstimmenwanderung in der Büg, Samstag, 12.06.2021, 17:00 Uhr. Treffpunkt Pendlerparkplatz Nähe Tierheim Forchheim. Dauer ca. 2,5 Stunden. Leitung: Herbert Lüttich, BN Forchheim. Bitte keine roten oder gelben Jacken tragen. Es gelten die AHA-Regeln, bitte MNS mitbringen, außerdem ein Fernglas, sofern vorhanden. Bei Dauerregen muss die Veranstaltung entfallen.

 

Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen im Landkreis Forchheim wurden einige Vogelstimmenexkursionen abgesagt. Der letzte Termin kann stattfinden.

 

"Ramadama" am Amphibienleitsystem an den Örtelbergweihern

Der ursprünglich geplante Termin am 06.03.2021 entfällt

Am 24.02.21 und am 17.02.21 konnte das Amphibienleitsystem an den Örtelbergweiher, coronakonform in Kleingruppen, vom Müll befreit und störende Äste und Laub entfernt werden, damit die Rinnen wieder frei sind. Die Aktion war nicht zu früh angesetzt, aufgrund der milden Witterung wurden die ersten Amphibien nämlich schon gesichtet.

Dank gilt dem Bautrupp des Landkreises, schadhafte Stellen des Leitsystems wurden großteils ausgetauscht.



Ortsgruppenfest am Biotop "Hausener Weiher" am 10.10.2020, im Freien, deshalb trotz Corona möglich

Bei kühlem, aber trockenem Herbstwetter konnten die Landschaftspflegemaßnahmen und das jährliche Ortsgruppenfest durchgeführt werden. Es fanden sich doch wieder einige aktive BN-Mitglieder bereit, am Biotop "Hausener Weiher" notwendige Arbeiten durchzuführen: vor allem mussten die Nistkästen gesäubert werden, diese Aufgabe wurde von Dr. Ulrich Buchholz und Herbert Lüttich fachgerecht durchgeführt. Nicht nur Vögel, auch andere Lebewesen wie Baummarder und Siebenschläfer, oder auch Hornissen, nehmen die Kästen gerne als Unterschlupf wahr. Darüber hinaus wurde einiges an Müll eingesammelt, Gras gemäht und Büsche beschnitten.

Wie immer, gab es anschließend eine Brotzeit!


Leider mussten alle 4 geplanten Vogelstimmenwanderungen in diesem Frühjahr coronabedingt entfallen!

Samstag, 28.03.2020, 17:00-20:00 Uhr, Vogelstimmenwanderung in der Büg. Treffpunkt Pendlerparkplatz beim Tierheim.

Samstag, 25.04.2020, 17:00-19:30 Uhr, Vogelstimmenwanderung in die Zweng. Treffpunkt Schrebergartenparkplatz hinter dem Klinikum Forchheim.

Samstag, 16.05.2020, 7:30-9:30 Uhr, Vogelstimmenwanderung an den Örtelbergweihern. Treffpunkt Waldparkplatz Örtelbergweiher.

Samstag, 23.05.2020, 7:30-10:30 Uhr, Vogelstimmenwanderung in die Büg. Treffpunkt Pendlerparkplatz beim Tierheim in Forchheim.

Alle Exkursionen sollten von Herbert Lüttich geführt werden. Wir hoffen, spätestens 2021 wieder diese gut besuchten Exkursionen anbieten zu können.


Freie Fahrt für freie Frösche

Amphibienleitsystem und Laichweiher in Forchheim-Lichteneiche saniert!

Die Teichlandschaft an den Örtelbergweihern zusammen mit den angrenzenden Wald- und Wiesenflächen beherbergte einst die größte Anzahl von Amphibien im Landkreis Forchheim. Deshalb wurde vor einigen Jahren entlang der querenden Straße ein Leitsystem für Amphibien mit 17 Durchlassröhren installiert. Inzwischen reinigt die Ortsgruppe Forchheim des BN einmal jährlich dieses System  kurz vor dem Einsetzen der Wanderaktivität der Amphibien, so auch im Jahr 2020. Durch den milden Winter waren bereits Mitte Februar Frösche am System zu entdecken, so  dass das  Ramadama bereits am 29.2. stattfand. Wie  immer wurden Kleingehölze und Schilfstauden entlang der Straße  zurückgeschnitten und Müll gesammelt. Nach getaner Arbeit erwartete die fleißigen Helfer eine zünftige Brotzeit. Aufgrund der vielen anfallenden Arbeit konnte das Ramadama erst bei einem zweiten Termin am 14.3. zu Ende geführt werden.

Es nutzt jedoch kein noch so gut gepflegtes Leitsystem etwas, wenn das Laichgewässer für die Tiere nicht in gutem Zustand ist. Durch die trockenen Sommer und mangels Wasserzufluss trocknete der Laichweiher nach und nach aus und verlandete. Deshalb wurde 2020  eine Firma damit betraut, den leicht zugänglichen Teil des Teichs zu entschlammen. Da Rohrkolben und Großseggenbestände durchaus attraktiv für einen Naturweiher sein können, wurden weite Flächen belassen und nur ca. ein  Viertel der ursprünglichen Wasserfläche entschlammt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels füllt sich der Teich gerade mit Wasser und es ist zu hoffen, dass die Frösche, nachdem sie  das gereinigte Leitsystem hinter sich gelassen haben, ihr Laichgeschäft in einem für sie einladenden Feuchtgebiet verrichten können. Der BN hat dafür alle Voraussetzungen geschaffen. Auch die Mitgliedsbeiträge  tragen somit dazu bei, dass wieder ein Stück Natur seiner Bestimmung zugeführt werden konnte.

An dieser Stelle sei allen Helfern des Ramadama, namentlich Frau Dr. Barbara Kornalik als Organisatorin, sowie Edith Fiesser und Dr. Frieder Oehme für die Verhandlungen um die Entschlammung des Amphibienweihers, herzlich gedankt. Ebenso danke ich namentlich Herrn Dr. Axel Schauder, der den defekten Abfluss des Weihers fachmännisch instandgesetzt hat.

Dr. Ulrich Buchholz



Jahresmitgliederversammlung der OG Forchheim am 21.02.2020

Sehr gut besucht war die diesjährige Mitgliederversammlung, diesmal eher als Vortragsveranstaltung konzipiert.  Einen schönen Überblick über die Gestaltung naturnaher, insektenfreundlicher Gärten gab Frau Katinka Übel. Der Vogel des Jahres 2020, die Turteltaube, wurde von Herbert Lüttich vorgestellt. Und 1. Vorsitzender Dr. Ulrich Buchholz vermittelte einen Überblick über die gar nicht so wenigen Aktivitäten der Ortsgruppe im Jahr 2019. Hier war ein besonders intensiver Einsatz erforderlich bei der Unterstützung des Volksbegehrens "Rettet die Bienen" und beim Bürgerbegehren gegen die Umsiedlung der Baywa ins vordere Wiesenttal bei Sigritzau.


Neue Igelburgen auf der Sportinsel

 

Zwei neue Igelburgen  auf der Sportinsel bieten nun wieder viel Platz für Igelfamilien im bevorstehenden Winter.

Unter tatkräftiger Mithilfe von Kindern und Jugendlichen des Freizeitprogramms der OBA (Offenen Behindertenarbeit) unter Leitung von Manuela Kraus entstanden am Samstag, 26.10.19, mit ganz viel Ästen und Laub, und dazwischen einer Plane gegen Nässe, zwei stattliche Unterschlüpfe für Igel. Fachliche Anleitung gab Dr. Ulrich Buchholz vom Bund Naturschutz. Fleißig mitgeholfen haben auch Montessori-Schüler aus Erlangen im Rahmen ihres Sozialdienstes zur Konfirmationsvorbereitung sowie einer Praktikantin aus der 8. Klasse der Montessori-Schule Forchheim. Dank gilt auch dem Gartenamt, das ausreichend Laub und Äste bereitgelegt hatte.


Ortsgruppenfest und Biotoppflege am Hausener Weiher, 12.10.2019


Exkursion "Der Wald bei Nacht" bzw. bei Dämmerung, 14.09.2019

Das Interesse an Nachtfaltern, Fledermäusen und Waldkauz war erstaunlich. Nicht nur Kinder und Jugendliche, auch Erwachsene begeisterten sich für die vor allem bei Dämmerung aktiven Tiere. Dr. Ulrich Buchholz konnte anhand eines Präparatekastens viele Nachtfalter auch zeigen und jede Menge Details zu den einzelnen Insekten erklären. Bei Beginn der Dämmerung dann wurden die Fledermäuse am Waldrand bei der Lebenshilfe Forchheim aktiv. Wissenswertes hierzu wurde von Eduard Zöbelein, Fledermausspezialist im Landkreis, präsentiert. Die schnellen Tiere waren zu sehen, aber mit Hilfe von Batdetektoren auch zu "hören". Am Schluß, da war es schon dunkel, erzählte Ornithologe Herbert Lüttich noch einiges über den Waldkauz, der ein großes Revier besitzt, sich dieses Mal aber leider nicht anlocken ließ. Vielleicht nächstes Jahr! Diese gelungene Veranstaltung wird auf jeden Fall wiederholt.


"Zeit für Gottes Schöpfung"- Aktion Ramadama der Diakonie Bamberg-Forchheim zusammen mit dem BN Forchheim, 05.07.2019

Auf einer Leitungsklausur der Diakonie Bamberg-Forchheim wurde, ganz im Sinne von Fridays for Future, aus einer Auswahl wichtiger Themen die "Bewahrung der Schöpfung" als vordringlich eingestuft.

