Aktuelle Meldungen

Willkommen bei den aktuellen Meldungen im Archiv der Komplett-Meldungen. Hier sind die Komplett-Texte der Aktuellen Meldungen in chronologischer Reihenfolge zu lesen.

Zu beachten: Komplett-Texte der BENNPUNKT-Themen sind beim jeweiligen Brennpunkt zu finden!

Relationen - Wo wir wohnen, . . .

Blick auf die aufgehende Lebenskugel Erde mit ca. 12.700 km Durchmesser von der Oberfläche des Mondes gesehen -  Abstand 384.400 km

. . .  was wir schützen und bewahren (müssen) UND . . .

(obiges Foto aus dem Raumschiff Apollo 11) 

. . . WARUM

6.000.000.000 km (knapp) vom zu schützenden Leben auf der Erde entfernt . . .
"Ein blasser blauer Punkt – wie ein Staubkorn, das in einem Sonnenstreif schwebt.", 1990 Voyager 1 Sonde, Rückblick Sonnensystem  . . . ohne Anzeichen von Leben dazwischen . . . 

Hinweis: Aktuelle Meldungen einzelne Brennpunkte Ortsumfahrung Dormitz und Neunkirchen hier


AKTUELLES

Ute Gellenthien erläutert der lauschenden Gruppe der Exkursionsteilnehmern die Besonderheiten des Lebens der Fledermäuse, Foto: Karin Weber, Bund Naturschutz

11.09.2020 – Fledermäuse – lautlose Jäger der Nacht im Ebersbachtal
Es gibt sie noch – die lautlosen Jäger der Nacht –
65 interessierte TeilnehmerInnen der Nachtexkursion konnten sie hautnah hören und sehen. Die BUND Naturschutz Ortsgruppe Neunkirchen a. Br. und Umgebung begrüßte die Dipl. Biologin Ute Gellenthien, Fledermausbeauftragte des Landkreises Forchheim.

Sie begeisterte Groß und Klein mit ihrer umfangreichen Fachkenntnis. Am Fischweiher an der Ebersbacher Straße jagten der Große Abendsegler, die Zwerg-, die Mücken-, und die Wasserfledermaus knapp an der Wasseroberfläche den Insekten im Nahrungsflug hinterher. Im Ebersbachtal konnten entlang des geplanten Verlaufs der Ortsumfahrung bisher 16 verschiedene Fledermausarten von den insgesamt 23 in Bayern vorkommenden Arten nachgewiesen werden. Besonders selten und besonders geschützt sind die Mopsfledermaus und die Bechstein Fledermaus beide Arten sind im Ebersbachtal heimisch. Alle Arten sind durch die europäische Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und das Naturschutzgesetz geschützt.

In der Land- und Forstwirtschaft sowie bei Altbausanierungen wird leider viel zu wenig Rücksicht auf die Fledermäuse und ihre Quartiere genommen. Der Mensch ist der Hauptfeind dieser wertvollen Säugetiere, durch Straßenverkehr, Störungen der Quartiere und durch den Einsatz von Holz- und Pflanzenschutzmittel kommt es häufig zu Tötungen. Fledermäuse leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des Gleichgewichtes der Insektenvorkommen.

Durch das Covid-19 Virus sind Fledermäuse in Verruf geraten das Virus zu übertragen. Frau Gellenthien stellte eindeutig klar, dass unsere heimischen Fledermausarten nachweislich kein CORONA-Virus in sich tragen, vielmehr müssen die Fledermäuse vor den Menschen geschützt werden, damit sie sich nicht anstecken, dies hätte verheerende Folgen für die Fledermaus Populationen. Nichts desto trotz sollte man, alleine wegen der scharfen Zähne eine Fledermaus nie ohne Handschuhe anfassen, sie könnten auch, genauso wie streunende Hunde oder Füchse, das Tollwut- Virus in sich tragen.

Was können wir tun?

  • Erhalten und schaffen Sie Quartiere, wie Dachböden, alte Bäume, Holzstapel, Nischen hinter Holzbretter und Mauerwerk, Fensterläden, Dachgauben, Felsspalten - ein zweifingerbreites Einflugloch ist ausreichend.
  • Erlauben Sie ein bisschen Wildnis im Garten. Viele Insekten > viele Fledermäuse!
  • Verzichten sie auf Pflanzenschutzmittel oder andere Gifte!
  • Pflanzen Sie nachtblühende, nektarreiche Blütenpflanzen wie beispielsweise die Gemeine Nachtkerze (Oenothera biennis), Seifenkraut (Saponaria officinalis), Leimkraut-Arten (Silene), Gemeine Nachtviole (Hesperis matronalis) Lampionpflanze (Physalis), Ziertabak (Nicotiana allata), Phlox (Phlox paniculata

TIPPS

  1. Hat sich mal eine Fledermaus in Ihre Wohnung verirrt, lassen Sie sie am Tage einfach schlafen und öffnen Sie am Abend das Fenster, sie fliegt meistens von selbst wieder hinaus.
  2. Der stickstoff- und phosphorhaltige Kot der Fledermaus kann gefahrlos als wertvoller Dünger verarbeitet werden.
  3. Beim Auffinden einer verletzten Fledermaus wenden sie sich bitte an die Fledermausbeauftragten des Landratsamtes z.B. an Frau Ute Gellenthien Tel. 09190/99 53 16 oder Herrn Eduard Zöbelein Tel. 09545/10 69 oder an die Fledermaus-Koordinationsstelle in Erlangen

 


Mehrere Dämme und eine Biberburg im Feuchtbiotop angelegt, Foto: Karin Weber, Bund Naturschutz

06.08.2020 – Ortsbiotop Langewiesen bei Ebersbach an den Biber `Meister Bocklet` übergeben
Der Einsatz hat sich gelohnt!
Das von der BUND Naturschutz Ortsgruppe Neunkirchen am Brand und Umgebung vom Markt gepachtete Ortsbiotop Langewiesen bei Ebersbach ist nach fast vier Jahrzehnten mit bahnbrechender Ausformung zurück in Naturbesitz!

Seit 1983 pflegte die Ortsgruppe des BN diese wertvolle Feuchtfläche, anfänglich war es als Ersatzbiotop für die Knoblauchkröte, die im Feuchtbiotop Neuntagwerk bis vor kurzer Zeit noch lebte, gedacht. Der Knoblauchkröte fehlte dort jedoch der sandige Boden, aber der Biber freut sich über lehmige Erde und baut dort mit all seinen Kräften eine beeindruckende Auenlandschaft, die noch dazu als wertvolle Hochwasser- Rückhalte dient.

Mit kleinen Unterbrechungen rückten alljährlich im Spätherbst fleißige engagierte BN Mitglieder mit Sense, Gummistiefel und Schubkarre an. Es wurden die Uferränder gemäht, die Bäume und Sträucher beschnitten und anschließend bei einer kleinen Brotzeit das getane Werk gefeiert. Ein freundlicher Ebersbacher Landwirt unterstützte jedes Jahr den Abtransport des Grüngutes. Ein herzliches Dankeschön dafür!

Aller Ansicht nach haben wir das all die Jahre lang gut gemacht, denn der Biber und seine kleine Familie fühlen sich wohl und haben das Gebiet sogar noch auf dem Markt-eigenen Grundstück erweitert.

Sie werkeln inzwischen wassertechnisch so genial, dass ihnen nun die Gestaltung der Bach-Aue überlassen werden kann. Mehrere Dämme und eine Biberburg sind im Feuchtbiotop angelegt. Vom Biber gestaltete Feuchtgebiete sind artenreich. Bis zu 90 verschiedene Vogel-, 29 Libellen- und eine große Anzahl von Pflanzenarten, finden dort ihre Heimat. Überdies herrscht eine bis zu 80fach höhere Fischdichte, ein Baustein der Nahrungskette, von dem nicht nur der Biber profitiert.

Wir wünschen dem genialen Baumeister eine geschützte Zukunft und seinem Biberbeauftragten der Unteren Naturschutzbehörde Forchheim Herrn Schwarz viel Erfolg als Vermittler zwischen den Ansprüchen von Biber und Mensch.

Weitere Informationen Biber in Bayern: Willkommen zurück!


#MEHR PLATZFÜRSRAD, DEMO 17.07.2020 in Dormitz, Foto: Karin Weber

17.07.2020 – Mehr Platz für's Rad - Schutzstreifen durch Dormitz
Viele Radfahrende aus Neunkirchen und Umgebung müssen auf ihrem Weg nach Erlangen durch das Nadelöhr Dormitz.

Nur die Mutigen wagen das derzeit, denn kein Radweg schützt Radfahrer vor zu schnell und dicht auffahrenden Autos.

Daher hatte der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Forchheim für Freitag, 17. Juli eine Demonstration für mehr Platz und Sicherheit für Radfahrer in Dormitz angemeldet. Unterstützt wurde diese Aktion vom BUND Naturschutz Neunkirchen am Brand und Umgebung (BN) und von der Bürgerinitiative Umweltverträgliche Mobilität im Schwabachtal (BI).

Der Vorsitzende des BN Neunkirchen, B. Birnfeld, betont: „Radfahren ist gesund, schont das Klima, bringt Menschen schnell ans Ziel, braucht wenig Platz, verursacht weder Lärm noch Abgase und macht dabei auch noch richtig Spaß!

Jedes zehnte Fahrrad in Deutschland ist mittlerweile elektrisch angetrieben. Der technologische Fortschritt ermöglicht es, dass die Kinder ohne Anstrengung und mit Anhänger in die Kita gebracht werden können. Warentransporte mit dem Rad werden immer beliebter und Senioren nutzen öfter und länger die Vorzüge des Fahrradfahrens. Dies erfordert allerdings auch eine angepasste Infrastruktur und einen stärkeren Fokus auf die Sicherheit von allen Verkehrsteilnehmern“.

Frau Weber vom BN sieht ebenfalls einen Beitrag zur Lärmreduzierungen innerorts: „…wenn Dormitzer BürgerInnen sicher mit dem Fahrrad zum Einkaufen, zum Kindergarten oder zur Kirche fahren können. Ein sehr guter Ansatz ist die kürzlich gefällte Entscheidung des Gemeinderats, Tempo 30 am Tag, für LKWs auch in der Nacht, zu fordern. Es ist gut, wenn immer mehr Gemeindegremien diese Geschwindigkeitsreduzierungen auch auf Staatstraßen einfordern und so die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer, die aber klimafreundlich unterwegs sind, im Auge haben.“

Für Esther Schuck, Vorsitzende der BI Schwabachtal und Fahrradbeauftragte der Gemeinde Uttenreuth, sind Schutzstreifen ein Zeichen, dass an Radfahrer gedacht wird. „Wie gut Schutzstreifen auch auf Straßen mit viel Autoverkehr funktionieren, sieht man in Erlangen z.B. in der Löwenichstraße. Die rot markierten Radwege helfen mit, dass Autofahrer genügend Abstand zu den Radfahrern einhalten und das Radeln dadurch sicherer wird. Die Gemeinde Uttenreuth bemüht sich, eine gute Radwegeinfrastruktur Richtung Erlangen herzustellen. In Weiher konnte z.B. bereits ein breiter Geh-und Radweg gebaut werden. Damit aber mehr Radfahrer aus dem östlichen Umland tatsächlich auf das Fahrrad umsteigen, muss das Nadelöhr Dormitz fahrradfreundlicher werden.“      

Immer öfter wird der Ruf nach Maßnahmen für mehr Sicherheit laut. Eine Möglichkeit sieht der ADFC in der Ausweisung von Schutzstreifen auf beiden Straßenseiten. Dass dies auch bei knapp bemessenen Straßen möglich ist, zeigt ein Gutachten aus Baden-Württemberg, von dem man aber bisher in Bayern nichts wissen will.

