Brennpunkt: Westumfahrung Neunkirchen

Themenüberblick

    • März 2012 bis September 2012: rückläufiger Verkehr
    • Flächenverbrauch für Westumfahrung von Neunkirchen am Brand inakzeptabel
    • Pressegespräch der Kreisgruppe zum Thema Westumfahrung Neunkirchen

2017 PLANFESTSTELLUNG Ortsumfahrung Neunkirchen am Brand eröffnet

Am 16.01.2017 wurde das Planfeststellungsverfahren eröffnet - Einwendungen gegen die in den Planungsunteralgen vorgestellte Monster-Lösung sind bis 03.03.2017 möglich - siehe unten-

Sonntagsspaziergang 12.02.2017 entlang der Trasse

Weitere Fotos

Am 16.01.2017 wurde das Planfeststellungsverfahren eröffnet - Einwendungen gegen die in den Planungsunteralgen vorgestellte Monster-Lösung sind bis 03.03.2017 möglich - siehe unten-

Der BUND Naturschutz, die Bürgerinitiative "MUNk e.V." und Landwirte, wie in der "Initiative der Grundstücksbetroffenen gegen die Westumgehung" luden alle Interessierten herzlich zu einem Sonntagsspaziergang entlang der Trasse des geplanten MAMUT-PROJEKTs WESTUMFAHRUNG NEUNKIRCHEN am Brand ein.

  • Die Begehung fand statt am Sonntag, 12. Februar 2017
  • Gastredner waren
    Hermann Greif,
    Bezirkspräsident des Bezirksverbandes Oberfranken, Bauernverband
    Markus Ganserer,
    Landtagsabgeordneter im Bayerischen Landtag für Bündnis 90/Die Grünen
  • Treffpunkt war bei der Trasse am Fußweg in die Pfaffenau abgehend von der Straße nach Ebersbach - Skizze.

Zur Homepage Bürgerinitiative MUNk. e,V.
   Thema Westumfahrung Nk und Verfassen von Einwendungen, s. HIER

 Bei Kaffee und Kuchen konnten sich dort mehrere Hundert Leute über die Planung der Umfahrung und die Dimensionen der Eingriffe informieren - für Musikumrahmung sorgte die Blaskapelle Ebersbach.

Die Presse berichtete

INFOS zur aktuellen Planung

BN-Position Westumfahrung Neunkirchen am Brand

Lassen Sie sich nicht täuschen

Befürworter der Umfahrung stellen ein stets wachsendes Verkehrsaufkommen als Begründung in den Vordergrund. Dabei schrecken sie, wie die Initiative Pro-WU, auch nicht davor zurück zurückliegende Spitzenwerte - hier für das Jahr 2005 bei der Zählstelle 63329602 nördlich Neunkirchens auf der St2243 nach Honigs - in einer Pressemitteilung einfach mal wegzulassen.

Lassen Sie sich nicht täuschen

Die offizielle Verkehrsentwicklung ab 1970 bis 2010 gemäß staatlichen Erhebungen bei der Zählstelle 63329602 nördlich Neunkirchens auf der St2243 nach Honigs zeigt, dass der Verkehr eben nicht mehr wie zuvor stetig anwächst, sondern stagnierend bis fallend ist. Auch die gegenüber 2010 leicht steigenden Werte der Verkehrsuntersuchung 2013 zur Begründung des Straßenbaus ändern an dieser Tendenz nichts. Grafisch sieht das für die Zählstelle 63329602 der St 2243 nördlich außerhalb der Ortschaft Neunkirchen am Brand so aus:

Die Verkehrsdaten im Einzelnen

Die offizielle Verkehrsentwicklung ab 1970 bis 2010 gemäß staatlichen Erhebungen bei der Zählstelle 63329602 sind aus nachstehender Tabelle für die einzelnen Verkehrsarten ersichtlich. 
Dabei ist zu beachten, dass der immer hervorgehobene Wert SV [Schwerverkehr ist alle LKW größer 3,5 t und die Busse] kein Anhaltspunkt für die eigentliche Anzahl an Lastzügen (LZ = große LKW mit Hänger oder Sattelzüge) ist. Diese werden als störend herangeführt - davon gab es 2005 aber nur 119 im Tagesdurchschnitt und 2010 nur 75. Diese wiederum fuhren aber nicht alle durch die Friedhofstraße.