Die Arbeitsgruppe Ökologie unter Leitung von Diakon Wolfgang Streit setzte einen ersten Schwerpunkt auf das Thema "Wasser". Und so entstand die Idee, auch praktisch das Thema Wasser und Wasserschutz anzugehen und die Anfrage an Dr. Ulrich Buchholz als Vertreter des Bund Naturschutz, wo in Forchheim konkret etwas getan werden könnte. Und schließlich fand sich am 05.07.19 ein gemeinsamer Termin, um ein Ramadama durch zu führen. Denn Wasser bedeutet Leben, und sauberes Wasser ist existentiell. "Wasserschutz ist unser aller Aufgabe, um die Natur unseren Kindern gut übergeben zu können", so Dr. Ulrich Buchholz in einem Grußwort an die Teilnehmer. Mitarbeiter der Diakonie haben dann mit ihren Familien und zusammen mit dem Bund Naturschutz  dafür gesorgt, dass ein Teil von Forchheim von Müll befreit wurde.

Und zur Belohnung gab es am Schluss im bienenfreundlichen Garten des Wichernheims für jeden eine leckere Brotzeit.

 

 


Wie gefährlich ist Glyphosat wirklich?

Die Meldungen von Schäden durch das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat und seine Begleitsubstanzen reißen nicht ab. Welche aktuellen wissenschaftlichen Belege für eine Gefährlichkeit gibt es? Zu dieser Frage gibt ein Video des Vortrags von Frau Professor Finckh an der Universität Kassel eindeutige Antworten


Vogelstimmenexkursion in der Zweng trotz Hagel und Gewitter - 11.05.2019

Der Auftakt der Vogelstimmenexkursion in der Zweng am 11.05.19 war furios: ein kurzes Gewitter, Regen und einige Hagelkörner Punkt 17 Uhr, der angesetzten Startzeit. Dennoch fanden sich 10 Erwachsene und 3 interessierte Kinder ein, um die Vogelwelt im Wasserschutzgebiet der Zweng zu erkunden. Unter Leitung des Ornithologen Herbert Lüttich, assistiert durch Dr. Ulrich Buchholz, konnten 23  Vogelarten dokumentiert werden. Am Flug und per Fernglas oder mit bloßem Auge zu erkennen waren beispielsweise Mauersegler, Schwalben, Graugänse, Graureiher, ein Storch, Goldammer, Amsel und Bachstelze. Hören konnte der Laie den Kuckuck, Fasan und Tauben. Und mithilfe des geübten Ohres der Profis waren außerdem zu hören Singdrossel, Amsel, Braunkelchen, Zilpzalp, Goldammer und Grünspecht. Der Gesang in Hecken und Büschen war intensiv, nachdem es aufgehört hatte zu regnen. Leider waren keine Wiesenbrüter zu sehen, dafür aber einige Hundebesitzer, die ihre Hunde ungeleint mit sich führten. Dies ist in der Brutzeit eigentlich nicht erlaubt, Schilder weisen auch darauf hin. Ein Rückgang der Wiesenbrüter in der Zweng lässt sich sicherlich dadurch erklären.

Die dokumentierten Vogelarten wurden wie immer gelistet und die Meldung archiviert! Der Rückgang einiger Vogelarten ist somit beweisbar. Umso erfreulicher ist aber das  Interesse vieler Bürger an der Thematik "Erhalt der Artenvielfalt", hier speziell durch die Teilnahme an den mehrfach angebotenen "Vogelstimmenwanderungen".

Bericht: B. Kornalik

 

23.02.2019 - Aktion "Ramadama" am Amphibienleitsystem an den Örtelbergweihern

Auch das ist ein Betrag zum Erhalt der Artenvielfalt:

das jährliche Vorbereitung des Amphibienleitsystems an den Örtelbergweihern, einem der wichtigsten Amphibienvorkommen in Nordbayern, durchgeführt von der Ortsgruppe des Bund Naturschutzes Forchheim. Bei gutem Wetter war dank der vielen helfenden Hände die Arbeit am 23.02.19 in fast 2 Stunden getan. Reichlich Müll wurde eingesammelt, die Rinnen entlang der Amphibienzäune frei geschaufelt und überhängende Äste gekürzt. Und zum Schluss konnte sich jeder am Grillfeuer aufwärmen und stärken.


Erfolgreiches Volksbegehren "Retter die Bienen" - auch die BN-Ortsgruppe Forchheim hat dazu beigetragen

"Bewaffnet" mit großen Papp-Plakaten, sozusagen als wandelnde Litfaßsäulen, waren die BN-Aktiven in der Forchheimer Fußgängerzone nicht zu übersehen. Viele Passanten wollten sich gleich in die Listen eintragen, mussten aber an das Einwohnermeldeamt verwiesen werden. Es war wichtig, vor Ort Aufklärung geben  und den Weg zum Einwohnermeldeamt in der Sattlertorstraße zeigen zu können.




Junior-Entdecker aufgepasst! Thema am 20.10.2018: Was fliegt und flattert in der Nacht? - Fledermäuse aufgewacht!

Geht der Tag zu Ende, sieht man kleine flatternde Luftakrobaten am Himmel - die Fledermäuse. Warum sie abe erst aufwachen, wenn alle anderen ins Bett gehen, wurde den teilnehmenden Kindern sehr anschaulich und anhand des umfangreichen Informationsmaterials im Fledermauszentrum vor dem Erlebniszentrum  Schloss Thurn in Heroldsbach von Dr. Friedrich Oehme erklärt. Später wurden unter Anleitung von Studenten/-innen der Geographie Erlangen noch Spiele und Experimente zum Thema Schall und Reflexion durchgeführt. Nach der Dämmerung ging es mit dem Bat-Detektor auf "Pirsch", allerdings war die Ausbeute in Anbetracht der fortgeschrittenen Jahreszeit und der kühlen Witterung etwas spärlich.


Winterfütterung von Vögeln - aber richtig! Info-Veranstaltung am 20.10.2018

Informationsveranstaltung des Bund Naturschutz Forchheim im Forchheimer am Samstag, den.20.10. 2018 von 10-14:00h in der Bücherstube an der Martinskirche, St.-Martin-Str. 17, Forchheim.

Seit Jahren decken sich die Informationen in den Medien mit der eigenen Beobachtung: Es wird stiller  im Garten. Die Anzahl der Vögel und auch die Artenzahl nimmt so deutlich ab, dass nicht mehr von einer natürlichen Schwankung gesprochen werden kann.

Ein Grund für den Vogelschwund ist der Mangel an Futter im Sommer wie im Winter. Finden die Insektenjäger aus Mangel an Beute immer weniger Nahrung, so führen Agrarsteppen und monotone Gärten zur Verarmung der Umwelt an Samen- und beerentragenden Pflanzen.

Menschen, die an dieser Situation etwas ändern wollen, müssen aktiv werden. Herbert Lüttich, seit vielen Jahren engagiert für Vogel- und Naturschutz, stellte sich an seinem Stand den Fragen interessierter Vogelfreunde. Zu bewundern waren  verschiedene Typen von Futterhäuschen, Futterstellen, verschiedene Körnerfutter sowie Fachliteratur, das Ganze sehr ansprechend angeordnet. Ein Dankeschön gilt auch dem Ehepaar Schmitt  u.a. für den räumlichen Rahmen, das Organisieren der Fachliteratur und Mithilfe bei der Gestaltung der Ausstellung.

 

 


Igelaktion am 13.10.18, in Zusammenarbeit mit dem Freizeitprogramm der Offenen Behindertenarbeit (OBA)

Zwei neue Igelburgen  auf der Sportinsel bieten viel Platz für Igelfamilien für den bevorstehenden Winter. Unter tatkräftiger Mithilfe von Kindern und Jugendlichen des Freizeitprogramms der OBA (Offenen Behindertenarbeit) unter Leitung von Manuela Kraus entstanden mit viel Laub, einer Plastikplane gegen Nässe und Ästen zwei stattliche Unterschlüpfe für Igel. Fachliche Anleitung gab Edith Fießer vom Bund Naturschutz. Dank gilt auch dem Gartenamt, das ausreichend Laub und Äste bereitgelegt hat.

 

 


Kaiserwetter beim Ortsgruppenfest am 29.09.18 am Hausener Weiher

Diesmal wurde mehr gefeiert als gearbeitet! Zur Abwechslung gab es keine Grillwürste, stattdessen Kaffee, Kuchen und Brotzeit.


Der Wald bei Nacht

Exkursion der Ortsgruppe Forchheim des Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN) am Samstag, den 15.9.2018

Die nachtaktiven Tiere sind in Aller Munde. Ob es die Wildkatze, der Wolf oder der Fischotter sind – stets verläuft ihre Spur sprichwörtlich „im Dunkeln“. Die Einschätzung über die tatsächliche Verbreitung dieser Tiere bleibt meist den wenigen Spezialisten überlassen, während die breite Öffentlichkeit leider nur allzu oft mit Halbwahrheiten „gefüttert“ wird und sich so ein latentes Gefühl der Unsicherheit, manchmal der Bedrohung, breitmacht.

Die Tiere der Nacht sind aber in der Regel alles andere als gefährlich. Es sind Wesen, die genauso wie die tagaktiven Arten, ihrem Bedürfnis nach Nahrung und Geschlechtsgenossen nachgehen. Um einige dieser Tiere dem interessierten Publikum, an diesem Abend 38 Personen, bekannt zu machen, boten Herr Herbert Lüttich, Herr Edi Zöbelein und Dr. Ulrich Buchholz eine Einführung in das Tierleben bei Nacht und eine anschließende Exkursion an. Nach dem Grußwort und einer Einführung in das Leben der Nachtfalter von Herrn Dr. Buchholz referierte Herr Lüttich über einheimische Eulenvögel. Anhand von Vogelbälgen wurde diese Gruppe sehr plastisch beschrieben. Anschließend erklärte Herr Zöbelein die Bedeutung der heimischen Fledermausarten und eine Methode des Ruf-Nachweises mittels eines speziell dafür hergestellten Apparates.

