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Notwendigkeit Westumfahrung nicht zu begründen

März bis September 2012: rückläufiger Verkehr will vom Markt nicht wahrgenommen werden; Friedhofstraße für LKW > 7.5 t erneut gesperrt

Der Markt Neunkirchen verschleiert den rückläufigen Gesamtverkehr auf der Staatsstraße St 2243 (Zählstelle 6332 9602), besonders aber den der Lastzüge (LKW über 3,5 t mit Hänger bzw. Sattelzüge), um 37% bei den 5-jährlichen offiziellen Straßenverkehrszählungen (Vergleich Jahre 2005 - 2010), um Fragen nach der Notwenigkeit zu vermeiden, z.B. mit seiner Stellungnahme vom 21.03.2012.

Aber auch der Hinweis, dass die Minderung des Lastzug-Aufkommens auf die ausgeschilderte LKW-Umfahrung über Weingarts (St 2236, Zählst. 6333 9601) zurückzuführen sei, greift nicht, da auch auf dieser Strecke sowohl der Gesamt- als auch der Lastzugverkehr rückläufig ist (Details siehe unten).

So wurde auch noch zur Ratssitzung am 20 Juni 2012 davon berichtet, dass Neunkirchen von 500 LKW LKW in der Friedhofstraße durchkreuzt würde, was der BN anhand der unten aufgeführten, offiziellen Zahlen  in der Öffentlichkeit zweimal,

Der BN führte darin aus, dass bis zur erneuten Sperre für LKW > 7,5 t Mitte August 2012 dort allenfalls 100 große LKW täglich verkehrten. Sebst im Sitzungsprotokoll bleibt weiterhin notiert:

  • "Der Straßenzug Friedhofstraße/Erleinhofer Straße/Henkerstegstraße wird täglich von 200-300 Lastkraftfahrzeugen befahren. Damit könnte trotz der Erteilung von Ausnahmegenehmigungen die Durchfahrt von Schwerlastfahrzeugen deutlich vermindert werden."

Es wird somit kein Bezug auf die offiziellen Daten des Freisstaats genommen. Statt dessen wird versucht, eine LKW-Anzahl nach eigenen Wunschvorstellung festzuschreiben, bevor diese per Sperrschild für immer aus Neunkirchen verbannt und so eine Westumfahrung begründen sollen. Verkehrsverlagerung statt Lösung eines Verkehrsproblems vor Ort - Umlandgemeinden sind Neunkirchen bis auf Weiteres egal.

Die Westumfahrung ist letztlich aus übergeordnetem, z.B. aus wirtschaftlichem Allgemeininteresse, nicht mehr zu rechtfertigen, daher gibt es auch keine Begründung, warum der Freistaat diese finanzieren sollte. Leicht umzusetzende Verbesserungen für die Anwohner sind auf andere Weise möglich - ein Umdenken in diesem Sinne ist mehr als überfällig.

erläuternde Leserbriefe:
EN - 01.09.2012: Gesamtverkehr hat abgenommen

EN - 30.07.2012: Müssen die Lkw kreisen?
NN - 29.06.2012: Schwerlastverkehr in der Neunkirchener Friedhofstraße
NN - 16.06.2012: Straße umbauen sinnvoller
WB - 12.06.2012: Hoffnung auf ruhigeren Ortsverkehr trügt

Erwiderung / Richtigstellung zur Marktstellungnahme 21.03.2012 und diversen Leserbriefen aus Weingarts

In der Öffentlichkeit wurde versucht, die Ausführungen des Bündnisses aus Bürgerinitiative MUNk e.V., Landwirten aus Ebersbach und Bund Naturschutz zu zerstreuen, zeitgleich wurden aber im Haushalt von Neunkirchen für 2012 ohne Beteiligung des Marktgemeinderates Gelder für eine vorgezogenene Planfeststellung der Umfahrung eingestellt. Folgende Fakten sind richtigzustellen:

Verkehrsentwicklung deutlich rückläufig – WU-Begründung zweifelhaft

Die offiziellen Unterlagen der Jahres-Zählungen 2005 / 2010 des Innenministeriums bestätigen einen deutlichen Verkehrsrückgang um etwa 10% – die demographische Entwicklung spiegelt sich wider. Insbesondere Lastzüge (LKW mit Hänger und Sattelzüge) sind rückläufig, auch auf der Umleitungsstrecke Weingarts, um 29 % (St 2236 von Kunreuth, bei Einmündung Schloßstraße bis Igensdorf, bei Einmündung Bayreuther Str. (Länge 11,4 km), Zählstelle 6333 9601 Nähe Abzweig Ermreuth s. eingefügten Kartenausschnitt aus Verkehrsmengenatlas 2007). Dort blieb der LKW Gesamtverkehr über 3,5 t zu 2005 in etwa gleich. Von durch die Umleitung verursachten “täglich unzähligen Brummis“ kann also nicht gesprochen werden.
[Abruf Internet: http://www.baysis.bayern.de/verkehrsdaten/svz/daten/Default.aspx , Zählstellennummer 63339601 eingeben]

Zwischen Honigs und Neunkirchen (St 2234, Zählstelle 6332 9602) zeigen die Detail-Daten (DVD Innenministerium) sogar einen 37 %igen Rückgang auf täglich 75 Lastzüge (von 206 Kfz (LKW) über 3,5 t); (2005: 321Kfz (LKW)/tgl, davon 119 Lastzüge).
[Abruf Internet: http://www.baysis.bayern.de/verkehrsdaten/svz/daten/Default.aspx , Zählstellennummer 63329602 eingeben]

Auszüge Detailzähldaten DVD OBB 2005/10 St 2243 zum Herunterladen (pdf)

Auszüge Detailzähldaten DVD OBB 2005/10 St 2236 zum Herunterladen (pdf)

 

Auch wenn diese 75 Lastzüge nur in die Friedhofstraße fahren würden (tatsächlich biegen hiervon aber diejenigen aus Hetzles dorthin ab, bzw. kommen von dort auch welche hinzu) und man nur weiter hinzukommende aus Hetzles verbucht, fahren in der Friedhofstraße bestenfalls 100 große LKW täglich. 50 Begegnungen ergibt diese Menge, unwahrscheinlich bleibt es, dass diese genau in der ca. 40 m langen Engstelle der Friedhofstraße stattfinden.

Richtig ist es allerdings auch, dass im Zeichen der Zeit des Versendens von Kleinstpaketen in jeden Haushalt (Internetbestellungen) der Güterverkehr durch die Friedhofstraße in Summe zugenommen hat. Dies allerdings bei den Fahrzeugen größer 2,8 t bis 3,5 t, was auch auf der LKW-Umfahrungsstrecke Weingarts-Igensdorf gilt. Hiergegen allerdings Umfahrungsstraßen bauen zu wollen, erscheint wenig zielführend.

Die Begründung zur Umfahrung „Begegnung von Lastzügen in der Engstelle“ schwindet. Rückläufiger Verkehr und ungebremster Straßenbau passen nicht zusammen – das ist schlicht unwirtschaftlich. Zudem ist eine Förderung im Rahmen der Sonderbaulast unter solchen Gegebenheiten fraglich. Investitionen in ein Planfeststellungsverfahren laufen womöglich ins Leere.

Abknickende Vorfahrt und Aufweitung der Einfahrt Friedhofstraße helfen rasch

Der Staubereich der Friedhofstraße würde weitgehend aufgehoben, dortige Lastzug-Begegnungen noch unwahrscheinlicher. Das Zusammentreffen von Staats- und Gemeindestraße ist kein Grund, diese Lösung nicht anzugehen. In Neunkirchen, am Erlanger Tor, ist die gleiche Konstellation bereits seit langem bewährt.

Die Abbiegeradien durch Umbau zu vergrößern vereinfacht das Abbiegen von Lastzügen erheblich. Ein Überfahrschutz sichert den Gehsteig. Konkrete Vorschläge liegen dem Markt seit langem vor.

Warum müssen die Neunkirchner Bürger und die des Umlands auf diese Lösung so lange warten?

Details auch Pressebericht Wiesentbote vom 18. April 2012

“Westumfahrung Neunkirchen”

 Somit steht fest:

Neunkirchen kann die Notwendigkeit der Westumfahrung nicht begründen!