Alle Engagierten trafen sich am Freitag, den 17. Juli um 11:00 Uhr an der Brückenbaustelle in Dormitz. Auf einem kurzen Straßenstück sollten Schutzstreifen markiert werden, damit man eine realistische Vorstellung davon bekommen hätte. Momentan wäre das weiter kein Problem gewesen, denn wegen der Brückenerneuerung ist die Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt. Dennoch wurden diese Streifen vom Staatlichen Bauamt Bamberg trotz mehrmaliger Intervention von Gerhard Krahl vom ADFC Forchheim untersagt. Immerhin konnten die Teilnehmer zur Erinnerung ein 1 m langes Streifenmuster mitnehmen.

Weitere Informationen zu den Schutzstreifen gibt es auf der Homepage der Forchheimer Aktivisten unter  www.adfc-forchheim.de.


Orange Linie: natürlicher Verlauf Aussterbungsrate

04.04.2020 – Die SARS-CoV-2-Pandemie zu Beginn des Jahres 2020 zeigt erschreckend die deutlichen Globalzusammenhänge mit den weltumspannenden Themen Artenschwund und Klimawandel.

Dies vermitteln aktuelle im Internet veröffentlichte Artikel, Videos und als Beispiel ein Audio,

welche die BN-Ortsgruppe Neunkirchen a. Br. u. Umgebung als Status-Dokumentation Anfang April 2020 zusammengestellt hat.

Das, schon längere Zeit als notwendig erkannte, Natur-dominierte, globale Wirtschaften ist der Weg, den die Politik als verantwortliche Lenkungsstelle aus der Pandemie zu gehen hat. Aber gegen Widerstände der Finanzwelt und der Wirtschaft noch immer nicht im ausreichenden Maß eingeleitet hat. In diesem Sinn ist die Natur und Umwelt als unsere wertvolle Lebensgrundlage für kommende Generationen zu bewahren und eben gerade nicht auszubeuten oder gar weiter zu schädigen.

Nachfolgend sind zugeordnet zur SARS-CoV-2-Thematik zu erreichen:

Mit der Vernichtung von Ökosystemen
sind Pandemien wahrscheinlicher
- Josef Settele und Joachim Spangenberg

ARTIKEL SARS-CoV-2-Pandemie 2020

VIDEOS Dokumentation ArtenSTERBEN
FÜNF Jahre nach oben genannter AAAS-Studie
 

VIDEOS Artensterben 2020

Audio UN-Bericht zur Artenvielfalt 2019 
- B5 Extra Coronavirus BR 5, 10.05.2019, 7 min.

VIDEOS aus Wissenschaftsmagazinen
zur SARS-CoV-2-Pandemie 2020

AUDIO Artensterben 2019VIDEOS SARS-CoV-2-Pandemie 2020

hier Zusammenstellung aller Dokumentationen Globalzusammenhänge SARS-CoV-2-Pandemie 2020 mit den weltumspannenden Themen Artenschwund und Klimawandel im pdf-Format


Quelle: Landeszentrale für politische Bildungsarbeit München

04.03.2020 – Kommunalwahl 2020 am 15. März – Was sie schon immer wissen wollten!

Die Bürgermeisterkandidat*innen beziehen Stellung in Sachen Natur- Umwelt- und Artenschutz!  Gezielte Fragen der BN Ortsgruppe Neunkirchen a.Br. und Umgebung und Antworten der Kandidat*innen aus vier Gemeinden stehen zum Downloaden bereit.

Kommunalwahl 2020 in Bayern: Naturschutz und Umweltschutz
Am 15. März finden überall in Bayern die Kommunalwahlen statt. Diese Wahlen haben unmittelbaren Einfluss auf die Menschen und die Natur vor Ort. Der BUND Naturschutz ruft die Wähler*innen in Bayern dazu auf, ihre Stimme für eine besseren Natur- und Klimaschutz in der Kommune abzugeben. Jede Stimme zählt, das gilt besonders für die Kommunalpolitik.

Nachdem beim Bürgerbegehren ARTENVIELFALT die Gemeinden im südlichen Forchheimer Landkreis überdurchschnittlich abgeschnitten hatten, sind die Erwartungen der Bevölkerung nach mehr Arten- und Umweltschutz hoch, die Antworten etlicher Bürgermeisterkandidat*innen aber eher enttäuschend .Am deutlichsten und ausführlichsten haben sich die drei Kandidaten aus Neunkirchen ausgesprochen. Von Ihnen allen, wie auch einem Hetzleser Kandidaten, kamen direkte Antwortschreiben.

Um zu den Aussagen des Kandidaten Ihrer Wahl zu gelangen, klicken Sie bitte den zugehörigen Butten unten.

Die Neunkirchner Bürger*innen fordern mit einer Quote von 26,8% mehr Artenschutz

Die Kleinsendelbacher Bürger*innen fordern mit einer Quote von 27,9% mehr Artenschutz.

Die Dormitzer Bürger*innen fordern mit einer Quote von 28,1% mehr Artenschutz.

Die Hetzleser Bürger*innen fordern mit einer Quote von 20,9% mehr Artenschutz.
.

Entscheiden sie klug! Natur- und Artenschutz sind wichtige Faktoren, die unser Leben nachhaltig bis hin zum Thema Temperaturstabilität unserer Umwelt beeinflussen und bestimmen.

Unsere Pressemitteilung “KOMMUNALWAHL 2020 ist Klimawahl, BN befragt Bürgermeister Kandidatinnen und Kandidaten“ hier einzusehen und downzuloaden.


Trafohaus in Dormitz wird Vogel- und Insektenhaus - die Beteiligten vor dem fertigen Werk - v. li.: Frau Krauß, Herr Schwarz, Bayernwerk Netz GmbH - Karin Weber, Bund Naturschutz - Bürgermeister Holger Bezold, Dormitz, Foto:

12.11.2019 - Dormitzer Trafohaus wird Heimat für Fledermäuse, Vögel und Insekten

Die BUND Naturschutz Ortsgruppe Neunkirchen a. Br. und Umgebung (BN), vertreten durch die Stellvertretende Vorsitzende Frau Karin Weber brachte alle Beteiligten des Projekts zusammen. Neben dem BN waren dies die Eignerin der Umspannstation, die Bayernwerk Netz GmbH, sowie die Gemeinde Dormitz. Mit einigen kurzen Montagschritten entstand das gemeinsam geplante neue Refugium für Vögel, Fledermäuse und Insekten am Trafohaus bei der Brauereistraße in Dormitz.

Allen voran hatte Herr Bürgermeister Holger Bezold sofort ein offenes Ohr für die Idee und zeigte viel Einsatz, um dem Ziel, etwas

Wertvolles für die Natur und die Artenvielfalt zu schaffen, näher zu kommen. Er überzeugte die Bayernwerk Netz GmbH, die Außenfassade des noch aktiven Trafohauses artgerecht umzugestalten. Deren Vertreter Herr Schwarz und Frau Haensel stellten einen Hubsteiger mit Arbeiter zur Verfügung, der mit Sachkenntnis und Muskelkraft zusammen mit dem Dormitzer Bauhof Fledermauskästen, Insektenräder und einen Ast der Traubenkirsche an die Süd- und Westseite anbrachte. Zehn Dormitzer Kinder hatten diese schmucken Tierwohnhäuser gemeinsam mit dem BUND Naturschutz innerhalb des Ferienprogramms 2019 gestaltet.Ein großes Lob geht auch an die Dormitzer Familie Krauß, die mit viel Liebe und Fachkenntnis die Insektenrahmen an der Nordseite baute und darüber hinaus die Fa. Ament als Spender für die Metallmontierungen und Dächer gewinnen konnte. Ein herzliches Dankeschön geht auf diesem Weg an alle Beteiligten!Die Kinder der Mittagsbetreuung werden die Insektenrahmen im Laufe der Zeit mit Frau Karin Weber mit geeigneten Materialien befüllen. Dies können sein:

  • Gut durchgetrocknetes Hartholz (Eiche, Esche, Buche, Obstbaumholz) auf glatte Bohrungen achten, sonst Verletzungsgefahr der Flügel!
  • Hohle Schilf- oder Bambusstängel (10 – 15 cm lang)
  • Tonziegel oder Backsteine (15 x 30) - befüllen mit Schilf
  • leere Schneckenhäuser
  • Kleine Ästchen mit Hohlräumen (Brombeere, Himbeere, Holunder), Mark entfernen!

ACHTUNG!
Die Idee aus dem Trafohaus ein Vogelhaus zu machen ist ein gelungenes Beispiel, wie Zusammenarbeit gelingen kann und gleichzeitig etwas für die Artenvielfalt und die Ästhetik des Dorfes getan wird. Vielleicht spricht sich diese Aktion herum und findet in anderen Ortschaften kleine und große Nachahmer, die wie hier in Dormitz mit Herz und Verstand dabei sind und aktiven Naturschutz betreiben. Im Frühjahr werden noch ein paar Mauerseglerkästen an der Nordseite angebracht und im Sommer summt und brummt und flattert es dann hoffentlich rundherum zur Freude für Mensch und Tier.


Insektenhotel im Wagenrad an historischer Ortsmauer inNeunkirchen am Brand montiert, v. links: Dirk Petersen, Wofgang Weber, Karin Weber, Holger Kotouc, 2. Bgm. Martin Mehl. Foto: Günter Schulze Vowinkel-Schwedler

10.10.2019 - Insektenhotel im nostalgischen Wagenrad

Ein kleiner Schritt wird groß, wenn wir alle etwas tun!
Die BUND Naturschutz Ortsgruppe Neunkirchen a. Br. u. Umgebung übergibt dem Markt Neunkirchen und somit seinen Bürgerinnen und Bürgern ein Insektenrad für Wildbienen und andere Insekten.

Am Bürger- und Heimatfest 2019 in Neunkirchen wurde es mit vielen Kindern gestaltet, jetzt hat

es einen würdigen Platz an der historischen Ortskernmauer am Felix- Müller- Weg in Neunkirchen gefunden. 

Ein großer Dank geht an den Eigentümer der Sandsteinmauer Herrn Wolfgang Weber, die Denkmalschutz-Behörde im Landratsamt Forchheim, Frau Philipp, den Markt Neunkirchen am Brand, Herrn 2. Bürgermeister Marin Mehl sowie das Bauamt und natürlich alle Kinder, die das Rad im Sommer fleißig gestaltet haben.

Von den über 550 in Deutschland beheimateten Wildbienenarten sind laut Roter Liste mittlerweile 31 vom Aussterben bedroht, 197 gefährdet und 42 Arten stehen auf der Vorwarnliste. Wildbienen sind für die Bestäubung vieler Blütenpflanzen überaus wichtig. Dementsprechend wirkt sich der Rückgang der Wildbienenpopulationen auch auf andere Arten und Ökosysteme aus. Viele bedeutsame Nutzpflanzen sind auf Wildbienen als Pollenüberträger angewiesen. Und eine ganze Reihe anderer Tiere, wie zum Beispiel einige Schlupf- und Goldwespen, Käfer, Fliegen oder Vögel, sind auf Wildbienen spezialisiert.