Bei der anschließenden Exkursion konnten in der Dunkelheit an mehreren Stellen Fledermäuse „gehört“ werden. Speziell die jungen Teilnehmer beantworteten jeden Ausschlag des Detektors mit freudigen Rufen. Leider konnte nicht wie im vergangenen Jahr mit der Lockpfeife ein reviertreuer Waldkauz angelockt werden. Er verschwand bei den ersten Lockrufen und ließ ein verschrecktes Kreischen hören. 2 Erdkröten im Teich der Lebenshilfe lenkten ebenfalls das Interesse der Teilnehmer auf sich.

Die Tiere der Nacht sind ein lohnendes Objekt für Veranstaltungen mit interessierten Menschen. Es erfordert neben der Sachkenntnis der Referenten allerdings Geduld, bis ein Tier tatsächlich wahrgenommen werden kann. Denn der optische Sinn, der Hauptsinn des Menschen, ist in der Dunkelheit des Waldes so gut wie ausgeschaltet. Nachtaktive Tiere hingegen nehmen den Menschen sehr schnell wahr und flüchten (vor Lärm und Lampenlicht).

 

Text: Dr. Ulrich Buchholz



wieder da: Kinder- und Jugendgruppe, für Interessierte zwischen 8-12 Jahre, nächster Termin: Samstag, 28.07.18

Umweltbildung ist den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Bund Naturschutz ein zentrales Anliegen. Im Rahmen vieler Veranstaltungen, Exkursionen zum Thema Amphibien, Schmetterlinge und Vögel wendet sich die Ortsgruppe Forchheim schon immer gezielt an Familien mit Kindern.

Darüber hinaus ist seit längerem geplant, nach einigen Jahren auch wieder eine eigene Kinder- und Jugendgruppe ins Leben zu rufen. Dank der professionellen Unterstützung zweier Studentinnen der Geographie der Universität Erlangen kann dies nun verwirklicht werden. Raphaela und Tamara wollen mit viel Engagement und ihrem fachlichen Wissen den Forchheimer Kindern und Jugendlichen zwischen 8 und 12 Jahren zu verschiedenen umweltrelevanten Themen Exkursionen mit Experimenten anbieten. Unter der Rubrik "Junior-Entdecker aufgepasst!" wird zunächst einmal monatlich samstags ein ca. 2 stündiges Programm angeboten. Hauptveranstaltungsort wird ein Biotop mit Weiher im Bereich Forchheim Süd sein.

Der zentrale Treffpunkt ist jeweils am Haupteingang des Baumarktes Obi in Forchheim Süd, oder direkt am Biotop für diejenigen, die schon mal dabei waren. Um wetterangepasste Kleidung, die auch schmutzig werden darf, gegebenenfalls auch Sonnenschutz, wird gebeten. Evtl. ein Getränk und etwas zum Essen mitgeben.

Der nächste Termin ist am  Samstag, 28.07.18, 15-ca 17:30 Uhr: Thema "Schmetterlinge in der Luft, angelockt vom Blumenduft".

Weitere Information unter Tel. 09191/735823 oder Mail an BN-Jugendgruppe-Forchheim@t-online.de


Falter in Zeiten der Trockenheit - Schmetterlingsexkursion des Bund Naturschutz am Kratzer Steinbruch, 14.07.2018

Am Samstag, den 14.7.2018 führte der Biologe Dr. Ulrich Buchholz eine Gruppe von Schmetterlingsfreunden über die Wiesen am Stadtrand von Forchheim. Aufgrund der fortgeschrittenen Vegetation war die Blütendichte auf den Flächen gering und bereits typisch für einen Spätsommeraspekt. Die Tiere ließen sich vornehmlich an der Flockenblume entdecken. Während die Dickkopffalter bereits ihre Flugzeit beendet hatten, waren das Große Ochsenauge und in geringerem Umfang das Schachbrett die häufigsten Arten. Das Blutströpfchen, ein Nachtfalter aus der Gruppe der Widderchen, war auf Karde und Flockenblume zu entdecken.

Trotz des guten Wetters und der geringen Windstärke waren die Tiere auf wenige Flecken, vornehmlich eine Distelfläche am Waldrand, mit zahlreichen Kaisermantel-Faltern und Weisslingen, beschränkt. In diesem Jahr bewirkte also die Verkürzung der Vegetations- und Blühzeit eine Verkürzung der Flugzeit der Blütenbesucher.

So ist zu hoffen, dass im kommenden Jahr im Juli wieder mehr Arten auf den Wiesen am Stadtrand zu entdecken sind. Wir werden wiederkommen, um dies zu kontrollieren - ganz bestimmt!

Text: Dr. Ulrich Buchholz

 


Junior-Entdecker aufgepasst!

Viel Interesse und Spaß beim Thema "Vom Himmel hoch, da komm ich her: Sonne, Wind und Wetter"

Bei nicht so ganz optimalem Wetter mit Wind und eher kühlen Junitemperaturen und kurzfristig etwas Nieselregen ließen sich dennoch sieben Kinder nicht davon abhalten, mehr über diese und andere Wetterphänomene zu erfahren. Sachkundig und mit viel Engagement und Experimenten zur Veranschaulichung konnte Raphaela Raab die Junior-Entdecker in ihrem Forscherdrang unterstützen. Zum Auftakt erklärte Dr. Ulrich Buchholz noch einiges Wissenswertes über Hummeln.

Der nächste Termin wird am Samstag, dem 28.07.18, stattfinden. Thema: Schmetterlinge




24.02.18, "Ramadama" im Bereich des Amphibienleitsystems Örtelberg

Das kalte Wetter ließ noch nicht unbedingt an die in Kürze beginnende Amphibienwanderung denken.  Wie jedes Jahr müssen aber die Querungshilfen im Bereich der Straße an den Örtelbergweihern von Müll und Aufwuchs gesäubert werden, damit die Amphibien möglichst unbeschadet zu ihren Laichplätzen gelangen können.  Diese Aktion konnte dank vieler ehrenamtlicher Helfer der Ortsgruppe Forchheim des Bund Naturschutz am 24.02.18 trotz eisigen Windes, mit Hilfe warmer Getränke und einer Brotzeit, auch erfolgreich beendet werden.


Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe Forchheim am 21.02.2018

In vertrauter Umgebung in Bobby´s Restaurant in der Bayreuther Straße und mit zahlreichen Teilnehmern musste bei der diesjährige Jahreshauptversammlung leider, durch eine akute Erkrankung des Referenten bedingt, der Hauptvortrag ausfallen. Geplant war, mit regionalem Bezug Kersbach, ein Bericht von Herrn Dipl. Ing. Ole Dräger aus Erlangen über das Thema "Die Bahn verbindet - bleibt die Natur auf der Strecke" über die wohl nicht optimale Durchführung der BN von Flächen-Ausgleichsmaßnahmen.  Da dieses Thema in der Region noch längere Zeit aktuell bleiben wird, hofft die Ortsgruppe, den Referenten zu einem späteren Zeitpunkt doch noch hören zu können.

Etwas ausführlicher konnte dann Prof.  em. Dr. Ulrich Zenneck das ebenfalls wichtige Umweltthema "Mikroplastik - was ist das" beleuchten. Fachlich prädestiniert, begann er seinen Vortrag mit einem Überblick über die chemischen Strukturen der verschiedenen Plastikarten, was ist Plastik überhaupt, wie unterscheiden sich deren Zusammensetzungen und Eigenschaften und welche Relevanz hat das für die Abbaufähigkeit der Substanzen bzw. Umweltschädlichkeit.  Unbestritten ist, das die zunehmende Vermüllung, insbesondere der Meere, ein riesiges Problem darstellt. Pro ozeanischem Müllsammelplatz, z.B. in der Sargasso See über 5 Mio km", wird eine Plastikmenge von geschätzt 1 Mio Tonnen Plastik angenommen.  Und den Müll einfach aus dem Wasser zu holen, wenn er da schon länger rumgeschwommen ist und allerhand organisches Material wie Algen tonnenweise gebunden hat, ist nicht möglich! Also muss Müll möglichst vermieden werden. Dazu wird die EU einige Regelungen zur Plastikvermeidung und Verbesserung der Recyclingquote europaweit initiieren. Bisher wurde ja Plastikmüll in großen Mengen nach China exportiert. China will diesen Problemmüll aber auch nicht mehr haben, so dass Alternativen erforderlich werden.

Unbestritten ist, dass der Meeresboden zunehmend mit Müll (z.B. Plastiktüten, die sich durch die Kälte und fehlende UV-Einstrahlung am Meeresboden fast nicht zersetzen, Getränkedosen etc.) zu gepflastert und damit Habitat negativ verändert wird mit dramatischen Auswirkungen auf Fauna und Flora.

Zur speziellen Problematik von Mikroplastik in Kosmetika: auf öffentlichen Druck, auch ausgelöst durch Kampagnen von Greenpeace und Bund Naturschutz, ist in vielen Produkten, beispielsweise in allen Zahnpasten, das eigentliche Mikroplastik, also Plastikpartikel von kleiner 5 mm, verschwunden. Was immer noch in den meisten Kosmetika enthalten sind, meist schwer erkennbar in der Aufstellung der Inhaltsstoffe auf den Verpackungen, sind sogenannte Polymere wie PEG und Acrylate. Diese werden gebraucht, um wässrige und ölige Bestandteile des Produkts homogen zu vermischen. Über deren Schädlichkeit gibt es bislang noch keine sicheren Erkenntnisse. Ohne diese Polymere gäbe es aber die uns bekannten Produkte wie Shampoo, Duschgel oder Lotionen nicht. Begleitstoffe wie Weichmacher, hier insbesondere Bisphenol A, oder auch Parabene (Konservierungsmittel in Kosmetika), sind durch ihre östrogenartige Wirkung schädlich. Es kommt zu einer Verweiblichung von männlichen Tieren und Verminderung der Spermienzahl.

Prof.  Zenneck wies darauf hin, die Kritik an Mikroplastik in Kosmetika differenziert zu betrachten. Selbstverständlich sollte Plastikmüll vermieden werden. Kosmetika tragen weltweit nur einen Bruchteil zur Entstehung von Mikroplastik im eigentlichen Sinn bei. Ein großer Teil wird zum Beispiel durch Reifenabrieb verursacht.