Dass nach Sperrung der Friedhofstraße für LKW größer 7.5 t mit Bayerischem VGH-Beschluss vom 21. Oktober 2010 im gleichen Maße oder mehr der Verkehr mit Lastzügen (LZ) über die LKW-Ausweichroute Igensdorf-Weingarts angestiegen sei, kann aus den Staatlichen Zählungen auf dieser Strecke nicht abgeleitet werden (66 LZ 2005 , 45 LZ 2010). Dies belegt, dass die Behauptung, dass sich durch diese kurvenreiche Strecke alle durch die Friedhofsstraßen-Sperre vertriebenen LZ und noch mehr zusätzlich hindurchquetschen müssten,  schier als Märchen anzusehen ist.

Hier Download Betrachtung Verkehrszahlen aus 5-Jahres-Zählungen Zählstelle 63329602 nördlich Neunkirchen am Brand, die zeigt, dass das Aufkommen sein 2005 nicht weiter angesiegen ist.

Lassen Sie sich nicht täuschen - Bedrohung LKW-Ausweichverkehr ist real

Dass der die A9 mit A73 bzw. A3 verbindende Landstraßenzug von Schnaittach noch Forchheim oder Höchststadt sich für LKW als Ausweichstrecke herausstellen und daher in Perspektive deutlich höher frequentiert werden könnte, wird vom Staatlichen Bauamt Bamberg eher abgetan. Dies aber ist eine reale Bedrohung, führte doch das Bauamt bei einer öffentlichen Bürgerinformation zum Umfahrung am 08.02.2017 aus, dass die Umfahrung Neunkirchen nur als ein Baustein künftiger "Verbesserungen" am Gesamtstraßenzug zu sehen sei - was bedeutet, dass nach dem Entfernen der LKW-Engstelle Neunkirchen zukünftig noch mit weiteren Durchlässigkeitsverbesserungen für LKW zu rechnen ist, also mit steigender Attraktivität zum LKW-Ausweich über Neunkirchen.

Lassen Sie sich nicht an der Nase herumführen - werden Sie aktiv - machen Sie von Ihrem Einspruchsrecht gegen diese Planung Gebrauch!

Mit der UmweltVerträglichkeitsStudie (UVS) die der Straßenbauer in Auftrag gegeben und der Markt Neunkirchen mit hohen Eigenmitteln bezahlt hat, wird versucht den Weg für die Straße frei zu schießen. Darin gibt es etliche Angriffspunkte für Einwendungen.

Was sind Einwendungen - Wie, warum, wann und wer? Hierzu Download zu einer kleinen Erläuterung.

Vorschläge für Einwendungen im Bereich der UVS zu den so genannten "Schutzgütern", das sind Mensch, Tiere, Boden und Pflanzen, Wasser, Eigentum, Kultur, übergeordnetes öffentliches Interesse, und zum Bereich "Kosten" können hier heruntergeladen werden:

              pdf-Version              doc-Version

Vorschläge für Einwendungen zu den Themen

  • Mangelnde verkehrliche Notwendigkeit
  • Keine wirkliche Lösung der Verkehrsproblematik
  • Freier und fußläufiger Zugang zu Naherholungsgebieten unterbunden
  • Geringe Würdigung und unzureichende Abwägung nicht wiederherstellbaren Bodens und Naturgüter

können hier heruntergeladen werden:

              pdf-Version              doc-Version

Lassen Sie sich nicht an der Nase herumführen, ein Großteil der Neunkirchner Bevölkerung stehe hinter der Westumfahrung

Die Befürworter der Westumfahrung Neunkirchens verbreiten die Behauptung, dass sich mit dem Bürgerentscheid 2013 ein Großteil der Neunkirchner Bügerinnen und Bürger zum Bau der Westumfahrung ausgesprochen habe. Das ist definitiv falsch und wird nur als vorgeschobene Halbwahrheit benutzt, um zu verscheiern, dass es eigentlich nur wenige Straßenanwohner sind, die die Forderung nach einer Umfahrung stützen. Überdies hatte der Bürgerentscheid lediglich die Freigabe von Geldern des Marktes zum beschleunigten Erstellen der jetzt vorgelegten Panungsunterlagen - nicht den Bau der Straße - zum Thema (Ergebnis, dass viele Neunkirchner gar nicht teilgenommen hatten, siehe unten). Auch bei der Bürgerinformation am 08.02.2017 war das Verhältnis der Anwesenden eher 60 zu 40 Gegner zu Befürworter der Straße.

