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Aktuelles - Brennpunkt: Umfahrung Dormitz

Flächenfraß? Nein danke!

Die Erdkugel ist kein aufblasbarer Ballon

Für den Ausbau des ÖV (Öffentlicher Verkehr) zu kämpfen, ist heute eine dankbare Aufgabe und man weiß sich von allen Seiten geliebt.
Gegen die Exzesse des MIV (Motorisierter Individualverkehr) zu kämpfen ist weit weniger populär aber unvergleichlich wichtiger.

(Hannes Müller, Verkehrsplaner, Zürich)

Größenwahn in Bayern: Was die Flughafen-Neuplanung München an Gigantomanie vorgelegt hat, ist die Umfahrungsplanung für Dormitz

 

 

Mai 2012 - Entschleunigung der Hauptstraße nicht dringend?

Offenbar ist dem Gemeinderat von Dormitz der alsbaldige Schutz der Bürgerinnen und Bürger Dortmitz mittels Beruhigung vom Straßenverkehr auf der Hauptstraße kein echtes Anliegen.


Ein aus der gemeinsamen Aktion mit dem Bürgerforum Dormitz (BfD) vom 13.12.11 entstandener, mit Unterschriften untermauerter Antrag zum Rückbau der Staatsstraße auf die gemäß Verkehrslast notwendige Straßenbreite von 6,50 m, mit Durchziehen von Fahrradmitbenutzugsmarkierungen auf der Fahrbahn, mit Verbreitern der Gehwege und Verbessern der Übergange wurde mit 9:1 Stimmen am 18.05.12 abgelehnt.

Das offizielle Dormitz nimmt damit eine Chance zum umgehenden Schutz nicht wahr, der nach Angaben des Staatlichen Bauamts mit ca. Mio 2 € zu haben wäre. Von dort gesehen natürlich nur als Alternative zur Umfahrung, die mehr als das 5-fache teurer ist.
In einer Zeit der leeren Kassen eine Forderung nach "Mehr-haben-Wollen" macht bedenklich. Zumal, käme diese teure Lösung (bei gleichzeitig gefallener Verkehrsbelastung gem. der offiziellen Straßenverkehrszählung 2010) zum Zug, so müsste die Hauptstraße dennoch verkehrsberuhigt werden - Kosten, die der Freistaat im Bereich der eigentlichen Fahrbahn dann nicht mehr übernimmt und die den Anliegern zufallen. Daraus erscheint eine Entschleunigungslösung eher unwahrscheinlich, zumal die Kosten für die Gehsteigs- und Begleitmaßnahmenausbauten von der Gemeinde aufzubringen sind.

Dormitzer Bürgerinnen und Bürgern könnten hier nur entlastet werden, wenn sich die Gemeinde aktiv um die Entschleunigungslösung, bei der sie sich frühzeitig um ein wohlgefälliges Konzept und dessen Umsetzungsplanung mit  Klärung der Kostenfrage, bemühen würde. Dann wäre klar, welche Mittel die Gemeinde neben dem kostenfreien Herrichten der Fahrbahn durch den Freistaat an anderer Stelle auftun und beschaffen müsste, um die Anlieger zu entlasten.

So aber, mit dem kategorischen Festhalten an der Umfahrung, verbleiben nur Nachteile, z.B.:

  • teuerste Lösung, belastend für den Bayerischen Haushalt / den Steuerzahler
  • Abschneiden der Geschäfts- und Gaststättenbetriebe von Kunden entlang der Ortsdurchfahrt
  • ungewisse Entschleunigungslösung (Regelfall = Überziehen einer Teerdecke, Breiten, Einfahren etc. verbleiben so wie gehabt (s. Gräfenberger Straße in Neunkirchen, bei der es trotz Südumgehung zu einem Unfall mit Kindern gekommen ist)) verschoben auf "später", Wirksamkeit fragwürdig
  • ungewisse Kostenklärung für die spätere Entschleunigungslösung
  • Planung einer Entschleunigungslösung mit wirkungsvoller Schutzfunktion bleibt im Dunkeln, Klärungen dazu ebenso
  • Vernichten wertvollen Ackerlands (in Zeiten des Betonens der Regionalversorgung)
  • ungeklärte Mehrbelastung durch abzuführende Oberflächewässer, insbes. bei häufiger zu erwartenden, punktuellen Starkregenereignissen
  • Verlust eines Naherholungsgebiets
  • bewusstes Zurückdrängen der Natur bis hin zur Inkaufnahme des Verlöschens seltener Arten

Können wir uns das mit vollem Wissen um die Dinge heute wirklich noch leisten, nur um an einer Wunschvorstellung von gestern festzuhalten?

 

Werden Sie aktiv, teilen Sie Ihre Position den gewählten Ortsvertretern mit!

Wenn auch Sie Interesse an einer nahefristig zu erreichenden Entschleunigungslösung mit durchdachter Schutzwirkung haben, kontaktieren Sie unsere BN-Ortsgruppe - vor Ort können Sie auch ansprechen:
Karin Weber, Richard-Wagner-Str. 2, 91077 Dormitz