Nach dem Kassenbericht folgte die Vorstellung des Vogel des Jahres 2018 durch das ornithologisch versierte BN-Mitglieds Herbert Lüttich. Der Star, Sturnus vulgaris, mit 3 Unterarten, ist zunehmend durch Verlust des Lebensraumes und der Nahrung (Allesfresser, aber v.a. auch Insekten) bedroht. Bekannt sind die Stare durch ihre Schwarmflüge in tollen Formationen. Der heimische Star ist etwas kleiner als eine Amsel und zeichnet sich durch ein schwarz-glänzendes Gefieder (Brutgefieder) und mit weißer Fleckung im Ruhekleid aus. Ein Exponat und ein Hörbeispiel komplettierten den Bericht.

Schließlich bot der 1. Vorsitzende, Herr Dr. Ulrich Buchholz, noch einen Überblick über das vergangene Jahr mit vielen Aktivitäten wie das jährliche "Ramadama" am Amphibienleitsystem Örtelbergweiher, geführte Rundwanderungen in der fränkischen Schweiz, viele Exkursionen mit dem Thema Amphibien, Vogelstimmen und  "Was ist nachts los im Wald", Teilnahme an der Haus- und Straßensammlung (Organisation durch Edith Fießer) und späteren Belohnungsfahrten ins Erfahrungsfeld der Sinne nach Nürnberg, Teilnahme am Umweltkinderfest und der Kinderferienbetreuung, Ortsgruppenfest und Biotoppflege im Herbst...

Für das aktuelle Jahr sind wieder einige Projekte geplant, wie Verbesserung des Verkehrskonzeptes in der Stadt Forchheim (mehr und bessere Fahrradständer zum Beispiel), Einsatz für mehr Bäume in der Stadt (die Stadt wird immer wärmer, das Mikroklima verschlechtert sich), die Etablierung einer BN-Kindergruppe mit der Assistenz zweier Studentinnen aus Erlangen u.v.m.

Aktive Helfer sind jedenfalls bei allen Arbeitsgruppen und Projekten willkommmen.

 

Weitere Information:

www.bund.net

www.umweltbundesamt.de/themen/mikroplastik-in-kosmetik-was-ist-das

 

 


Winterfütterung von Vögeln - aber richtig!

Informationsveranstaltung des Bund Naturschutz Forchheim im Forchheimer Weltbild-Laden am Samstag, den 4.11.2017.

Seit Jahren decken sich die Informationen in den Medien mit der eigenen Beobachtung: Es wird stiller  im Garten. Die Anzahl der Vögel und auch die Artenzahl nimmt so deutlich ab, dass nicht mehr von einer natürlichen Schwankung gesprochen werden kann.

Ein Grund für den Vogelschwund ist der Mangel an Futter im Sommer wie im Winter. Finden die Insektenjäger aus Mangel an Beute immer weniger Nahrung, so führen Agrarsteppen und monotone Vorgärten zur Verarmung der Umwelt an samen- und beerentragenden Pflanzen.

Menschen, die an dieser Situation etwas ändern wollen, müssen aktiv werden. Herbert Lüttich, seit vielen Jahren engagiert für Vogel- und Naturschutz, stellte sich an seinem Stand im Weltbild-Laden den Fragen interessierter Vogelfreunde. Zu bewundern waren verschiedene Typen von Futterhäuschen, Futterstellen, verschiedene Körnerfutter sowie Fachliteratur, das ganze angeordnet an einen sehr ansprechenden Stand. Über die gesamte Zeit nutzten interessierte Vogelfreunde die Möglichkeit, aus erster Hand Information zur richtigen Vogelfütterung und zu Fragen rund um die Vögel im Garten zu erhalten.

Ulrich Buchholz


Biotoppflege und Ortsgruppenfest am Hausener Weiher, 23.09.2017

 "Eigentum verpflichtet"- deshalb muss die Ortsgruppe Forchheim jedes Jahr regelmäßig auf dem Grundstück rund um den "Hausener" Weiher auch nach dem Rechten sehen:

Müll wird eingesammelt, Büsche zurückgestutzt, die Südseite des Weihers entbuscht, umgestürzte Bäume in ungefährliche Positionen verfrachtet usw. Außerdem, und darum kümmert sich insbesondere Herbert Lüttich, werden die zahlreichen Nistkästen überprüft, gesäubert und ggf. ausgetauscht. Das Wetter zeigte sich, wie fast jedes Jahr, sehr freundlich gesinnt, so dass anschließend auch noch ein gemütlicher Teil Zeit für Gespräche und Ausruhen bot. Würdigung fand auch das von Herrn Lüttich gezimmerte Insektenhotel, das unter Mithilfe von Axel Schauder und Ulrich Buchholz ein stabiles Fundament bekommen hatte. Eine kleine Exkursion rund um den Weiher dokumentierte die Aktivität des heimischen Bibers.


"Der Wald bei Nacht" - Exkursion am Samstag, den 16.09.2017

Die nachtaktiven Tiere sind in Aller Munde. Ob es die Wildkatze, der Wolf oder der Fischotter sind – stets verläuft ihre Spur sprichwörtlich „im Dunkeln“. Die Einschätzung über die tatsächliche Verbreitung dieser Tiere bleibt meist den wenigen Spezialisten überlassen, während die breite Öffentlichkeit leider nur allzu oft mit Halbwahrheiten „gefüttert“ wird und sich so ein latentes Gefühl der Unsicherheit, manchmal der Bedrohung, breitmacht.

Die Tiere der Nacht sind aber in der Regel alles andere als gefährlich. Es sind Wesen, die genauso wie die tagaktiven Arten, ihrem Bedürfnis nach Nahrung und Geschlechtsgenossen nachgehen. Um einige dieser Tiere dem interessierten, gerne jungen Publikum bekannt zu machen, boten Herr Herbert Lüttich, Herr Edi Zöbelein und Herrn Dr. Ulrich Buchholz eine Einführung in das Tierleben bei Nacht und eine anschließende Exkursion an. Nach dem Grußwort von Herrn Buchholz referierte Herr Lüttich über einheimische Eulenvögel. Anhand von Vogelbälgen und Rufbeispielen wurde diese Gruppe sehr plastisch beschrieben. Anschließend erklärte Herr Zöbelein die Bedeutung der heimischen Fledermausarten und eine Methode des Ruf-Nachweises mittels eines speziell dafür hergestellten Apparates.

Bei der anschließenden Exkursion konnten in der Dunkelheit an mehreren Stellen Fledermäuse „gehört“ werden. Speziell die jungen Teilnehmer beantworteten jeden Ausschlag des Detektors mit freudigen Rufen. Durch eine Lockpfeife wurde ein reviertreuer Waldkauz angelockt, der in der Dunkelheit der Nacht niemals irgend jemand aufgefallen wäre. 2 Erdkrötenmännchen lenkten ebenfalls das Interesse der Teilnehmer auf sich.

Die Tiere der Nacht sind ein günstiges Objekt für Veranstaltungen mit interessierten Menschen. Es erfordert neben der Sachkenntnis der Referenten allerdings Geduld, bis ein Tier tatsächlich wahrgenommen werden kann. Denn der optische Sinn, der Hauptsinn des Menschen, ist in der Dunkelheit des Waldes so gut wie ausgeschaltet. Nachtaktive Tiere hingegen nehmen den Menschen sehr schnell wahr und flüchten (vor Lärm und Lampenlicht).



Traditioneller Anna-Fest Besuch der Ortsgruppe, 28.07.2017

Der Blümlein-Keller bot einen relativ ruhigen Rahmen, um die vergangenen arbeitsreichen Wochen in gemütlicher Atmosphäre zu beschließen. Jetzt bringen die Ferien eine Pause, bevor im Herbst wieder neue Projekte und Landschaftspflegemaßnahmen anstehen.



Amphibienexkursion an den Örtelbergweihern, 18.03.17

Bei idealem Amphibienwetter, feucht und Temperaturen über 5 Grad Celcius, konnte den interessierten Jungforschen fast die gesamte Bandbreite der an den Örtelbergweihern vorkommenden Tiere gezeigt werden.

Sehr spannend und mit lebendigem "Anschauungsmaterial" erklärte  Dr. Ulrich Buchholz den Kindern und ihren Eltern bzw. Großeltern Wissenswertes über das Leben der Teich-, Berg- und Kammmolche  sowie den verschiedenen Fröschen (Gras-, Wasser- und Laubfrosch)  und den Erdkröten.  Bei einem kleinen Rundgang konnten auch einige Lurche entlang des stationären Amphibienzauns gefunden werden. Am Schluss wurden alle eingesammelten Tiere sicher in die Freiheit in den Waldteich auf der anderen Straßenseite entlassen. Für fachliche Erklärungen zum Thema heimische Amphibien ist die  große Schautafel am Waldparkplatz Örtelbergweiher eine ausgezeichnete Ergänzung für das "Klassenzimmer im Freien". 

Weltweit  ist ein Amphibiensterben zu beobachten, verursacht vor allem durch Lebensraumschwund, Klimawandel und landwirtschaftliche Gifte. Deshalb ist es den Aktiven des BN so wichtig, für den Erhalt der Lebensräume auch dieser Tierart zu kämpfen und für dieses Thema zu sensibilisieren.


18.02.17, "Forchheim packt an" - Ramadama am Amphibienleitsystem Örtelbergweiher

Trotz der eher ungemütlichen Witterung fanden sich am 18.02.17 doch wieder etliche Helfer ein, um am stationären Amphibiensystem den Weg für Frösche, Kröten und Molche wieder frei zu machen. Jährlich müssen die Querungshilfen von Müll und Aufwuchs gesäubert werden, damit die Amphibien möglichst unbeschadet zu ihren Laichplätzen gelangen können.  Dieses Jahr mussten auch etliche Defekte am stationären Betonzaun provisorisch repariert werden.  Durch Materialermüdung und starke Belastungen z.B. durch Mäharbeiten ist es im Lauf der Zeit doch  zu etlichen Schäden gekommen, so dass mittelfristig eine größere Sanierung ansteht.