Wir alle können etwas tun!

  • Lasst uns regionale, ökologisch wertvolle Lebensmittel direkt vom Landwirt vor Ort kaufen!
  • Lasst uns bienenfreundliche  pollentragende Blumen pflanzen!
  • Lasst uns auf Pestizide / Insektizide verzichten!
  • Lasst uns Nistplätze anbieten!

Es ist immer zu bedenken, ein „aufgeräumter“ Garten ist bereits tot.


Dipl. Biologin Ute Gellenthien erzählt von den Fledermäusen, dem einzigen fliegenden Säugetier in Europa. Foto: Karin Weber

14.09.2019 - Fledermäuse – lautlose Jäger der Nacht

Und es gibt sie doch noch – die lautlose Jägerin der Nacht – ein bisschen mussten die 40 interessierten Teilnehmer der Nachtexkursion im Rahmen von BayernTourNatur warten, aber dann zeigte sich erst die Zwergfledermaus und später die insektenjagende Wasserfledermaus über dem Fischweiher

an der Ebersbacher Straße.

Die BUND Naturschutz Ortsgruppe Neunkirchen a. Br. und Umgebung konnte erneut Dipl. Biologin Ute Gellenthien gewinnen und sie begeisterte wiederholt Groß und Klein mit ihrer Fachkenntnis. Im Ebersbachtal konnten bisher 16 verschiedene Fledermausarten von den insgesamt 25 in Bayern vorkommenden Arten nachgewiesen werden. Besonders selten unter den Arten sind die Zweifarbfledermaus und die Bechsteinfledermaus. Alle Arten sind durch die europäische Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und das Naturschutzgesetz geschützt. Viele Arten stehen zudem auf der Roten Liste stehen.

In der Land- und Forstwirtschaft sowie beim Schutz der Quartiere wird oft wenig Rücksicht auf sie genommen. Auch im Straßenverkehr, durch Störungen in Quartieren, durch den Einsatz von Holz- und Pflanzenschutzmitteln kommt es häufig zum Verlust von Tieren.


Was können wir tun?

  • Erhalten und schaffen Sie Quartiere, wie Dachböden, alte Bäume, Holzstapel, Nischen hinter Holzbretter und Mauerwerk, Fensterläden, Dachgauben, Felsspalten - ein zweifingerbreites Einflugloch ist ausreichend.
  • Erlauben Sie ein bisschen Wildnis im Garten. Viele Insekten > viele Fledermäuse!
  • Verzichten sie auf Pflanzenschutzmittel oder andere Gifte!
  • Pflanzen Sie nachtblühende, nektarreiche Blütenpflanzen wie beispielsweise die Gemeine Nachtkerze (Oenothera biennis), Seifenkraut (Saponaria officinalis), Leimkraut-Arten (Silene), Gemeine Nachtviole (Hesperis matronalis) Lampionpflanze (Physalis), Ziertabak (Nicotiana allata), Phlox (Phlox paniculata).

 

TIPPS

  1. Hat sich mal eine Fledermaus in Ihre Wohnung verirrt, lassen Sie sie am Tage einfach schlafen und öffnen Sie am Abend das Fenster, sie fliegt meistens von alleine wieder hinaus.
  2. Fassen Sie keine Fledermaus ohne Handschuh an, sie hat scharfe Zähne, denn Insektenpanzer müssen ja auch geknackt werden.
  3. Beim Auffinden einer verletzten Fledermaus wenden sie sich bitte an
    • die Fledermausbeauftragten des Landratsamtes Forchheim,
      z.B. an Frau Ute Gellenthien Tel. 09190/99 53 16 oder Herrn Eduard Zöbelein Tel. 09545/10 69
    • die Fledermaus-Koordinationsstelle in Erlangen oder

Kinder bauen begeistert Insektenhotels - Ferienprogramm 2019 Dormitz, Foto: Karin Weber

22.08.2019 - Wir bauen ein Vogelhaus - Ferienprogramm Dormitz 2019
Das Trafohaus in der Frankenstraße in Dormitz – wird ein Vogelhaus
Die Kinder waren begeistert dabei und bauten gemeinsam mit der BUND Naturschutz Ortsgruppe Neunkirchen am Brand und Umgebung wunderbare Insektenhotels. Die Insekten brauchen unsere Hilfe,

es werden immer weniger.

Die Vögel finden nicht mehr ausreichend Nahrung, deshalb werden wir sie mit einer wunderschönen Blume aus Insektennisthilfen anlocken. Das Bayernwerk und die Gemeinde Dormitz machen es möglich, dass wir mit gemeinsamer Kraft und Energie die Trafostation zum Vogelhaus verwandeln. Der Anfang ist nun gemacht, die Speichen von zwei antiken Wagenrädern wurden mit Holunder-, Kirschbaumholz, leeren Schneckenhäusern, Bambusrohr, Schilf, rote Lehmziegel und Rinde gefüllt. Es wurde gehämmert, gebohrt, geschliffen und ausgehöhlt, keine Anstrengung, immerhin 2,5 Std., war zu schwer, selbst die AKKU Bohrer kamen zum Einsatz. Ein großes Lob an die fleißigen Kinder, die unermüdlich alle Speichen befüllten. Mit Eifer wurde auch ein ca. 3 m hoher Stamm der Vogelkirsche geschält und mit Bohrungen versehen. So kann dann voraussichtlich im Oktober die „Insektenblume“ an die westliche Trafohausseite montiert werden. An dem Kunstwerk können sich dann alle Dormitzer freuen und die Kinder können stolz sein, etwas so Wertvolles geschaffen zu haben! Auch die Kindergartenkinder und die Kinder der Mittagsbetreuung stehen bereits in den Startlöchern und wollen Nisthilfen für das Vogelhaus bauen. Gemeinsam sind wir stark für die Natur!


Biberbeauftragter Winfried Schwarz erläutert Biberbereiche am Ebersbach, Foto: Sandra Kramps

29.06.2019 - Heimat und Naturgestaltungsraum des Bibers im Brand- und Ebersbachtal, Neunkirchen am Brand
Im Ebersbach und seinem Mündungsbereich in den Brandbach ist Meister Bocklet heimisch geworden. Die BUND Naturschutz Ortsgruppe Neunkirchen und Umgebung (BN) hatte bereits vor mehr als zwei Jahren bei einem Vortragsabend ausgiebig informiert.

Dieses Jahr lud sie am 29.6. zur Biber-Exkursion am Gewässer im Rahmen BayernTourNatur ein.
Der Biberbeauftragte des Landkreises Forchheim, Herr Wilfried Schwarz, führte eine 10-köpfige, recht interessierte Gruppe entlang des Ebersbaches, auf der Suche nach Spuren des Bibers.

Zunächst ging es im Süd-Teil bis ans Regenrückhaltebecken Brand- / Ebersbach zur dortigen Biberfamilie. Diese gestaltet die Auen-Natur, gemäß dem Ziel der Bundesregierung, 10 % Biotopvernetzung zu erreichen, nun bereits seit fünf Jahren. Fleißig sind die Tiere dabei, durch Aufstauen des ganzjährig wasserführenden Ebersbaches, den gewünschten Biotopverbund zu schaffen. Mehrere Wassergräben und Biber-Rutschen haben die beiden Bäche miteinander verkoppelt. Neben der Erledigung dieses ’Regierungs-Auftrags’ leistet der Wasserbaumeister aber auch kostenlosen Hochwasserschutz. Dazu hat er zwischen Auen-Biotop und Ortseingang von Dormitz fünf Dämme gebaut, die bei Starkregen helfen Hochwasser zurückzuhalten.

Anschließend ging es Richtung Norden zur zweiten Biberfamilie, die seit ca. vier Jahren im Feuchtbiotop Lange Wiesen am Ebersbach zu Hause ist. Viele Jahre hat der BN das Biotop gepflegt und nun rege Unterstützung durch den Biber bekommen. Dieser werkelt inzwischen wassertechnisch so genial, dass ihm bis auf die Pflege einer kleinen eingebetteten Orchideenwiese nun die Gestaltung der Bach-Aue überlassen werden kann. Mehrere Dämme und eine Biberburg sind im Feuchtbiotop angelegt. Auch hier hat sich die Landschaft im Sinne des Regierungs-Auftrags gewandelt.

Vom Biber initiierte Feuchtgebiete sind nicht nur artenreicher als jedes vom Menschen angelegte Biotop, sondern auch wesentlich kostengünstiger. In Auen sind sie Lebensraumschwerpunkte für bis zu 90 Vogel-, 29 Libellen- und eine große Anzahl von Pflanzenarten. Überdies herrscht hier eine bis zu 80fach höhere Fischdichte, auch wiederum Baustein der Nahrungskette, von dem nicht nur der Biber profitiert.

Offensichtlich fühlen sich die beiden Biberfamilien in unseren Bach-Auen sehr wohl, wie es das exzellente Gestaltungsergebnis zeigt. Eine Familie besteht in der Regel aus den zwei Alttieren, 1 bis 3 Jungtieren aus dem Vorjahr und der gleichen Anzahl diesjähriger junger Biber. Die Jungen leben bei ihren Eltern, bis sie mit ungefähr 2-4 Jahren geschlechtsreif werden. Natürliche Feinde haben erwachsene Biber nur durch den Wolf, Jungtiere allerdings werden von Altfüchsen gejagt.

Herr Schwarz als Biberbeauftragter fällt hier die wichtige Aufgabe als Vermittler zwischen den Ansprüchen des Bibers und des Menschen zu, und er rundete die Exkursion mit lebendigen Berichten aus seiner täglichen Arbeit ab.


Junge Forscherinnen und Forscher lauschen den Erläuterungen der Dipl. Geograhin Doris Philippi (Mitte) und der Lehrerin Susanne Schmitt (links) zu Lebewesen in Bach und Tümpel (27.06.2019). Foto: Bernhard Birnfeld

27.06.2019 - Leben im Brandbach und Tümpel im Brandbachgarten - Exkursion mit Kindern in und an Gewässern bei der Grundschule in Neunkirchen am Brand

Mit Diplom-Geographin Doris Philippi entdeckten 30 Kinder der 3. und 4. Jahrgangsstufen Lebewesen in den Gewässern nahe der Grundschule Neunkirchen.
Die Vorbereitungen dazu trafen die Konrektorin und Umweltbeauftragte der Grundschule

Neunkirchen am Brand, Susanne Schmitt und Bernhard Birnfeld, 1. Vorsitzender des BUND Naturschutz Ortsgruppe Neunkirchen am Brand und Umgebung.

Zur Einstimmung auf das Thema zeigte der BN-Vorsitzende den Schulkindern anhand eines interaktiven Videos den Nahrungskreislauf der Wassertiere in Bach und Teich. Dargelegt wurden hiermit die Abhängigkeiten der Lebewesen zueinander, ihre spezifische Lebensweise und ihre Nahrungsversorgung - die so genannten Nahrungsketten oder auch Nahrungsnetze. Beispiele waren das Zusammenspiel von Geißeltierchen mit Grünalgen aber auch die weiteren Beziehungen dieser Kleinorganismen über die Krebse, Fische bis hin zum Menschen selbst.