Der Freistaat ist zweifelsohne in der Klemme, da die freizügige Benutzung seine Staatstraße auch mit hohen Fahrzeugen durch die Neunkirchner Tore eingeschränkt ist. Diesen Fakt nutzen die Befürworter aus, um den Freistaat vor sich herzutreiben und von diesem immer gagantischere Ausplanungen zu fordern. Gleichzeitig sperren sie diesem aber die Alternative über den Straßenzug, der an den Toren und dem Innerortskern vorüber führt. Einer Lösung, die bei fachliche gezielter Ausführung zur Belasungsverminderung der Anwohner ein mit diesen zu erreicnder Kompromiss darstellen würde.

Hierbei wird in Kauf genonnen, dass das Mamut-Projekt zeitlich kaum rasch zu bewegen sein wird, gleichzeitig aber stets in Jahrsabständen betont wird, dass man unbedingt für die Sicherheit der Kinder tätig werden müsse. Genau das könnte umgehen geschehen, würde das Gehirn eingeschaltet und nicht unnötig auf einen Rechtsentscheid, ob die Straße gebaut werden kann, gewarten. Was hat so etwas mit politischer Verantwortung zu tun?


Negativpunkt 2013


24.10.2012: Markt steigt nicht in die kommunale Sonderbaulast ein

In der Gemeinderatssitzung vom 24.10.2012 wird unter Tagesordnungs-Punkt 7
"Verlegung der Staatsstraße 2243 westlich von Neunkirchen a. Brand;
Abschluss einer Planungsvereinbarung mit dem Freistaat Bayern zur Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens sowie Vergabe von Planungsleistungen"

über einen Antrag der Verwaltung abgestimmt, der vorsah, die Planung der Westumfahrung im Rahmen des Verfahrens "Kommunale Sonderbaulast" vorzuziehen. Das Verfahren erlaubt unter der Inaussichtstellung einer Föderung von 70 - 80% der Planungs- und (späteren) Baukosten für die Kommune das Erstellen von Planfeststellungsunterlagen unter deren Regie als (potentieller) Baulastträger, welche anderenfalls der Freistaat für Objekte nach Stufe 1 Reserve erst bei der nächsten Bayern-weiten Bewertung zum Dekaden-Wechsel 2019/20 erstellen lassen kann, erhält dieses dabei einen vorderen Rang zur Realisierung.

Das Abstimmungsergebnis lautet 9:10, der Antrag (. . . mehr)

Notwendigkeit Westumfahrung nicht zu begründen

März 2012 bis September 2012: rückläufiger Verkehr will vom Markt nicht wahrgenommen werden, Friedhofstraße für LKW > 7.5 t erneut gesperrt . . . mehr

Detaildaten der Verkehrszählung 2010 gemäß Verkehrsmengenatlas 2012 (DVD des Innenministeriums Oberste Baubehörde) beim Markt Neunkirchen am Brand offenbar unbekannt.

Flächenverbrauch für Westumfahrung von Neunkirchen am Brand inakzeptabel

Im Norden von Neunkirchen befindet sich die Hochfläche des Höllpfuhls und des Gries, westlich davon der Lohrwald und der Talgrund des Ebersbachtals. Die Höhendifferenz zwischen dem Höllpfuhl und dem Talgrund beträgt 40 m. An den Talgrund schließt sich westlich der Pfaffenau-Wald an. Im Süden des Tals fließt der Ebersbach in den Brandbach. Vor dem Zusammenfluss säumen Auenwälder die beiden dort parallel fließenden Bäche. Durch diese Topographie soll die Umfahrung gebaut werden.

Auch der Bund Naturschutz schützt den Mensch, indem er dafür kämpft, verbliebene Naturressourcen zu erhalten . . . (mehr)

Pressegespräch der Kreisgruppe zum Thema Westumfahrung Neunkirchen

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