Die Lurche werden bald losmarschieren, 2 Springfrösche und eine Kröte konnten schon eingesammelt werden.

Nach getaner Arbeit gab es wie immer Grillwurst und Getränke.


17.02.17, Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe Forchheim

Vorstand der Ortsgruppe bestätigt

Am Freitag, den 17.2.2017 fand im Gasthaus Bobby´s die Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe Forchheim des Bund Naturschutz statt.

In einem ersten Vortrag stellte Herr Prof. Zenneck die Möglichkeiten vor, durch LED-Licht Energie und damit Geld zu sparen. Von den physikalischen Grundlagen bis zu praktischen Tipps bei der Installation der Beleuchtung kamen verschiedene Aspekte zur Sprache. In der anschließenden Diskussion wurden auch kritische Fragen zum Thema Haltbarkeit, Entsorgung und unerwünschte Nebenstrahlung gestellt.

Bei der sich anschließenden Neuwahl wurde der gesamte Vorstand in seiner Zusammensetzung bestätigt. Alte und neue Vorsitzende sind Herr Dr. Ulrich Buchholz und Frau Edith Fießer.

Herr Herbert Lüttich stellte den Vogel des Jahres 2017, den Waldkauz, in einem bunten Vortrag vor. Die Art gehört nicht zu den seltenen Nacht-Greifvögeln, erleidet aber deutliche Bestandsverluste durch Verkehrsunfälle und den Rückgang der Nistmöglichkeiten.

Herr Dr. Ulrich Buchholz stellte den Rechenschaftsbericht der Vorstandschaft 2016 vor. Dabei dankte er den vielen ehrenamtlich Aktiven für ihre vielfältige Hilfe bei Exkursionen, Wanderungen, Umweltkinderfest sowie Haus- und Straßensammlung.

Für 2017 stellte der Vorsitzende einige alte und neue Projekte vor, so Aktionen gegen die Ostumgehung Forchheim und die Mitarbeit am Projekt “Blühflecken” im Landkreis Forchheim.

 

 



2017: viele Termine der Ortsgruppe Forchheim laden zum Mitmachen ein

  • Freitag, 17.02., Beginn 19:30 Uhr, Jahreshauptversammlung, Restaurant Bobby´s, Bayreuther Str. 79, Forchheim
  • Samstag, 18.02., 13:00 - 15:30 Uhr, Ramadama - Forchheim wird sauberer. Aufräumen am Amphibienleitsystem an den Örtelbergweiher, Waldparkplatz Örtelbergweiher
  • Samstag, 18.03., 10:00 - 12:00 Uhr, Amphibienexkursion für Familien und Jugendliche, Waldparkplatz bei den Örtelbergweihern
  • Samstag, 22.04., 17:00 - 19:30 Uhr, Vogelwanderung durch die Büg, Treffpunkt Parkplatz beim Tierheim Forchheim
  • Samstag, 13.05., 8:00 - 10:00, Vogelexkursion "Parkvögel", Treffpunkt Einsegnungshalle Neuer Friedhof Forchheim
  • Samstag, 20.05., 7:30 - 9:30 Uhr, Vogelwanderung Wiesen- und Waldvögel, Treffpunkt Parkplatz Lebenshilfe Forchheim/Kennedy-Ring
  • Samstag, 20.05., 11:00 - 14:00 Uhr, Umweltkinderfest, Rathausplatz Forchheim
  • Samstag, 27.05., 17:00 - 19:00 Uhr, Vogelwanderung in der Zweng, Treffpunkt Parkplatz der Kleingartenanlage hinter dem Klinikum Forchheim
  • Samstag, 03.06., 17:00 -  19:00 Uhr, Vogelwanderung Örtelbergweiher, Treffpunkt Waldparkplatz an den Örtelbergweihern
  • Samstag, 10.06., 7:30 - 9:30 Uhr, Vogelwanderung durch die Büg, Treffpunkt Parkplatz beim Tierheim Forchheim
  • Samstag, 15.07., 13:00 - 15:00, Schmetterlingswanderung rund um den Kratzer Steinbruch, Treffpunkt Parkplatz Lebenshilfe Forchheim
  • Samstag, 16.09., 19:30 - 21:00 Uhr, "Nachts im Wald", Exkursion, Treffpunkt Parkplatz Lebenshilfe Forchheim
  • verschiedene geführte Wanderung (sonntags) werden eher kurzfristig unter Aktuelles und auch auf unserem Veranstaltungskalender auf dieser Homepage angekündigt.

Wegen der Möglichkeit kurzfristiger Änderungen z.B. wetterbedingt bitte die Ankündigungen auf der Homepage der Ortsgruppe beachten.

Bei den Vogelwanderungen bitte keine roten Anoraks oder rote Jacken tragen! Bei Dauerregen müssen sowohl die Vogelstimmenwanderungen als auch die Schmetterlingsexkursion entfallen.

 

 



OG Fest und Ramadama am Biotop "Hausener Weiher", 15.10.16

Bei herrlichem Herbstwetter konnten die notwendigen Arbeiten rund um das Biotop "Hausener Weiher" von den aktiven Mitgliedern der Ortsgruppe durchgeführt werden.

Als Belohnung gab es ein Picknick mit geräuchertem heimischem Fisch und, wie jedes Jahr, Bratwürstchen vom Grill. 

 


Wanderung durch das romantische Püttlachtal, 21.08.16

Eine tolle Wanderung für Kurzentschlossene am 21.08.16 wurde von Maria Schrüfer ausgewählt, 15 Teilnehmer folgten der Einladung.

Start war am Wanderparkplatz bei der Kapelle in Elbersberg bei Pottenstein. Dann ging es hinunter ins romantische Püttlachtal, über das Waldcafe in Pottenstein zurück mit Abstecher zum Hasenloch (Karsthöhle) und der Himmelsleiter (Aussichtsturm) zum Ausgangspunkt. Länge der Wanderung ca. 7 km, ca. 150 Höhenmeter.


Vogelstimmenwanderung des Bund Naturschutz Bayern zu den Örtelbergweihern am 28.5.2016

Vogelkinder und Wassergeflügel

Die Örtelbergweiher bei Forchheim gelten für verschiedene Tiergruppen, beipielsweise für Fledermäuse, Amphibien und Insekten als wertvoller, überregional bedeutender Lebensraum. Bei der durch den Vogelkundler Herbert Lüttich geführten Vogelwanderung standen die gefiederten Bewohner der Fischweiher und ihrer Umgebung im Mittelpunkt des Interesses. Zahlreiche Arten von Wasservögeln fanden bei den Anwesenden reges Interesse, ebenso wie die Vogelfamilien mit ihren noch nicht ganz flüggen Jungen.

Die Teiche mit ihren verschiedenen Wasserständen sind für Vögel verschiedener ökologischer Ansprüche ideal, für Wasser-, Schilf- wie auch Gehölzliebende Arten. Schnatter- und Reiherente, Rohrammer, Teichrohrsänger und Rohrweihe sowie die Nachtigall mit ihrem melodischen Gesang konnten während des Spaziergang angetroffen werden.

Nach der Wanderung dankte der Kreisvorsitzende des BN, Dr. Ulrich Buchholz, Herrn Lüttich für die gelungene Veranstaltung und übergab ein Präsent im Namen der Teilnehmer und der Ortsgruppe Forchheim.



Amphibienexkursion der OG Forchheim, 19.03.16

Mehr Kinder als Amphibien nahmen an der Exkursion bei den Örtelbergweihern statt.

Wegen der kühlen und trockenen Witterung fand sich lediglich ein Grasfrosch, der natürlich ausgiebig bewundert wurde. Erstmals konnte auch eine Gruppe Flüchtlingskinder, die in Buckenhofen untergebracht sind, bei der Veranstaltung begrüßt werden. Alle waren sehr interessiert, etwas Neues kennen zu lernen, auch wenn es mit der Sprachverständigung noch nicht perfekt klappte. Dr. Ulrich Buchholz, Vorsitzender der OG, nahm alle Teilnehmer auf einen Rundgang rund um den Örtelbergweiher mit. Der erste Froschlaich wurde entdeckt, Wasservögel bestimmt und auch die Raupe eines Nachtfalters fand Beachtung. Am Schluss wurde der Wasserfrosch von den Kindern wieder in die Freiheit entlassen.


Das Leben erwacht - Der Bund Naturschutz entdeckt die ersten Amphibien auf dem Weg zu ihren Laichplätzen

Am 27.2. führte der BN (Ortsgruppe Forchheim) ein Ramadama am stationären Amphibienzaun nahe der Örtelbergweiher bei Forchheim durch. Dabei wurde das System gereinigt, Kleingehölz und Schilf im Bereich des Zauns zurückgeschnitten und vorhandener Abfall aufgesammelt. Aufgrund der Anzahl der kleinen und großen Helfer war die Arbeit innerhalb von 2 Stunden getan.

Speziell die jungen Teilnehmer freuten sich auf den Fund jeweils eines Berg- und eines Teichmolches. Dies zeigt, dass – günstige Temperaturen vorausgesetzt – die Wanderung der Amphibien von den Winterquartieren zu ihren Laichplätzen unmittelbar bevorsteht. Das Aufstellen der mobilen Zäune im Landkreis sollte also in den nächsten Tagen erfolgen.

Wie in jedem Jahr schloss eine Brotzeit mit Grillwurst die Aktion ab. Der BN wird auch 2016 die Wanderung der Amphibien überwachen und durch Exkursionen diesen überregional bedeutenden Lebensraum rund um die Örtelbergweiher dem interessierten Bürger nahebringen.

Ulrich Buchholz


Biokohle als Torfersatz? - Thema bei der JHV der OG Forchheim am 26.02.2016

Bernhard Birnfeld referierte über „Terra preta“ bei der Jahreshauptversammlung des Bund für Umwelt- und Naturschutz, Ortsgruppe Forchheim.