Im Brandbachgarten verdeutlichte die Diplom Geographin Doris Philippi dieses Wissen anhand praktischer Beispiele aus dem Umfeld des Brandbachs. Ausgestattet mit Becherlupen und Keschern machten sich die naturinteressierten Kinder in Kleingruppen im Bach auf die Suche und brachten in eifriger Folge die Lebewesen, wie Bachflohkrebse, Eintagsfliegenlarven, Köcherfliegenlarven, Spitzschlammschnecken, Rollegel sowie zahlreiche kleine Stichlinge vorsichtig in ihren Behältern zum Sammelpunkt.
Dort unterstützte Doris Philippi beim Bestimmen der Tiere und der Zuordnung der Gewässergütestufen. Alle Tiere wurden nach eingehender Betrachtung der jungen Wissenschaftler wohlbehalten wieder zurück in die Freiheit entlassen.
Beim Blick über den Zaun, zum abgesicherten Tümpel, erläuterte die Diplom Geographin das Leben im viel wärmeren Stillwasser, der Heimat der Frösche.

Die Kinder merkten gar nicht, wie schnell der Nachmittag verflog, so beschäftigt waren sie, immer neue Funde zu erkunden und mit biologischem Hintergrund erklärt zu bekommen. Nur die strahlenden Kinderaugen verrieten, wie die Herzen für dieses wichtige Thema gewonnen waren und damit die Hoffnung, dass eine neue Generation den Schutz ihrer Natur ernsthaft betreiben wird.


Anschub-Saat bei erster Blühwiese Neunkirchens (von links): Edith Fießer, ein kleiner Helfer, Bürgermeister Heinz Richter, Landrat Hermann Ulm, Bernhard Birnfeld und Gabriel Erner - Foto: Günter Schulze Vowinkel-Schwedler

24.06.2019 - Präsentation Aufmerksamkeits-Projekt    
1. Blühwiese Neunkirchen am Brand 

Was lange währt, wird endlich gut. So hatte das Aufmerksamkeits-Projekt “Blühwiese in Neunkirchen am Brand“ auch höheren Besuch aus der Politik auf sich gezogen. Man traf sich in Neunkirchen in Nähe der Ortsausfahrt nach Dormitz, um entgegen zu nehmen, was aus dem Ende 2017 an den Markt Neunkirchen seitens des BUND Naturschutz in

Bayern (BN), Ortsgruppe Neunkirchen am Brand und Umgebung heran getragenen Anliegen für den Aufbau einer Bienen- und Insekten-Wiese geworden ist.

Westlich der Adam-Henkel-Straße, Verbindungsspange der Erlanger Straße aus der Ortsmitte kommend und dem rechtwinklig bei einem Cafe nach Dormitz abbiegend Straßenteils befindet sich die Vorhaltefläche des Marktes für dessen verkehrliche Zukunft, die Stadt-Umland-Bahn. Dort, auf einem Bereich von ca. 600 Quadratmeter, war das jahrzehntelang gemähte Grün offenem Boden einer Aussaat-Fläche gewichen.

Bürgermeister Heinz Richter hieß Landrat Dr. Ulm als Schirmherr des Landkreises in Sachen Blühflecke, wie diese genannt werden, willkommen. Diese sind sehr wichtiges Bindeglied zur Biotopvernetzung sowohl für eingebrachte Wiesen in der freien Flur als auch für Flächen innerhalb der Bebauung von Gemeinden, Ulm: „Das Landratsamt Forchheim, Fachbereich Naturschutz, hat sich vor einigen Jahren mit dem Landschaftspflegeverband, dessen Mitglied der BN ist, zusammen getan, um im Landkreis der Verinselung von Lebensräumen massiv entgegen zu wirken.“ Etliche Gemeinden haben bislang derartige Blühflecke, zu denen der BN ein Kataster führt, angelegt. „Allerdings oftmals nur als wirklich kleine Flecke und nicht wir hier als ein großes, lang gezogenes Gelände.“ so der Landrat weiter.

Aber gerade nach dem heurigen, positiven Volksbegehren für mehr Artenvielfalt, bei dem der Markt beim Ranking im Kreis auf Platz 3 mit 26,8% fast 8% über dem Landkreis-Ergebnis lag, kommt solchen Insekten-Weiden besondere Bedeutung zu – sogar weitergehend nicht nur für die Vogelwelt. So wird nun auch in Neunkirchen in der Öffentlichkeit auf Gemeindegrund vorbildlich auf das Rückgewinnen dieses wesentlichen Bausteins Biologischer-Verbund hingewiesen. Dies eben auch zum Nachdenken für Private hinsichtlich Abschaffens von Negativ-Beispielen, wie etwa im Ort bezüglich der Steinwüsten in den Vorgärten oder außerhalb auch der Meere an Monokulturen auf Äckern, so die Politiker.

Bürgermeister Richter führte aus, dass der Projektaufbau im Jahr 2018 durch den Markt nach Auslastung des Bauhofs fachlich mit Unterstützung eines Gartenbaubetriebs in die Wege geleitet wurde. Er betonte. „Dieser hat sowohl das regional richtige Saatgut beigesteuert, als auch die Bodenaufbereitungsarbeiten inklusive Nachpflege samt Bewässerung zum Aufkeimen der Saat übernommen.“ Er erläuterte weiter, dass der Markt mittlerweile über 50 derartiger Blühflecke auf dem Gemeindegebiet identifiziert habe, die Potentiale hätten sowohl außer- wie auch innerhalb der Siedlungsräume diesen Vernetzungs-Beitrag zu leisten. Seine Perspektive: „Über dies sind alle Bürgerinnen und Bürger gefordert hier nachahmend tätig zu werden, sowohl im Siedlungsbereich, wie ebenso im landwirtschaftlichen Umfeld, besonders bei den ökologischen Vorrangflächen, aber auch bei Streuobstwiesen, Ackerbrachen oder Randstreifen. Der Markt wird hier auch im Zuge des Aufstellens seines Öko-Kontos das Einbringen von Blühwiesen-Projekten zu dessen Aufwertung nutzen.“ und weiter „Bei den Randstreifen an Straßen ist man allerdings auch an einen Kompromiss mit der Verkehrssicherheit gebunden, wenn etwa Sorge getragen werden müsse, dass Schilder oder Leitpfosten frei zu bleiben haben.“

Bauhofsleiter Gabriel Erner stellt dar, wie der Gartenbaubetrieb durch den Markt in den letzten Monaten geführt wurde und dieser dann Ende April des Jahres nach Ende der Bodenarbeiten die Saat eingebracht hatte. Aufkeimendes der erwarteten Blühtenpracht war da schon zu sehen.

Edith Fießer, Stellvertretende Vorsitzende der BN Kreisgruppe Forchheim, resümierte mit Bernhard Birnfeld, 1. Vorsitzender der BN-Ortsgruppe Neunkirchen, dass hier der Markt Neunkirchen mit diesem Schritt entgegen sonstiger Gepflogenheit, bei dem der BN nur mit Fachwissen unterstützt, derartiges in vorbildlicher Eigeninitiative übernommen habe. Birnfeld dankte dem Markt zu der derart gewählten Fachunterstützung und betonte: „Mit dieser Erfolgsgarantie für eine Aufmerksamkeitsfläche ist die Plattform erreicht, in Neunkirchen auch umgehend die Umsetzung weiterer Projekte anzugehen.“ Werner Kruckow vom BN Neunkirchen verlängerte diesen Ansatz, indem er darlegte, dass er sich bereits mit Nachbarn um das Kümmern einer solch potentiellen Fläche an den Markt gewandt habe. Diese läge auf der Gugel im Bereich der 110-kV-Hochspannungsleitung wo die Bebauung ohnehin ausgeschlossen sei. Auf die Frage von Kruckow zu einem möglichst raschen Umsetzungszeitpunkt hatte Bürgermeister Richter das Angebot parat: „Da könnten wir vielleicht den Bauausschuss noch vor der Sommerpause einbinden.“ Hiernach beflügelte vom allseits zu spürende “wind of change“ wechselte die Schar der Initiatoren des Blühwiesen-Projekts auf die neue Wiese.

Dort säten Landrat, Bürgermeister, Bauhofchef und BN-Vorsitzender gemeinsam symbolisch nochmals etwas Blühwiesensamen mit dem Wunsch guten Gedeihens nach, um dann mit dem Einschlagen der Projekt-Tafel die formelle Aufnahme der Blühwiese in das Kataster der BN-Kreisgruppe Forchheim zu besiegeln. Alle waren sich einig hier am Ball zu bleiben, es geht auch um unser aller Zukunft.


Flächenfraß - Steckbrief: Verbrauch schleichend, kaum wahrgenommen, Foto: Werner Kuhnle / NABU

31.05.2019 - Ungeminderter Flächenfraß in Bayern – auch in unseren Gemeinden
  Dringender Appell an alle Gemeinde- / Marktgemeinderätinnen und -räte vor Ort
Der BN 
Neunkirchen am Brand und Umgebung macht auf den ungeminderten Flächenverbrauch vor Ort aufmerksam und zeigt auf, wie dringend ein Umdenken stattfinden muss. Alle Kommunal
PolitikerInnen

 

in Neunkirchen, Dormitz, Kleinsendelbach und Hetzles erhielten ein persönliches Schreiben, welches verdeutlicht, dass in Bayern, trotz Koalitionsvertrag zum Flächenverbrauch ungemindert rund 13 ha/Tag (dies entspricht 18 Fußballfelder), anstatt wie vereinbart 5 ha/Tag verbraucht und damit dem Naturhaushalt entzogen werden. Ein Umdenken ist dringend erforderlich!

Ein Großteil des Flächenfraßes fällt neben Ortsumfahrungen, auch auf Gewerbe- und Wohngebiete, die nach wie vor wie Pilze aus dem Boden schießen. Auch ist es gängige Praxis, dass Baugenehmigungen im Zuge der Hintertür von „Einbeziehungssatzungen“, oftmals aufgrund persönlicher Beziehungen, zu schnell genehmigt werden. Der BN fordert ab sofort eine nachhaltige Ortsentwicklung. Der Umweltverband steht für einen immer größer werdenden Teil der bayerischen Bevölkerung, der sich nicht nur gegen naturzerstörerische Ortsumfahrungen, sondern auch gegen die ungebremste Ausweisung weiterer Wohnbau - und Gewerbegebiete auf der grünen Wiese wehrt. Diese führen nebenbei auch noch zu einer Verödung der Ortskerne. In unmittelbarer Nähe sind bereits ausreichend Gewerbegebiete mit leerstehenden Flächen ausgewiesen, ein weiterer Bedarf ist nicht erkennbar. Neue Siedlungsflächen sollten nur noch im Innenbereich im Zuge von Revitalisierungen brach liegender Gebäude, Nachverdichtungen, evtl. auch Aufstockung oder Nutzung von Baulücken entstehen.

Wie lange soll das noch so weitergehen? Bis der letzte Quadratmeter versiegelt ist und der letzte Schmetterling und die letzte Kröte endgültig ausgerottet sind? Sind ein paar tausend Euro und kurzfristig ruhig gestellte Gewerbetreibende und Filialisten wirklich wichtiger als die Wahrung von Natur und Artenvielfalt für künftige Generationen?

Wir wissen, dass sich fast 1,8 Mio. bayerische BürgerInnen und damit ca. 18 % der Wahlberechtigten im Rahmen des VolksbegehrensArtenvielfalt (Rettet die Bienen) eingetragen haben. Tausende Kinder und Jugendliche gehen berechtigt auf die Straße und kämpfen für den Klimaschutz und für ihre Zukunft.

