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Die Auftaktveranstaltung vom 03. Mai 2021

Klimafolgenprojekt „Stadt-Klima-Wandel 21“

Werden wir in Forchheim bis 2040 Hitzesommer wie in Nordafrika haben? Wie schützen wir uns in den Städten vor den Folgen des Klimawandels?

Unter dieser Fragestellung lud die Kreisgruppe Forchheim des Bund Naturschutz in Bayern e.V. zum Zoom-Webinar. In seinem Grußwort wies der Schirmherr der Veranstaltung, Herr Staatsminister Thorsten Glauber, auf die Notwendigkeit des Umbaus der Kommunen zu Einheiten hin, die Niederschlagswasser auf der Fläche verdunsten, durch ihre Grünflächen und Gebäudebegrünungen für eine Reduktion der sommerlichen Temperaturen in den Häusern sorgen und gleichzeitig durch Photovoltaik einen hohen Selbstversorgungsgrad an Energie erreichen. Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein wies auf die Ansätze und Projekte hin, die die Stadt Forchheim im Hinblick auf die Diskussion um eine Verbesserung des Stadtklimas in Zeiten des Klimawandels angeschoben habe. Sein Beispiel, das neue Wohngebiet bei Kersbach, zeige in vorbildlicher Weise, wie die Prinzipien des Klimaschutzes in die Bauleitplanung integrierbar seien.

Herr Holger Müller hatte im Jahr 2017 den Auftrag der Stadt Forchheim, ein Klimagutachten zu erstellen und hatte deshalb einige lokale Aspekte parat. In seinem Impulsreferat ging er auf einige wichtige Punkte ein. Zunächst sind es die Kaltluftströme, welche Hitzestau in der Stadt moderieren helfen sollen. Diese dürften nicht weiter leichtfertig durch Querverbauung behindert werden. Bestehende Wärmeinseln um die Altstadt herum sollten durch die Anlage von Grünzügen und grünen Sickermulden verkleinert werden. Dies schaffe gleichzeitig Schutz vor den in Zukunft zunehmenden Starkregen.

Im Diskussionsteil gingen die Zuhörer der Veranstaltung auf Themen wie die Notwendigkeit, im Stadtbereich Großbäume zu schützen, den zu erwartenden Temperaturanstieg in der Stadt und die baulichen Möglichkeiten zur Minderung von negativen Klimafolgen ein. Die Frage nach der Betroffenheit der nächsten Generationen beantwortet Frau Katja Körber von der Umweltstation Liasgrube. Als Kooperationspartner des Bund Naturschutz bietet dieses Umwelt-Lehrinstitut Kurse für Kindergarten- und Schulkinder an, um schon in frühem Alter das Wissen um die Aspekte des Klimawandels und die Wichtigkeit von eigenem Handeln zu unterstreichen. Denn – so resümierte der Vorsitzende der Kreisgruppe Forchheim, Dr. Ulrich Buchholz, in seinem Schlusswort – wir wissen nicht exakt, welche Schäden wann auftreten werden, wir wissen aber, dass wir Gegenmaßnahmen ergreifen müssen - jetzt und hier.

Die Veranstaltungsreihe wird fortgesetzt mit der Zoom-Veranstaltung (Webinar):

Und zu den Webinaren finden "Themenbegleitende Ausstellungen" in der Sparkasse in Forchheim statt, die informativ zu den jeweiligen Schwerpunktthemen ergänzend zu besuchen sind.