 Vorstand Dr. Ulrich Buchholz freute sich außerordentlich, am 26.2.2016  eine große Anzahl Mitglieder begrüßen zu dürfen. Denn, so sagte er, der BN und auch die Ortsgruppe Forchheim seinen in vielerlei Hinsicht gefordert und da sei das Engagement möglichst vieler Aktiver wichtig.

 Bernhard Birnfeld aus Neunkirchen stellte als erster Referent das Thema „Terra Preta“ vor.  Der Boden besteht ursprünglich aus einer Mischung von Holz- und Pflanzenkohle, menschlichen Fäkalien, Dung und Kompost, durchsetzt mit Tonscherben und gelegentlich auch Knochen sowie Fischgräten. Die besondere Fruchtbarkeit des Bodens entstand an seinem Ursprungsort in Südamerika daraus, dass sich insbesondere die Speiseabfälle menschlicher Siedlungen mit der in den feuchten Tropen nicht vollständig verglühten Holzkohle von Feuern vermischten. In der Holzkohle, die man gereinigt unter dem Begriff Aktivkohle für Filter und in der Medizin verwendet, speichern sich in großer Menge pflanzliche Nährstoffe, wie z.B. Stickstoff, Phosphor und Mineralien und – eine weitere Besonderheit – das sehr langfristig.

 Birnfeld zeigte in seinem Referat auf, dass Terra preta auch hierzulande in Privatgärten, aber auch in der Landwirtschaft künstliche Düngung und den Einsatz von CO2-emittierendem Torf weitgehend ersetzen und die Basis für stabile, humusreiche Böden mit hohem Ertrag sein könnte. Dennoch, so Birnfeld, sieht der Bundes- und Landesverband das Thema kritisch, denn ein Problem sei, ausreichend Holzkohle zu bekommen. Dazu brauche man pflanzliche Stoffe und stehe so in Konkurrenz z.B. zu Hackschnitzel- und Biogas-Anlagen. Holzkohle in großem Stil zu importieren, wie es bereits ohnehin geschieht, sei keine Lösung. Man müsse sehen, ob hier im Umkreis von Forchheim regionale Kreisläufe möglich sind. Mit dieser Frage, so war man sich einig, soll sich der BN schwerpunktmäßig in diesem Jahr beschäftigen.

 Nach diesem Thema standen die Finanzen des Vereins im Mittelpunkt. Klaus Gerlach, der dem Ortsverband über 20 Jahre als Kassier zur Verfügung stand, hatte im Vorfeld angekündigt, das Amt aus privaten Gründen abgeben zu wollen. Buchholz bedankte sich unter großem Applaus der Mitglieder bei Gerlach für seinen zuverlässigen Einsatz nicht nur als Kassier, sondern auch als Redakteur der „Brennnessel“, der Zeitung des BN und überreichte ihm ein kleines Präsent. Als neue Kassiererin wurde einstimmig Fabiola Reges-Huber, Heilpraktikerin und „eingeborene“ Forchheimerin aus Burk gewählt. Sie übernimmt eine ordnungsgemäß geführte Kasse. Buchholz sieht den Ortsverband deshalb in der Lage, sinnvolle Projekte auch in Zukunft finanziell unterstützen zu können.

Es schloss sich ein Referat des Ornithologen Herbert Lüttich über den Vogel des Jahres 2016, den Stieglitz oder Distelfink, an.

Dieser gehört zur Familie der Finken, besiedelt Westeuropa bis Mittelsibirien, Nordafrika sowie West- und Zentralasien und sei, so Lüttich, wohl der bunteste Vogel in Mitteleuropa. Leider aber seien die Lebensräume durch intensive Landwirtschaft aber auch immer mehr „ordentliche“ Gärten bedroht, denn der Stieglitz sei als Samenfresser auf Früchte von Karden und Disteln angewiesen. Dieser Bedrohung sei u.a. die Wahl zum Vogel des Jahres geschuldet. Entsprechend regte Lüttich an, so weit möglich auch abgeblühte Pflanzen in Gärten stehen zu lassen. In Forchheim sei der Stieglitz noch relativ häufig in der „Zweng“ zu beobachten.

 Zum Abschluß gab Buchholz einen erfreulichen Rückblick auf die zahlreichen Aktivitäten des Jahres 2015, von Vogelexkursionen über Arbeitseinsätze, Beteiligung an Aktionen und Demonstrationen, z.B. gegen TTIP und die Ostspange, bis hin zur Karpfenwanderung im Dezember. Für das Jahr 2016 konnte er schon einige Termine und Veranstaltungen ankündigen und verwies nochmal auf die Bodenbiologie als Jahresschwerpunkt. Als weitere Aufgabe nannte er die kritische fachliche Begleitung der zahlreichen angedachten neuen Baugebiete in Forchheim. Vor allem die Baugebiete „Oberer Schulweg“ in Reuth, „Weingartsteig“ und „Linsengraben“ in Burk sieht der Ortsverband äußerst kritisch.

 Damit verabschiedete Buchholz die Teilnehmer - aber nur bis zum nächsten Tag, denn da stand ein umfangreicher Arbeitseinsatz an den Örtelbergweihern an. Dort sei eine Menge zu tun und der Ortsverbands-Vorstand war froh und zugleich stolz, auf viele aktive Mitglieder zählen zu können.


Traditionelle Winterwanderung am 06.12.15

Auch dieses Jahr fand die sogenannte Karpfenwanderung von Forchheim/Burk durch den Markwald nach Willersdorf regen Zuspruch. Die meisten Teilnehmer wanderten nach der Einkehr durch den dunklen Wald auch wieder zurück.


Was frisst die Blaumeise im Winter?

2 Veranstaltungen über die artgerechte Winterfütterung von einheimischen Vögeln

Nirgendwo kann man in der Stadt die faszinierende Vogelwelt so unmittelbar erleben wie am Futterhäuschen vor dem Fenster. Auch seltene, exotische Arten legen hier gerne eine Rast ein, wenn das Nahrungsangebot stimmt. In der kalten Jahreszeit, besonders bei starkem Schneefall und Frost, sichert das Füttern das Überleben unserer daheimgebliebenen Vögel sowie der Wintergäste aus dem Norden.

 

Die Vögel, die während des Winters bei uns bleiben, stellen bestimmte Ansprüche an Futter und Futterplatz. Zu diesem Thema führte der BN 2 Informationsveranstaltungen am 17.11. (Ausstellung des Vogelzuchtvereins Forchheim) und 24.11. (Weltbild Forchheim) durch. Herr Herbert Lüttich zeigt ein einem bunten Informationsstand die verschiedenen Arten von Vogelfutter und Futterhäusern. Im Verlauf der Veranstaltungen ergaben sich lebhafte Gespräche mit interessierten Bürgern, die das reichhaltige Informationsmaterial gerne annahmen. Dies zeigt, wie wichtig eine kompetente Beratung bezüglich dieses Themas ist und wie viele Menschen Vögel als willkommene Nachbarn betrachten und für diese etwas tun wollen.

Ulrich Buchholz

 

 https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/vogelfuettern

 http://www.lbv/ratgeber/vogelschutz/voegel-fuettern.html


Herbst 2015 - Igelburgen auf der Sportinsel werden renoviert

 Igel brauchen ein sicheres Versteck um ihren Winterschlaf in Ruhe halten zu können, das ist für die Sportinseligel schon seit einigen Jahren in 3 Igelburgen möglich.

Bei  bestem Herbstwetter hatten die BN-Kinder großen Spaß, als sie die vorhandenen Burgen mit neuem Astmaterial und jeder Menge Laub wieder ertüchtigten.

TV- Oberfranken brauchte für seinen herbstlichen Wetterbericht Hintergrundmaterial und filmte so die fleißigen BN-Helfer und die Laubbeschaffer des Gartenamtes bei Ihrer Arbeit.

http://www.tvo.de/mediathek/video/wetteraussichten-vom-06-november-2015-wohin-mit-dem-laub/

Anregungen für den Igelschutz im heimischen Garten finden sie unter

www.bund-naturschutz.de/artenbiotopschutz/artbeschreibungen/igel.html


OG-Fest und Biotoppflege am Hausener Weiher, 26.09.2015

Trockenes Herbstwetter war ideal für die geplante Aktion

 

Jedes Jahr fällt einiges an, was zum Erhalt des Biotops zu erledigen ist. Dank tüchtiger Helfer, auch im Vorfeld, war die Arbeit doch relativ schnell erledigt. Die Steilwand (für den Eisvogel) wurde ertüchtigt. Der Heckensaum an der Südseite des Weihers wurde erneut ausgelichtet und die anfallenden Äste und Zweige gleich für den Bau einer Igelburg weiter verwendet. Im Inneren der Igelburg fand das von Herbert Lüttich vorbereitete Igelhäuschen seinen vorgesehenen Platz. Mal sehen, ob der eine oder andere Igel das neue Zuhause auch annimmt. Alle Nistkästen wurden kontrolliert, wenn nötig auch repariert und gesäubert.

Wie immer, fand sich auch einiger Müll straßenseitig, der gleich mit eingesammelt und entsorgt wurde.

 

Schließendlich gab es leckeres Biogrillwürstchen und Karpfenfilet von einem Prachtkarpfen aus dem "eigenen" Weiher, denn auch ein gemütlicher Abschluss des umfangreichen BN-Sommerprogramms sollte nicht zu kurz kommen.

 

 

 

 



28.07.2015 Traditioneller Besuch auf dem Anna-Fest

Wer viel arbeitet, darf sich auch mal ohne Tagesordnungspunkte zusammen setzen! Die Ortsgruppe Forchheim lädt regelmäßig vor der Sommerpause zu einer geselligen Runde auf dem Blümleins-Keller ein. Trotz recht kühlem Wetter sind etliche Mitglieder der Einladung gefolgt.