Die Politik ist jetzt dringend gefordert wirksame und verbindliche Maßnahmen zu ergreifen. Die bayerischen Kommunen und Gemeinden werden hier die entscheidende Rolle spielen und einen großen Beitrag durch Umdenken und Änderung ihrer bisherigen expansiven Flächenpolitik leisten müssen.

Reden sie mit ihren Kommunal Politikerinnen vor Ort und machen sie Druck, damit sie nicht erst auf offizielle Vorschriften und Gesetze zu den Themen Artenschutz und Flächenfraß warten, sondern fordern sie eine sofortige, nachhaltige, umwelt- und ressourcen-schonende (Flächen- und Verkehrs-) Politik in Ihrer Gemeinde.

Handeln Sie bitte jetzt, wir haben nur eine Erde...

 


25.05.2019 Vogelwelt am Gries mit Tina Bleifuss (LBV), Foto: Sandra Kramps

25.05.2019 - Vogelwelt am Gries mit Tina Bleifuss vom LBV 
Auch im Jahr 2019 lud die BUND Naturschutz Ortsgruppe Neunkirchen a. Br. und Umgebung vertreten durch Dipl. Biologin Sandra Kramps im Rahmen von BayernTourNatur zur Vogelstimmenwanderung ein. Die Ornithologin Tina Bleifuss vom LBV führte zahlreiche Vogel- und

Narturliebhaber im Nordwesten Neunkirchens zunächst über die Hochfläche des "Gries“, die Aue des Ebersbachs und in den Wald bei Ebersbach.

Gleich zu Beginn der ca. zweistündigen kurzweiligen Wanderung hörten wir Grünspecht, Mönchsgrasmücke, Goldammer, Amsel und die Nachtigall. Ein Neuntöter ließ sich zur Freude aller Teilnehmer längere Zeit auf einer Hecke beobachten. Dieser besondere Vogel spießt seine Beute zunächst auf spitze Äste oder Stacheln auf, um sie als Nahrungsvorrat anzulegen. Daher ist er in seinem Lebensraum vor allem auf dornige Schlehen und Weißdorn angewiesen. Eine Feldlerche ließ sich auf den Feldern bei Ebersbach vernehmen. Sie ist der Vogel des Jahres 2019, weil ihr Vorkommen vor allem aufgrund von Pestiziden, Walzen und Monokulturen stetig abnimmt.

Frau Bleifuss machte uns aufgrund ihrer Kenntnisse auch immer wieder auf das große Vorkommen der Feldgrillen am Wegesrand aufmerksam, sie waren überall zu hören. Bemerkenswert deshalb, weil sie ebenfalls immer seltener anzutreffen sind.

Im Wald bei Ebersbach sangen Zilpzalp und Fitis, der Buntspecht kletterte an Bäumen entlang.

Frau Bleifuss bedauerte sehr, falls die geplante Umfahrung Neunkirchenshier die Landschaft durchschneiden sollte, sie würde wertvolle Refugien für Menschen, Tiere und Pflanzen zerstören.

Eichen, Kiefern und die Naturverjüngung verschiedener Baumarten bieten vielen Vogelarten Nahrung und Lebensraum. Der Kleiber zum Beispiel baut sein Nest ausschließlich aus Kiefernrinde. Viele junge Stare waren in großen Schwärmen auf den Feldern unterwegs. Auf dem Rückweg sahen wir einige Hausrotschwänze, die sich in den Wohngebieten offenbar wohlfühlen. Obwohl einige Vogelstimmen, die Frau Bleifuss Tage zuvor hören konnte, zur Stunde der Führung stumm blieben, war es eine sehr gelungeneund interessante ornithologische Wanderung.


29.04.2019 - Die Feldlerche Vogel des Jahres 2019 – Vortrag, Bild: Manfred Delpho

29.04.2019 - Die Feldlerche Vogel des Jahres 2019 – Vortrag von Heinz Armer
Die BUND Naturschutz Ortsgruppe Neunkirchen a.Br. und Umgebung hatte im April den versierten Vogelkundler Heinz Armer zu Gast. Die interessierten Besucher konnten anhand von Bildern die Lebensweise der am Boden brütenden Feldlerche kennen lernen.

LBV und NABU wählten nach 1998 die Feldlerche erneut zum Vogel des Jahres.

Drastische Bestandsrückgänge in Höhe von 70 % unserer heimischen Bodenbrüter sind zu verzeichnen. Aufgrund zahlreicher Gefährdungen wie Monokulturen von Mais und Wintergetreide, einhergehend mit der Ausbringung von Pestiziden (v.a. Roundup) und Gülle, durch das Auswalzen der Wiesen, wodurch die Gelege einfach platt gewalzt werden und durch die Mahden zur falschen Zeit, manche werden bereits Anfang Mai gemäht und somit die Nester geschreddert. Nicht zuletzt vernichtet einen Großteil der Feldlerche die Bejagung in Frankreich, dort finden sie trotz EU- Vogelschutzrichtlinien in vielen Restaurants sechs Lerchen auf einem Teller. Jede vierte Feldlerche ist aus dem Brutbestand Deutschlands verschwunden – Grund genug, über Veränderungen nachzudenken.

Schutzmaßnahmen können sein Brachestreifen inmitten des Feldes, Feldraine stehen lassen, Blühwiesen, Schafe in Weidehaltung, Lerchenfenster (20x5) z.B. mitten in Maisfeldern oder Verzögerung des Stoppelumbruchs, alle diese Maßnahmen werden vom Freistaat gefördert, jeder Landwirt erhält dafür einen Finanzausgleich. Jede Gemeinde, jede Kirchenverwaltung könnte für ihre zahlreichen verpachteten Flächen Auflagen zur ökologischen Bewirtschaftung erlassen und somit einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen, nicht nur für die Feldlerche, auch der Schmetterling, die Wildbiene, alle Insekten und nicht zuletzt der MENSCH sagen dafür - DANKE!


Ruderalpflanzen im Vorgarten, Foto: Karin Weber
Ruderalpflanzen im Vorgarten, Foto: Karin Weber

07.03.2019 - Wilde Pflanzen vor der Tür -
ein Geschenk der Natur - Der Frühling rückt immer näher, haben sie sich auch schon mal beim Fugenkratzen ertappt und sich den Rücken dabei krumm gemacht? Das muss nicht sein, geben sie der Natur eine Chance! Haben sie Mut zu einer vielfältigen natürlichen Ästhetik, anstatt der langweiligen monotonen Rasen- und Rasenkanten-Schönheits-
vorstellung zu folgen.

Das Dulden „wilder Gesellen“ ist keineswegs ein Zeichen von Nachlässigkeit. An Mauern, Zäunen, zwischen jeder Fuge siedeln sich die anpassungsfähigen „Ruderalpflanzen“ ganz von alleine an. Das sind keine „Unkräuter“, sondern Multitalente und ein Geschenk der Natur! Mauerpfeffer, Gundermann, Hundskamille, Fingerkraut, Lichtnelke, Nelkenwurz, Akelei, Vogelmiere, Natternkopf und Taubnessel sind z.B. wahre Schönheiten und völlig kostenlos.

Diese Ruderalpflanzen sind gut für Mensch und Tier:

  • Pflanzen im Siedlungsbereich binden Staub und schützen offene Böden und Fugen vor Austrocknung und Erosion.
  • Mit ihrer Farbenpracht und Formenvielfalt sind sie auch optisch ein Genuss!
  • Die trocken-warmen Ruderalflächen mit ihrer Pflanzenvielfalt sind ein Paradies für insektenfressende Tierarten wie z.B. Spinnen, Fledermäuse, Spitzmäuse, Eidechsen und vielen Vögeln.

Karin Weber, Stellv. Vorsitzende BUND Naturschutz Ortsgruppe Neunkirchen a. Br. u. Umgebung


07.03.2019  -  INFORMATIONEN ZU 5G, Mobilfunknetz der 5. Generation - die Pläne von Industrie und Staat -
Technik, Planungen und Risiken zum neuen 5G Funkstandard - das geht jeden von uns etwas an.

Weitergehende Informationen, u.a. auch zu einer Petition an Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel:

Wie 5G technisch genau funktioniert und was das für neue Belastungen
für die Bevölkerung bedeutet, siehe hier

WEITER  GIGAHERZ.ch Dringende Warnung vor 5G
sowie
WEITER  ZEIT ONLINE Mobilfunknetz 5G Strahlendes Experiment

   Technische Erläuterung zum 5G-Standard
   50 Gigabit pro Sekundea auf's Handy, Daten werden rasend schnell übertragen.

  Ab 2020 lassen sich damit 3-D-Filme auf das Smartphone streamen. Einsatz auch für Umsetzung des Projekts selbstfahrendes Auto

   Was noch alles geplant ist:
    WELT 2014 (noch immer aktueller Artikel)    WEITER
  
    ⇒ BUNDESMINISTERIUM DES INNERN          WEITER


5G-Flyer: bestellung@diagnose-funk.de oder Tel:  069 / 36704203


DOWNLOADs

OFFENER BRIEF An den Beirat der Bundesnetzagentur

Internationaler APPELL STOPP VON 5G

Ärztliche Stellungnahme zu 5G aus den USA 8-2018

Zweifel an 5G-Mobilfunk, Artikel Tagesspiegel

OFFENER BRIEF Ärztearbeitskreis Stuttgart

Strahlende Lösung im Multifunktionsgehäuse Sichert

5G – Links 


Infos zum Mobilfink allgemen

BN-Broschüre: „Mobilfunk im Kinderzimmer“

BN "Elektrosmog - unterschätztes Risiko"


Aktion Kröten- und Molche-Sammeln 2019 - Foto Alexander Nadler

21.02.2019 - Amphibien-Sammelaktion
Die Ortsgruppe Neunkirchen am Brand und Umgebung des BUND Naturschutz in Bayern e.V. sucht auch für die kommende Kröten-Molch-Sammelaktion wieder Sammlerinnen und Sammler.
Die Sammelaktion findet entlang der Gemeindeverbindungsstraße Neunkirchen am Brand – Rosenbach sowie der Gemeindeverbindungsstraße Neunkirchen am Brand – Ebersbach statt.

Die Sammelaktion startet – abhängig von der Wetterlage - ca. Mitte März 2019 und dauert voraussichtlich bis Ende April / Anfang Mai. Kontrolliert und gesammelt wird (außer bei Minustemperaturen) täglich morgens (ca. 7-8 Uhr) und abends (ab Einbruch der Dämmerung). 

Interessenten sollten nach Möglichkeit bereit und imstande sein, die Sammeltätigkeit regelmäßig über die gesamte Dauer der Aktion hinweg ein- oder mehrmals in der Woche auszuüben.
Benötigt werden: Warnweste, Taschenlampe oder/und Stirnlampe (möglichst lichtstark), dünne Handschuhe, festes Schuhwerk, Sammeleimer (nach Möglichkeit zwei Stück, möglichst hoch).

Sollten Sie interessiert sein, so melden Sie sich bitte unter folgender
Emailadresse: bn-neunkirchen@online.de

Bitte teilen Sie darin mit, an welchem Wochentag und zu welcher Zeit (morgens oder abends) Sie sammeln möchten. Alle Angaben sind selbstverständlich für Sie unverbindlich.

Alle Interessenten werden vor Beginn der Aktion eingewiesen und mit den Gegebenheiten vertraut gemacht.
Angesichts des bedenklichen Artenschwindens – nicht nur bei den Insekten, sondern auch bei den Amphibien – leisten Sie dadurch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Umwelt.

Alexander Nadler


Leben im Vorgarten, Foto: Karin Weber

16.02.2019 - Steinwüsten 
Nicht nur Landwirte können die Artenvielfalt bereichern! Die Verantwortung aller Bürger hört nicht bei der Unterschrift zum Volksbegehren Artenvielfalt auf! GRAU in GRAU zeigt sich die triste Gartenkultur der Neuzeit. Die Steinwüsten aus dem Baumarkt verdrängen zunehmend die Artenvielfalt.

Viele Wildtiere, wie Singvögel, Schmetterlinge, Bienen, Hummeln und andere Insekten brauchen naturnahe, strukturreiche Gärten mit einer einheimischen Pflanzenvielfalt. Sie benötigen sie für Nahrung, Unterschlupf und Kinderstube. Reine Steingärten mit ein bisschen Alibi- Grün bieten höchstens Mauerasseln einen Unterschlupf.

Viele legen Steingärten an, um die „lästige“ Gartenarbeit los zu sein. Für das erste Jahr mag das zutreffen. Langfristig lagern sich zwischen den Steinen und in den Fugen Staub, Laub und Samen ab, Flechten, Moose und Wildkräuter bahnen sich, selbst durch Plastik-Sperrschichten, ihren Weg. Das Jäten zwischen den Steinen wird dann besonders schwer und es hilft dann nur noch das Spritzen mit Unkrautvernichtern, das den Kleinstlebewesen schadet und unser wertvolles Grundwasser vergiftet.
Darüber hinaus heizen sich im Sommer die Steingärten extrem auf und vermindern die wohltuende Abkühlung in der Nacht. Der Boden speichert kein Wasser mehr und es fehlen große schattenspendende Pflanzen. Viele Gemeinden und Städte nehmen bereits ein Verbot für Steingärten in ihre Bebauungspläne mit auf oder erlassen entsprechende Verordnungen.

Die Mischung macht‘s
Beispielsweise hilft es, Schmetterlinge und andere Insekten zu schützen, indem im eigenen Garten oder auf dem Balkon möglichst viele, übers Jahr verteilt blühende Blumen-, Kräuter- oder Gemüsesorten angepflanzt werden. Eine Mischung z.B. von Sonnenblumen, Thymian, Salbei, Lauch oder Zwiebeln gewährleistet Insekten nahezu ganzjährig ihre Nahrungsgrundlage.

Unbedingt verzichtet werden sollte auf chemische Schädlingsbekämpfungsmittel. Diese schädigen in der Regel nicht nur unerwünschte Insekten, die für das biologische Gleichgewicht der Natur ebenfalls unverzichtbar sind, sondern auch viele Schmetterlingsarten.
Der beste Artenschutz ist ein Garten, der nicht hundertprozentig auf Ordnung getrimmt wurde. Verzichten sie auf das wöchentliche mähen und den Rasenroboter. In Ecken herumliegende Zweige und Baumreste können Igeln und Eidechsen Unterschlupf bieten. Auch eine Trockensteinmauer bietet bedrohten Arten neuen Lebensraum. Als Zuhause für Meisen oder andere Kleinvögel eignen sich selbstgebaute und der jeweiligen Art angepasste Vogelhäuser und vor allem heimische Bäume und Hecken.

Weber Karin

Schottergarten mit verschiedenfarbigem Schotter und Findling; Foto: Wikipedia

16.02.2019 - Steinwüsten ohne Artenvielfalt
weiterführendes Video +  Artikel
Verbot für Schottergärten?

Lokalzeit OWL | 11.10.2018 | 05:34 Min. | Verfügbar bis 11.10.2019 | WDR

„Rettet den Vorgarten!“ - Initiative des Beschaffungsdienst GaLaBau (BGL) für mehr grüne Vorgärten


15 02.2019, 19:30  -  VERANSTALTUNGSHINWEIS
5G, Mobilfunknetz der 5. Generation - die Pläne von Industrie und Staat 

-   VORTRAGABEND MIT ANSCHLIESSENDER DISKUSSION UM MACHBARE ALTERNATIVEN
Der neue 5G Funkstandard - das geht jeden von uns etwas an
Mehrzweckhalle Kleinsendelbach Ecke Hauptstraße / Erlanger Straße

WIRKUNG DER LÜCKENLOSEN BESTRAHLUNG AUF MENSCH UND UMWELT STAND DER FORSCHUNG
Dipl. Ing- Jörn GutbierVorsitzender der Verbraucherschutzorganisation Diagnose Funk e.V. 

  • "G5 ist Russisches Roulette" - warnen zwei US-Radiologen in einem Bannbrief im International Journal of Radiation Oncology. 
  • Der Internationale Wissenschaftsappell an die WHO und UN von 2105 von über 220 Wissenschaftlern aus mehr als 40 Ländern, warnt vor Gesundheitsschäden durch Mobilfink und massivem Strahlenanstieg.
  • Eine Technikfolgeabschätzung zu G5 liegt nach Mitteilung des zuständigen Bundestagsbüros frühestens 2020 vot!
  • Dann soll die Technik bereits in der Anwendung sein!
    Würde man ein Medikament ohne einschlägige Tests zulassen?

 
Digitalisierung ja bitte  -  aber Bedenken müssen erlaubt sein

 
Die IG vom Mobilfunk betroffener Bürger Kleinsendelbach lädt dazu herzlich ein!
Eintritt frei - Spenden sind willkommen
 
V.i.S.d.P. Frank Herdegen - Georg Schmidtlein - Hans-Herbert Schlosser (Kleinsendelbach)

 Weitergehenden Informationen siehe

19.01.2019 ZEIT ONLINE Mobilfunknetz 5G Strahlendes Experiment

BN-Broschüre: „Mobilfunk im Kinderzimmer“

BN "Elektrosmog - unterschätztes Risiko"


Obacht Staatskanzlei!-----------------------------Wir haben es geschafft!

15.02.2019 - Die Bienenretter und Rathausheld*innen haben es geschafft: Erfolgreichstes Volksbegehren der Geschichte in Bayern!

1.745.383 Millionen Unterschriften für ein besseres Naturschutzgesetz – 18,4 Prozent der Wahlberechtigten haben sich eingetragen. In manchen Gemeinden Quoten zwischen 30 und 40%! Das ist phantastisch und ein starkes Mandat, jetzt das Überleben der Artenvielfalt zu sichern und das Höfesterben zu bremsen. 
 >>> WEITER - Darum geht es

Obacht Landesregierung, wir kommen!


14.02.2019 - Volksbegehren Artenvielfalt "Rettet die Bienen" - vorläufiges Endergebnis
Die Bürgerinnen und Bürger des Landkreis Forchheim haben sich mit einem bravourösen Ergebnis leicht über dem bayerischen Landesmittel (18,4%) für die Artenvielfalt ausgesprochen - unsere Natur DANKT!

Die Kommunen im einzelnen (ohne Gewähr):

Prozent-Anzahl Stimmen Kommunen Landkreis Forchheim

Prozent-Anzahl Stimmen Kommunen Landkreis Forchheim
Kommune %
Landkreis-Mittelwert 18.9
1 Dormitz 28,1
2 Kleinsendelbach 27,9
3 Neunkirchen 26,8
4 Poxdorf 24,9
5 Langensendelbach 24,0
6 Hausen 23,5
7 Igensdorf 22,8
8 Effeltrich 22,4
9 Hetzles 20,9
10 Eggolsheim 19,8
11 Heroldsbach 19,8
12 Wiesenthau 19,8
13 Ebermannstadt 19,6
14 Hiltpoltstein 18,2
15 Wiesenttal 18,0
16 Pretzfeld 17,9
17 Forchheim 17,4
18 Kirchehrenbach 17,3
18 Gräfenberg 16,7
19 Egloffstein 15,6
20 Unterleinleiter 15,5
21 Hallerndorf 14,7
22 Kunreuth 13,4
23 Gößweinstein 13,3
24 Pinzberg 13,1
25 Weißenohe 13,1
26 Leutenbach 12,4
27 Weilersbach 12,2
28 Obertrubach 9,7

09.02.2019 - Volksbegehren Artenvielfalt im Spannungsfeld
„Seit 2010 haben in Bayern zudem auch über 12.000 Landwirtschaftsbetriebe aufgeben müssen. Wir haben nach wie vor ein massives Arten- und Höfesterben. Diese Entwicklung wollen wir stoppen. Das Volksbegehren ist deshalb für Bienen und für Bauern, denn die Staatsregierung muss hier mit einem großen Investitionsprogramm für eine gesunde Entwicklung sorgen, die gerade kleinen und mittleren Betriebe eine Chance bietet, im Agrarmarkt zu bestehen“, so Richard Mergner, Vorsitzender des BUND Naturschutz in Bayern.

Lesen Sie dazu auch aktuelle Presseartikel, mit Richtigstellungen zu Missverständnissen, auch bezüglich der momentan laufenden moralischen Verurteilung von Landwirten unter der Gürtellinie.
Hier z.B. den Bericht “Musterbauer“ in der Süddeutschen 09./10.02.2019 unter “Volksbegehren Artenvielfalt Bayern diskutiert über den richtigen Weg zu mehr Naturschutz“. Im Beitrag wird von Bio-Landwirt Josef Wetzenstein argumentiert, dass die im Volksbegehren geforderte 30% Öko-Quote bis zum Jahr 2030 durchaus zu erreichen ist.

Aber auch die energischen Aussagen des LBV-Chefs, Norbert Schäffer, fordern zum Überlegen heraus; er verdeutlicht, dass 45% der Fläche Bayens Agrarland sind. Diese wiederum sind direkt über die Bauern zu erreichen und zeigt, in welch übergroßem Verhältnis diese 3,1 Milliarden Hektar zur Summe der Vorgartenflächen in Bayern stehen: „Die Bevölkerung hat Anspruch auf Schutz der Natur. Denn es ist auch ihre, nicht nur die der Bauern“.

Georg Mayerhofer, Landwirt es Jahres 2017 "Ackerbau mit Weitblick" wiederum sieht etliche Punkte des Volksbegehrens kritisch, lehnt es sogar ab, sieht aber positiv, dass "Ein gewisser Druck für die Branche nicht schlecht sei". Jedoch verdeutlicht er auch, dass eine landwirtschaftliche Umstellung, wie vom Volksbegehren  angeregt, für einen Betrieb wie den seinen schier unmöglich sei; häppchenweise probieren würde er jedoch gerne.


 ⇒⇒⇒ Resümee: DIE POLITK ist gefragt zu steuern und mit Umschichtung der Förderprogramme bewusst voran zu gehen. 

Link zum Artikel Süddeutsche 9. Februar 2019, Bienensterben Artikel Musterbauer'
"Die Landwirtschaft ist der einzig Schuldige, das ist mir zu platt"
Georg Mayerhofer ist sowas wie ein Musterbauer - modern, kontaktfreudig, offen. Warum sich der junge Landwirt gegen das Volksbegehren Artenschutz wehrt.


31.01. - 13.02.2019 - Volksbegehren Artenvielfalt “Rettet die Bienen“
Bitte unterstützen Sie das Volksbegehren Artenvielfalt “Rettet die Bienen“. 
Treten Sie ein für eine artenreiche und menschengerechte Umwelt!

In Bayern haben wir die historische Chance!

Auch wenn Klimakonferenzen und Artenrettungsprogramme uns enttäuschen: Wir können durch das Volksbegehren das wirksamste Arten- und Naturschutzgesetz aller Zeiten Wirklichkeit werden lassen. 