Amsel, Drossel, Fink und Star

Vogelwanderung des Bund Naturschutz Bayern in das Naturschutzgebiet „Büg“

Mit dem Fortschreiten des Jahres ist es wieder zu hören, das vielfältige Konzert der Vogelstimmen. Der Bund Naturschutz, Ortsgruppe Forchheim, lud am Samstag, den 9.5.2015, zu einer Vogelwanderung ein. Der Ornithologe Herbert Lüttich führte die Teilnehmer durch die Landschaft der „Büg“ nördlich von Forchheim.

Bei guten äußeren Bedingungen waren die Teilnehmer beeindruckt von der klangintensiven Darbietung der Nachtigallen im Gebiet. Höhepunkt war die Beobachtung der Wasservögel auf den Aussandungsflächen im Norden des Gebiets, den verschiedenen Entenarten, Steilwandbewohnern wie der Uferschwalbe und dem Eisvogel und inzwischen selten gewordenen Arten offener Flächen wie dem Kiebitz. Imposant anzuschauen war das variantenreiche Balzspiel des Haubentauchers und das standbildhafte Verharren der Kormorane beim Trocknen der Flügel.

Wie immer in der Büg waren die Eindrücke derart vielfältig, dass die avisierten 2,5 Stunden für das Programm zu kurz bemessen waren. Der Referent ergänzte die Liste der aufgefundenen Arten durch eigene Beobachtungen und Erfahrungen aus seiner langjährigen praktischen Tätigkeit im Vogelschutz.

Der Kreisvorsitzende, Dr. Ulrich Buchholz, dankte Herrn Lüttich im Anschluss an die Veranstaltung im Namen aller Beteiligen für seine engagierte Führung.



Gegen die Bebauung der Hangwiesen bei Forchheim-Reuth

Hang- und Streuobstwiesen gehören zu den landschaftsprägenden Elementen Oberfrankens. Aufgrund ihrer exponierten und landschaftlich reizvollen Lage sind sie allerdings auch Gegenstand von Bauanfragen und Bauplanungen. In jüngster Zeit steht die Bebauung von Hangwiesen bei Reuth im Mittelpunkt des Interesses von Stadtrat und Stadtplanung. Es handelt sich dabei um einen Wiesenteil zwischen dem Ortsrand von Reuth und den eigentlichen Streuobstbeständen nördlich der Ruhstraße, eines der meistfrequentierten stadtnahen Naherholungsgebiete .

Nach Meinung des BN wird mit dem geplanten Wohngebiet der erste Schritt getan in Richtung auf die mittelfristige Bebauung der gesamten Wiesenflächen zwischen Reuth und dem Kratzer Steinbruch. Diese Entwicklung muss verhindert werden! Deshalb unterstützt der BN (Ortsgruppe Forchheim) die Bürgerinitiative „Schützt die Reuther Hänge“!

Wer sich in die Liste für das Erreichen eines Bürgerbegehrens eintragen und damit seine Stimme gegen die Zerstörung von Natur- und Naherholungsflächen erheben will, kann sich zu den üblichen Bürozeiten in der Geschäftsstelle des BN (Vogelstraße 24) in die Unterschriftslisten eintragen. Zeichnungsberechtigt sind Bürger der Großen Kreisstadt Forchheim.

Kontakt: Dr. Ulrich Buchholz, 09191-727037.


Amphibienexkursion an den Örtelbergweihern, 14.03.2015

Amphibienexkursion an den Örtelbergweihern

Die Gruppe der Amphibien ist nicht nur bei uns in Deutschland, sondern weltweit, in einem besorgniserregenden Bestandsrückgang begriffen. Die Gründe dafür sind im Moment in ihrer Komplexität nicht gänzlich geklärt, doch sind neben Krankheiten sicher der Verlust von Lebensräumen und die Einschränkung von Wanderkorridoren dafür verantwortlich. Umso wichtiger ist es, die lokal vorhandenen Bestände zu schützen und der Bevölkerung ein Verständnis für diesen Beitrag zum Artenschutz zu vermitteln.

Am 14.3. führte der BN (Ortsgruppe Forchheim) eine Exkursion an die Örtelbergweiher durch. Bei vorangegangenen Nachttemperaturen von 3°C und einer tagelangen Trockenheit waren leider im Bereich des Amphibienleitsystems nur ganz vereinzelt Tiere zu entdecken. Dazu gehörten Braunfrösche und 1 Teichmolch, welcher der Exkursionsleiter, Herr Dr. Buchholz, den Teilnehmern zeigen und erklären konnte. Aufgrund der Trockenheit hielten sich einige Froschlurche in den angrenzenden und die Straße kreuzenden Gräben auf. Bei Einsetzen von ergiebigen Niederschlägen gepaart mit höheren Temperaturen dürfte der Amphibienzug ab der kommenden Woche deutlich zunehmen.

Speziell für Kinder ist der Umgang mit den Tieren ein bleibendes Erlebnis. Es handelt sich bei den Amphiben um sensible, zerbrechliche  Arten, die keinerlei Ekel verdienen, sondern sehr wohl ihre Rolle im Beziehungsgeflecht des Lebens spielen. Dies zu vermitteln sollte auch in Forchheim unsere Aufgabe sein.

Ulrich Buchholz


Der Ausstieg aus der Atomenergie muss gelingen - Mahnwache zum 4. Jahrestag des Reaktorunfalls in Fukushima

Zum 4. Jahrestag des Reaktounfalls von Fukushima fand erneut unter Organisation von den Grünen, der SPD, der Energie- und Klima-Allianz sowie der BN-Kreisgruppe Forchheim eine Mahnwache auf dem Rathausplatz statt. Eine Studie, die der BUND mit seiner österreichischen Partnerorganisation Global 2000 veröffentlicht hat, hält den EU-weiten Atomausstieg bis 2030 für möglich. Voraussetzung dafür sind stärkere europaweite Anstrengungen zur Steigerung der Energieeffizienz und ein schneller weiterer Ausbau erneuerbarer Energien.

 

Weitere Information unter BUND.net > Pressemitteilungen

 


Ramadama an den Örtelbergweihern, 28.02.2015

Kaum werden die Tagestemperaturen wieder erträglich, wandern die Frösche, Kröten und Molche von ihren Winterquartieren zu den Laichbiotopen. Damit sie auf dieser Wanderschaft nicht im wahrsten Sinne des Wortes unter die Räder kommen, wurden an mehreren Stellen im Landkreis Forchheim Querungshilfen an Straßen geschaffen. Diese müssen jährlich von Unrat und Aufwuchs gesäubert werden, um eine gefahrlose Querung der Tiere zu gewährleisten.

Die Ortsgruppe Forchheim des BN kümmerte sich 2015 wie in jedem Jahr um das Amphibienleitsystem an den Örtelbergweihern. Unterstützt von einer Jugendgruppe der Gemeinde St. Anna und zahlreichen fleißigen Helfern wurden die Arbeiten am Samstag, den 28.2.2015 durchgeführt. Bei zwischenzeitlich guten äußeren Bedingungen war die Aufgabe innerhalb von 2h erledigt, so dass man zum verdienten Lohn in Form von Kuchen, Grillwurst und Getränken übergehen konnte. Für die Mitwirkenden ergaben sich zahlreiche schöne Momente in der Natur, wobei bereits der erste Frosch entdeckt werden konnte.

Jetzt können die Tiere kommen!

Ulrich Buchholz


Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe am 27.02.2015



Karpfenwanderung am 07.12.14

Die traditionelle Karpfenwanderung hat von der Teilnehmerzahl her die bisherigen Dimensionen gesprengt! Auch 2015 ist im Dezember diese Aktion wieder vorgesehen, um aber für alle im gleichen Gasthaus einen Platz zu bekommen, wird eine Anmeldung erforderlich sein. Die Ortsgruppe wird die Wanderung rechtzeitig ankündigen.


Biotoppflegetag der Ortsgruppe Forchheim am 25.10.2014

Am Samstag, den 25.10.2014 führte der BN, Ortsgruppe Forchheim, seinen Biotopflegetag am „Hausener Weiher“, einem ehemaligen Angelteich zwischen Forchheim und Hausen durch. Seit mehreren Jahren ist die Ortsgruppe für die Unterhaltung der Gehölze rund um die Wasserfläche zuständig. Nach der Übernahme des Objekts hat sich am Standort ein artenreiches Feuchtbiotop mit standorttypischer Vegetation entwickelt. Um ausladende Verbuschung zu verhindern, wurden Teile des Ufers bis auf den natürlichen Schilf von hoher Vegetation befreit. So wird gewährleistet, dass sich auch konkurrenzärmere Pflanzenarten ansiedeln können. An einer südexponierten Uferstelle wurde eine Steilwand zur Ansiedlung von spezialisierten Vögeln abgegraben. Die Einflugschneisen für die zahlreichen Nistkästen wurden freigeschnitten, so dass einer fleißigen Belegung dieser Vogelnistmöglichkeiten im kommenden Jahr nichts im Wege stehen dürfte.

Wer arbeitet soll auch essen und fröhlich sein. Deshalb saßen die fleißigen Helfer nach getaner Arbeit noch lange Zeit in fröhlicher Runde beieinander und ließen sich die Bratwürste vom Grill und guten Kuchen schmecken. So hinterließ dieser Tag bei allen von uns einen positiven Eindruck von dem, was machbar ist, wenn man gemeinsam etwas in Angriff nimmt und auch den Spaß an der Sache nicht zu kurz kommen lässt.

Wir bedanken uns bei allen, die fleißig vorbereitet und mitgearbeitet haben und freuen uns auf den Biotoppflegetag 2015. Er wird auf unserer Homepage rechtzeitig angekündigt werden!

Dr. Ulrich Buchholz


Tagfalterexkursion am Kratzer-Steinbruch

Trotz des teils feuchten Wetters konnten viele Tagfalter bewundert werden.

Am Samstag, dem 05.07.2014, führte die OG Forchheim unter Leitung von Dr. Ulrich Buchholz, Biologe, eine Schmetterlingsexkursion rund um den Kratzer-Steinbruch durch. Dabei konnten interessierte Kinder, aber auch einige Erwachsene, in anschaulicher Form die häufigsten Tagfalterarten unserer Region kennenlernen.

 


Vogelstimmenexkursion am 17.05.14

Rund um die Örtlbergweiher


Entgegen erster Befürchtungen blieb der frische Wind, der die letzten Tage geherrscht hatte, aus. Und so waren die 11 Teilnehmer der Exkursion zuversichtlich, einiges von der Vogelfauna am Rand von Forchheim in Ton und Bild zu erleben. Man traf sich am 17.5.2014 um 18:00h am Waldparkplatz an den Örtlbergweihern, um unter der Führung des Ornithologen Norbert Braun während einer zweistündigen Wanderung die Vogelwelt dieser Gewässerlandschaft, aber auch jene der benachbarten Wälder und Wiesen zu erkunden.

Erstes Ziel war eine Graureiherkolonie beachtlicher Größe. Die Jung- und Altvögel in den Horsten quittierten die Anwesenheit der Vogelfreunde nicht gerade mit Begeisterung, so dass der Trupp sich sehr bald in Richtung Teiche in Bewegung setzte. Dort waren allerdings einige eher seltene Arten zu entdecken, wie der Bruch-Wasserläufer, der Flussregenpfeiffer und mehrere Schnatterenten. Auch zahlreiche Vogelfamilien der Graugans, des Höckerschwans, der Stockente und des Blässhuhns säumten den Exkursionsweg. Die Teilnehmer waren sich einig, dass all diese Arten sehr für den ökologisch hohen Wert der Fläche sprechen, und dass Maßnahmen des Naturschutzes hier voll berechtigt sind.

Im letzten Teil der Exkursion führte der Weg durch die Heckenlandschaft am Rande der Teiche zurück zum Ausgangspunkt. Ein Exkursionsteilnehmer hatte am Vortag an gleicher Stelle eines der seltenen Blaukehlchen fotografieren können. Herr Braun sprach die Problematik des Überlebens von bodenbrütenden Vögeln in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten an. Durch die ständigen Störungen durch freilaufende Hunde sind die Bruten dieser Vögel stark gefährdet. Der Besatz dieser Arten ist in starkem Rückgang begriffen. Trotzdem kann der interessierte Laie über den ornithologischen Artenreichtum im belebten Stadtrandgebiet nur staunen. Während der Exkursion notierten die Teilnehmer 39 Arten, was natürlich einerseits für den Strukturreichtum des durchmessenen Geländes spricht, andererseits aber auch die hohe ökologische Wertigkeit der Landschaft rund um die Örtlbergweiher widerspiegelt.

Zum Schluss der Veranstaltung dankte der Vorsitzende der Ortsgruppe Forchheim, Herr Dr. Ulrich Buchholz, Herrn Braun im Namen der Exkursionsteilnehmer für die fachkundige und engagiert durchgeführte Veranstaltung.


Amphibienexkursion an den Örtelbergweihern am 22.03.14

Viele interessierte Kinder, Eltern und Großeltern haben sich bei gutem Wetter auf dem Waldparkplatz an den Örtelbergweihern eingefunden, um mehr über dieses in unserer Region bedeutendsten Amphibienvorkommen und die verschiedenen Tiere zu erfahren. Nach einer Einführung durch Diplombiologen Dr. Ulrich Buchholz, dem 1. Vorsitzenden der Ortsgruppe Forchheim, ging es dann auch gleich zur Sache: Dank des milden und feuchten Wetters konnten etliche Molche (Teich- und Kammmolche) sowie Braunfrösche und Erdkröten am Betonzaun gefunden und in kleine Eimer gesetzt werden. Alle Kinder trauten sich, die Tiere vorsichtig anzufassen. Und viele Kinder wussten auch schon einige Menge über die Lebensweise der Amphibien und warum alljährlich im zeitigen Frühjahr diese besonderen Tiere auf Wanderschaft gehen.....Am Schluss wurden alle eingesammelten Tiere auf der anderen Straßenseite wieder in die Freiheit entlassen. 

Lese-Tipp: "Welche Kaulquappe ist das?" von Friedo Berninghausen, ISBN 3-925815 25-2, Herausgegeben vom NABU. Der wetterfeste Amphibienführer.

 

Einige Bilder von der Amphibienexkursion



Ramadama am Amphibienleitsystem an den Örtelbergweihern, 22.02.2014

Bevor die Amphibien wandern, gibt es jedes Frühjahr einiges zu tun, um den Weg für die Tiere in die Tunnels des Amphibienleitsystems unter der Kreisstraße zwischen Forchheim und Bammersdorf durchgängig zu machen.

Es helfen auch immer viele Kinder und Jugendliche mit. Das Tragen von Warnwesten ist Pflicht, da die meisten Autofahrer doch sehr zügig unterwegs sind und die Arbeiten (Müll einsammeln, Äste und überhängende Zweige entfernen, Durchlässe frei machen) teilweise sehr nahe am Straßenrand stattfinden. Nach der Arbeit gibt es immer auch eine Brotzeit, Kuchen und Getränke.

 

 

 


"Planetenwanderung"

Die von Maria Schrüfer ausgesuchte und geführte Wanderung startete am Wanderparkplatz in der Nähe des Flugplatzes Feuerstein. Bei ziemlich kühlem, aber trockenem Wetter fanden sich 12 Begeisterte zur der fast 11 km langen Rundwanderung ein. Am Anfang sind die Sonne und ihre Planeten (als Metallkugeln dargestellt) im richtigen Größenverhältniss und Abstand zueinander bei der Sternwarte Feuerstein aufgebaut. Um das gesellige Element zu vervollständigen, wurde wie immer abschließend in einem lokalen Gasthaus eingekehrt.


Tiere unserer Heimat

 


 

Naturausstellung für Kinder aus Anlass des 40 jährigen Vereinsjubiläums der Kreisgruppe Forchheim des BUND Naturschutz

Wer kennt sie noch, die Tiere, die uns täglich umgeben und deren Formen und Farben uns erfreuen? Welches Kind kann 10 verschiedene Vögel aufzählen? Das ist einer der Gründe, weswegen es wichtig ist, heute zu zeigen, was morgen vielleicht schon nicht mehr existiert.

Vom 30.06.-02.07.13 fand im Gemeindehaus der katholischen Gemeinde Johannes Don Bosco in Forchheim (Don Bosco-Str.2) eine Naturausstellung unter dem Titel "Tiere unserer Heimat" statt. Der Initiator dieser Ausstellung, unser Vereins- und Vorstandsmitglied Herbert Lüttich, stellte unter großem persönlichem Einsatz mit der Hilfe einiger Vereinsmitglieder u.a. Vogelbälge, Insektenkästen bis hin zu einem Aquarium mit Fischen und Muscheln und ein Terrarium mit Wander-Heuschreckenlarven aus.

Mittelpunkt der Ausstellung war eine mit Bäumen bestandene Fläche, auf der sich typische Tiere des Waldes befanden. Die Kinder bekamen einen Eindruck von der Vielfalt der Lebewesen am Waldboden und in den Wipfeln und staunten über die lebensechten Präparate in diesem Diorama. Eine Tonbildschau ergänzte mit interessanten Beiträgen. Bei einem Naturquiz konnten die Kinder ihr Wissen über Waldtiere erproben.

Am Sonntag, 30.06.  wurde die Ausstellung vom stellvertretenden Kreisvorsitzenden des BUND Naturschutz, Herrn Dr. Ulrich Buchholz, eröffnet. Er begrüßte die Kinder und Erwachsenen der Gemeinde Don Bosco sowie die anwesenden Gäste. Montag und Dienstag waren dem Besuch durch Kindergarten- und Schülergruppen vorbehalten, welche dieses einzigartige Angebot auch reichlich nutzten.

Herrn Lüttich soll zum Schluss der Dank des BUND für die Vorbereitung und Durchführung der für Forchheim sicher einzigartigen Ausstellung ausgesprochen werden. Dank auch an alle Mitglieder der OG Forchheim, die beim Auf- und Abbau der Ausstellung mitgeholfen haben.

 


 


Was fliegt denn da?

 

 

    

Schmetterlings Exkursion für Kinder am 06.07.13

Wenn auch deutlich verspätet, stellte sich auch in diesem Jahr der Flug der tagaktiven Schmetterlinge am Kratzer-Steinbruch bei Forchheim ein. So nah vor der eigenen Haustür die häufigsten Tagfalter kennen zu lernen macht viel Spaß und verspricht kurzweilige Stunden. Und so waren Kinder und Erwachsene entlang des Fußwegs nach Reuth auf der Spur von Landkärtchen, Großem Ochsenauge, Hauhechelbläuling und Schornsteinfeger.

Mit Fleiß waren die Kinder dabei,neue Arten zu entdecken. Unter der Leitung von Dr. Ulrich Buchholz erfuhren die Teilnehmer, dass es auf den stadtnahen Wiesen nicht nur Arten mit allgemein weiter Verbreitung gibt, sondern auch gefährdete Schmetterlinge wie den Wegerich-Scheckenfalter. Man musste eben nur genau hinsehen!

Schmetterlinge sind eine lohnende Tiergruppe, um sie mit Kindern und interessierten Erwachsenen zu erleben. Sie sind attraktiv, sagen viel über den Zustand der Umwelt aus und lassen sich mit gezielten Maßnahmen im eigenen Garten fördern, etwa durch das Anpflanzen von Blütenpflanzen und extensive Mahd.

Schmetterlinge sind ein Teil der Natur und es wird uns allen auffallen, wenn wir sie nicht mehr haben. Deshalb sollten wir allen Menschen zeigen, was uns umgibt und welche Schätze wir vor der Haustür besitzen, aber auch, dass wir alle für deren Erhalt etwas tun müssen. Die Schmetterlings Wanderung am Kratzer-Steinbruch hat dazu sicher ihren Teil beigetragen.