Durch den Gesetzesentwurf Volksbegehren Artenvielfalt “Rettet die Bienen“, sollen Verbesserungen und Ergänzungen des Bayerischen Naturschutzgesetzes erreicht werden. Eingereicht wurde dieser beim Bayerischen Staatsministerium des Innern und für Integration . Dieser ist so ausgelegt, dass ein wirksamer Beitrag zum Erhalt und zur Stärkung unseres Artenreichtums, einschließlich des Bodenlebens, im Freistaat Bayern erreicht wird.

Generell geht es um mehr natürliche Landschaft. Dabei stehen die Bienen stellvertretend für tausende von bedrohten Arten. In einer Landschaft, in der Wildbienen zu Hause sind, fühlen sich auch Rebhuhn, Feldhase und Schmetterling wohl, Kammmolch, Ringelnatter und Bachforelle profitieren ebenfalls von reduziertem Pestizid und Düngereinsatz und wertvollen Landschaftselementen. 

Wir handeln für die Artenvielfalt, auch zum Überleben der Bauern! Beispiel aus dem Gesetzesentwurf: Schutz bestimmter Landschaftsbestandteile: Gewässerrandstreifen in einer Breite von mind. 5 m entlang natürlicher und naturnaher Bereiche fließender und stehender Gewässer. 

Wir brauchen 1 Million Stimmen zur Rettung der Artenvielfalt in Bayern!

Bitte investieren Sie von Donnerstag 31.01. bis Mittwoch 13.02. nur 2 Minuten Ihrer Zeit, gehen Sie ins Rathaus an dem Ort, wo Sie gemeldet sind und tragen Sie sich bitte in die Liste ein – für den Erhalt der Artenvielfalt in Bayern! 

Noch ist Rettung der Artenvielfalt in Bayern möglich!

In Bayern verschwinden immer mehr Tier- und Pflanzenarten, das ist wissenschaftlich belegt. Wir sind Zeuge des größten Artensterbens seit dem Verschwinden der Dinosaurier. Diese Entwicklung müssen und können wir stoppen. Es geht dabei auch um unser Überleben: Wenn es keine Bienen, Hummeln und Insekten mehr gibt, wer bestäubt dann unser Obst und Gemüse? Wer hält den ewigen Kreislauf von Leben und Tod aufrecht? Denn Insekten sind auch Verwerter von Kadavern und Nahrungsquelle für andere Arten. Bitte helfen sie mit, denn bis heute Verluste, wie


Presse zum Volksbegehren Artenvielfalt

Nürnberger / Nordbayerische / Erlanger Nachrichten


28.01.2019 - Lebensweisen und Überwinterungsstrategien der neunzehn in Bayern vorkommenden Amphibienarten.
Vortrag an der Mittelschule Neunkirchen am Brand mit Sandra Kramps und Alexander Nadler

Ende Januar informierten die BN Vorstandsmitglieder Fr. Dipl. Biologin Sandra Kramps und Herr Alexander Nadler auf Einladung der Mittelschule die 5. und 6. Klassen über die Eigenheiten, Lebensweisen und die spannenden Überwinterungsstrategien der neunzehn in Bayern vorkommenden Amphibienarten. Sie machten deutlich, unter welchen Gefahren diese Arten leben und vermittelten den Kindern Möglichkeiten, aktiv zum Schutz dieser Lebewesen beizutragen, um die letzten lebenden Lurche noch zu retten. Eine der größten Gefahren ist der durch den Menschen verursachte immense Flächenverbrauch durch Straßen- und Wohnungsbau, durch intensive Landwirtschaft und fehlender Vernetzung von Biotopen. Es gehen immer mehr Feuchtgebiete verloren, die die Amphibien aber dringend zur Fortpflanzung benötigen.
Ehemals vorkommende Arten wie Knoblauchkröte, Laubfrosch und Kammmolch sind auch in Neunkirchen seit Jahren nicht mehr gesichtet worden. Vielleicht aber haben sie dennoch in einem geschützten Garten einen Lebensraum gefunden.

Die BN Ortsgruppe bittet Sie und Ihre Kinder, die Augen offen zu halten und uns alle Sichtungen von Amphibien, egal welcher Art, am besten mit Foto und Ortsangabe, an unten genannte Email zu melden. Ein weiterer Grund des Amphibien-Sterbens ist jedes Jahr der Autoverkehr, dem sie auf den Wanderungen zu ihren Laichplätzen oft ungeschützt ausgesetzt sind. Daher lädt die BN Ortsgruppe Neunkirchen auch in diesem Jahr wieder alle Kinder und ihre Eltern ein, sich an der Sammelaktion, die wir für den Markt Neunkirchen durchführen, zu beteiligen.
Dipl. Biol. Sandra Kramps

Die Aktion findet, abhängig von der Wetterlage, ca. Anfang März bis Ende April/Mai statt. Gesammelt wird dabei an den Gemeindeverbindungsstraßen Neunkirchen- Ebersbach und Neunkirchen- Rosenbach, jeweils morgens und abends.
Alexander Nadler

Ausführliche Informationen zu Krötensammel-Terminen zum Mitmachen erhalten Sie unter
bn-neunkirchen@online.de


15.01.2019 - Erst sterben die Bienen ...
In Forchheim formierte sich ein Bündnis für Artenvielfalt. Nur die Landwirte sind außen vor.

Pressebericht Fränkischer Tag zu Volksbegehren Artenvielfalt
Josef Hofbauer: Das Büro des Bund Naturschutz ist die Anlaufstelle für alle, die Fragen . . . WEITER


28.11.2018 - Neuwahl des Vorstands der Ortsgruppe des BUND Naturschutz (BN) Neunkirchen am Brand und Umgebung im Beisein des Vorsitzenden der BN-Kreisgruppe Forchheim, Dr. Ulrich Buchholz

Bei der Jahreshauptversammlung wurde der 72-jährige Ortsgruppen-Vorsitzende Bernhard Birnfeld für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt, in dieser Zeit ist ein Übergang zu einem neuen Vorsitzenden geplant. Zu seinen Stellvertretern wurden Karin Weber aus Dormitz und Günter Schulze Vowinkel- Schwedler aus Neunkirchen gewählt.

Kassenwart wurde Michael Jungnickl und Kassenprüfer Alexander Nadler, beide aus Neunkirchen. 

Als Schriftführer bewarb sich Dirk Petersen aus Kleinsendelbach erfolgreich. 

Für Öffentlichkeitsarbeit und für Kontakte zu Schulen wurde die Biologin Sandra Kramps aus Neunkirchen bestellt. 

Die Beisitzer Edda Engl aus Schellenberg, Franz Löschke aus Dormitz und Holger Kotouc aus Neunkirchen werden sich verstärkt um den Bereich Biotoppflege und Aktivitäten kümmern.

. . .Download_Rechenschaftsbericht_JHV_2018

Themen-Exkursionen sind für 2019 geplant,

darunter wieder viele interessante Themen-Exkursionen - zum Beispiel zu Vogelstimmen, Tagfalter, Kopfeichen, Fledermäuse und Biber. Das Leben am Bach wird wieder mit den Schulkindern erkundet.

Die monatlichen Ortsgruppen-Treffen finden in der Regel immer am letzten Montag im Monat statt. Der BN ist im Internet unter https://forchheim.bund-naturschutz.de/ortsgruppen/9658-neunkirchen-am-brand-und-umgebung.html zu finden.


NATUR-IDYLLE vorbei; es wird wieder gebaggert am BAGGERSEE KLEINSENDELBACH, Fotograf: Günter Schulze Vowinkel-Schwedler

30.10.2018 - Pressegespräch: Sandabbau in Kleinsendelbach, Landkreis Forchheim  Naturschutz mangelhaft - Der Sandabbau in Kleinsendelbach wurde 2016 wieder aufgenommen. 

(Text BN-Pressemitteilung)  zu den Presseberichten (Textende)

Dabei beruft sich die Abbaufirma Sand-Hammerand auf uralte Genehmigungen - aus den 1970er bis 1990er Jahren! Im Rahmen eines Presseortstermins kritisierten Vertreter des BUND Naturschutz nicht nur die Zerstörung der Lebensräume geschützter Arten wie 

Heidelerche, Eisvogel, Uferschwalbe, Zauneidechse oder Kreuzkröte, sondern auch das Unterbleiben einer im Umfang angemessenen und unabhängigen speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung (saP), und fordert die Vorlage rechtsgültiger Abbau- und Renaturierungspläne. 

„Wir sind entsetzt, dass der neue Eigentümer Sand-Hammerand hier keinerlei Gespür für den Erhalt gefährdeter Arten und ihrer Lebensräume aufbringt. Im derzeitigen Abbaustartbereich wurden bereits durch Rodung und Abschieben die Vogelbrutstätten und Insektenlebensräume vernichtet“, so Dirk Petersen, BN-Mitglied Ortsgruppe Neunkirchen am Brand und Umgebung aus Kleinsendelbach, der das Geschehen seit Jahren beobachtet und dokumentiert. 

Bernhard Birnfeld, Vorsitzender der BN-Ortsgruppe Neunkirchen am Brand und Umgebung: „Wir haben versucht mit der Firma zu sprechen, was ohne Resonanz blieb. Wir haben versucht über das Landratsamt Forchheim Einblick in die aktuellen Genehmigungen zu bekommen. Alle zugänglichen Unterlagen waren älteren Datums, so Genehmigungen aus den Jahren 1976, 1988 und 1999. Es wurde uns zunächst nicht mitgeteilt, dass es momentan keine für die vollzogene Genehmigung wichtige Begleit-Dokumente gibt, wie die aktuelle spezielle artenschutzrechtliche Prüfung und die daraus vorgegebenen Pläne für Abbaulose samt schritthaltender Renaturierung-Maßnahmen. Die Möglichkeiten, hier Natur zu erhalten werden behördlicherseits leider nicht genutzt.“ 

„Seither wurden nicht nur von Universitäten Rote Listen gefährdeter Arten aufgestellt, das Bayerische Naturschutzgesetz erlassen, Naturschutzbehörden eingerichtet und Umweltprüfungen eingeführt. Nicht zuletzt hat auch die Europäische Union Regeln zum Schutz gefährdeter Arten verbindlich eingeführt. Und trotzdem tun unsere Behörden so, als ob das alles nicht relevant wäre. Wir fordern den Nachweis einer rechtsgültigen speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung (saP) inklusive eventuell notwendiger Umsiedlungsprogramme der geschützten Arten und insgesamt mehr Beachtung der Naturschutzbelange“, so Dr. Ulrich Buchholz, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Forchheim. 

Günter-Schulze Vowinkel-Schwedler, Mitglied des BN-Ortsgruppen-Vorstandes Neunkirchen am Brand und Umgebung: „Der weitere Abbau darf zudem nur Schritt für Schritt auf Basis des rechtsgültigen Abbauplans erfolgen und nicht beliebig auf großer Fläche, so wie das in anderen Sandgruben auch möglich ist und wo sofort nach Beendigung des Abbauloses renaturiert wird.“ 

„Wir haben es hier mit einem Kerngebiet der Sandachse Franken zu tun. Die jahrelang nur im Sommer zum Baden und Lagern genutzten alten Abbaustellen waren ein Eldorado für die Blauflügelige Ödlandschrecke, seltene Sandbienen, Silbergras und Berg-Sandglöckchen, alle auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Man braucht sich nicht wundern, wenn das Insektensterben solche Dimensionen annimmt, wenn nicht einmal die zuständigen Behörden für den Schutz solcher ‚hot spots‘ und deren Beachtung sorgen“, so Tom Konopka, Regionalreferent des BN.  

Viele Jahre wurde der alte Baggersee als Freizeitareal für eine Vielzahl von Aktivitäten genutzt. Selbst aus Nürnberg kamen im Sommer Badefreunde und erfreuten sich an dem naturnahen Gewässer und seinen Sandufern. Der frühere Eigentümer Gebr. Schultheiss KG, Spardorf, duldete diese Nutzung. Es standen dort sogar Tafeln, um die dort nachgewiesenen seltenen und gesetzlich geschützten Arten Heidelerche und Uferschwalbe zu erhalten. Am Nordufer sollte nicht gelagert und gebadet werden und viele BesucherInnen hielten sich auch daran.

Vom Landratsamt Forchheim wurden Mitte 2015 die Abbaurechte der 1970er bis 1990er Jahre, wie seinerzeit an die Fa. Gebr. Schultheiss KG vergeben, an die Fa. Sand Hammerand von der Öffentlichkeit unbemerkt übertragen. Seit über zwei Jahren wird am Baggersee Kleinsendelbach wieder Sand im großen Stil abgebaut. Dazu wurden zunächst Vorbereitungsmaßnahmen durchgeführt und dann große Sandaufbereitungsanlagen aufgebaut. Das Gelände entlang der Straße wurde durch Busch- und Gestrüppanhäufungen uneinsehbar gemacht und eine neue Zufahrt geschaffen. Ein Sicherheitsdienst patrouilliert in den Sommermonaten, um Unbefugte vom Baden und dem Betreten des Geländes abzuhalten. Seit der Wiederaufnahme der Arbeiten belasten täglich eine Vielzahl von LKWs das Ortsgebiet und die für die Logistik benötigten Straßen.

Die BUND Naturschutz Ortsgruppe Neunkirchen am Brand und Umgebung recherchiert bereits seit einigen Jahren zu dem Abbaugelände, da sich die genehmigungsrechtliche Situation intransparent und unzeitgemäß darstellt. Sie wirft eine Vielzahl von Ungereimtheiten und Fragen auf.

Der BUND Naturschutz kann hierbei nicht nachvollziehen, wie eine Behörde wie das Landratsamt Forchheim den Abbau vollziehen lassen kann ohne den Nachweis einer speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung (saP) inklusive evtl. notwendiger Umsiedlungsprogramme der geschützten Arten, ohne Vorlage eines rechtsgültigen Abbauplanes, ohne Vorlage eines rechtsgültigen Rekultivierungsplanes, der die Anordnung zur sofortigen Rekultivierung direkt nach dem Abbau der einzelnen Abbausektoren und die Einbettung des abgebauten Areals in die Sandachse Frankens beinhalten müsste.

So wurden die Jahrzehnte alten Genehmigungen / Planfeststellungen weitestgehend und ohne Berücksichtigung der sich drastisch veränderten Natur- und Umweltsituation und ohne bewussten Blick auf mittlerweile geltendes EU-Recht im Artenschutz auf das heutige Abbauunternehmen ganz einfach nur übertragen.

Ob die geschützten und gefährdeten Arten überhaupt noch vorhanden sind, ist vermutlich zumindest für das derzeit große Abbaugebiet im westlichen Bereich eher unwahrscheinlich. Hier wurde evtl. der Tatbestand des Tötungsverbotes nach Bayerischem Naturschutzgesetz, missachtet.

Auf mehrfache Nachfrage beim Landratsamt Forchheim hieß es immer wieder, dass die von Fa. Hammerand beauftragte und bereits für Pfingsten 2018 "in Aussicht gestellte" saP immer noch nicht vorläge. Seit Monaten heißt es, dass das vom Sandabbau-Unternehmen beauftragte Nürnberger Büro sei überlastet. Es liegt der Verdacht nahe, dass die Fa. Hammerand deshalb abwartet, damit der bereits laufende Abbau nicht durch geschützte Arten behindert werden kann. Der Behörde seien angeblich die Hände gebunden. Sie toleriert den Abbau ohne Vorlage der erforderlichen naturschutzrechtlichen und abbaurechtlichen Nachweise. Müsste die Behörde hier nicht den Abbau vorübergehend aussetzen?

Ähnlich verhält es sich im Grunde mit den vom Landratsamt Forchheim bei der Fa. Hammerand Anfang 2018 angeforderten Abbauplänen nach Abbaulosen. Abbauabweichungen sind dann immer noch möglich, sie müssen aber behördlich kontrolliert und freigegeben werden, was nicht nur eine enge Zusammenarbeit mit der Naturschutzbehörde in Ebermannstadt erfordert, sondern auch eine kompetente und fachkundige Beratung mit entsprechendem Personal voraussetzt.

Die Basis-Abbaupläne wurden lt. Behördenangaben erst kürzlich geliefert und an das Wasserwirtschaftsamt Kronach weitergeleitet. Hier wurden wohl bereits Ergänzungen angefordert, da es jetzt schon Abweichungen zu den Ursprungsplänen gibt. Auch hier liegt der Verdacht nahe, dass Behörde und Öffentlichkeit vor vollendete Tatsachen gestellt werden.

Was einerseits den Verdacht eines in Teilen illegalen Abbaus (welcher zum Teil von Vorschriften, Gesetzen und Genehmigungen abweicht) stärkt, ist auch die Tatsache, dass die Fa. Hammerand nicht auf die Bitte eines gemeinsamen Gespräches mit dem BUND Naturschutz reagiert hat. Gerade im Hinblick auf die äußerst wichtige Rekultivierung des Geländes hatte die BUND Naturschutz Ortsgruppe Neunkirchen am Brand und Umgebung angeboten ihr Knowhow einzubringen.

Nur so wäre gewährleistet, dass das wertvolle und große Abbaugebiet Kleinsendelbach innerhalb der überregional bedeutsamen SandAchse Franken - wie aber auch in Verbindung mit dem lokal direkt angrenzenden geschützten Landschaftsbestandteil "Sandgrube Dormitz" - einen höchstmöglichen Nutzen für Natur und Umwelt, die Artenvielfalt, insbesondere auch für die geschützten Arten und hieraus auch einen Mehrwert an Erholung für den Menschen hat. Dass die Sandgrube der Abbaufirma einen Mehrwert verschafft, ist schließlich sicher.

FÜR RÜCKFRAGEN:

Tom Konopka Regionalreferent für Mittel- und Oberfranken Tel. 0911/81 87 8-14 E-Mail: tom.konopka@bund-naturschutz.de

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PM-105-18-Sandabbau-Baggersee-Kleinsendelbach.pdf 


27.10.2018 - BN-Ortsgruppe beim Pflegeeinsatz des Feuchtbiotops “Lange Wiesen” in Ebersbach

Mit zehn fleißigen Aktiven der Ortsgruppe wurde das Feuchtbiotop „Lange Wiesen“ an nur einem Vormittag für die neue Wachstumsperiode 2019 - bei fachlichem Blick unserer Dipl. Biologin Sandra Kramps - , ausgerüstet mit Motorsensen, Mistgabel und Schubkarren, vorbereitet. Das Gras wurde gemäht, abgeharkt und mit Schubkarren auf einen bereitstehenden Hänger geladen. Kleine Bäume und Büsche wurden entfernt, damit die Wasserfläche wieder weniger beschattet wird und die Ufer weitgehend vegetationsfrei sind. Dies ist wichtig für laichende Amphibien, deren Eier am Uferrand auf das wärmende Sonnenlicht angewiesen sind. 

Die Feuchtfläche „Lange Wiesen“ wurde vor mehr als 30 Jahren vom Markt Neunkirchen am Brand als Ersatzbiotop für das sogenannte Ortsbiotop “Neuntagwerk” (ca. 0,8 ha, hinter dem heutigen Getränkemarkt in der Erlanger Straße) beschlossen.

Das “Neuntagwerk” war damals ein Amphibien- Lebensraum, u.a. gab es dort die Knoblauchkröte. Wegen der Bebauungsplanung im Ort sollte die damals schon seltene Amphibie Knoblauchkröte nach Ebersbach auf die „Lange Wiesen“ umziehen. Jedoch wurde sie dort nie gesichtet, da der Lebensraum offenbar nicht geeignet ist und die Umsiedlung somit gescheitert ist. Noch heute steht deshalb der Markt Neunkirchen in der Pflicht eine geeignete Ausgleichsfläche zu schaffen.

Das „Lange Wiesen“ Biotop ist ca. 0,4 ha groß und besteht aus zwei mit einander verbundene Tümpel, der südliche ist ein Flachwasser und erwärmt sich schneller als der tiefere nördliche Teil. Diese mehr als 2000 m² großen Gewässer, neben dem Ebersbach gelegen, werden von Quellwässern der angrenzenden Hochflächen Gries und Höllpfuhl gespeist. Der westliche grasige Ufer- Randstreifen ist abgeflacht und im Süden sandig. Weiter sind die Teichränder mit Gras, Sträucher und diversen Bäumen bewachsen. 

Die Ortsgruppe der BUND Naturschutz hat die Fläche vom Markt Neunkirchen gepachtet. Einmal im Jahr wird im Herbst die nachwachsende Vegetation gemäht und abtransportiert, damit der Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten, wie z.B. Biber, Zauneidechse, verschiedene Libellenarten und Orchideen, erhalten bleibt.

Nach getaner Arbeit ist die Vesper wohl verdient. Unterstützen sie uns im nächsten Jahr! Die BN Ortsgruppe Neunkirchen a. Br. und Umgebung freut sich über jeden freiwilligen Helfer oder Helferin. Gemeinsame Arbeit draußen in der Natur, macht Spass und erhält gleichzeitig den Lebensraum für schutzbedürftige Tier- und Pflanzenarten.

Weitere Informationen zum Feuchtbiotop hier


15.09.2018 - Offene Briefe an die Bayerische Staatsregierung zum Einstellen / Überprüfen Planungen Umfahrungen Dormitz und Neunkirchen


Wie bekannt, kämpft der BN seit Jahren gegen die Umfahrungen Dormitz und Neunkirchen a.Br. .
Aktuell hat sich an die Staatsregierung ein BÜNDNIS besorgter Bürgerinnen und Bürger aus Bürgerinitiativen MUNK und BI UMIS sowie einer Interessengemeinschaft von Landwirten und des BUND Naturschutz  gegen die Umfahrungen Dormitz und Neunkirchen a. Br. mit  Offenen Briefen vom 15.09.2018 an Ministerpräsident Dr. Söder und Staatsministerin Aigner zum Einstellen / Überprüfen der Projekte gewandt. . . .WEITER

Pressebericht Fränkischer Tag 22.09.2018 Umfahrungs-Gegner legen nach

Pressebericht Erlanger / Nordbayerische Nachrichten
 03.10.2018 Statt weiteren Umfahrungen modernen ÖPNV fördern


Interessiert lauschten die Teilnehmer den fachkundigen Ausführungen von Dipl. Biologin Ute Gellenthien, Foto: Günter Schulze Vowinkel-Schwedler

15.09.2018 - Exkursion Fledermäuse - lautlose Jäger der Nacht im Ebersbachtal mit Diplom-Biologin Ute Gellenthien

Die BUND Naturschutz Ortsgruppe Neunkirchen am Brand und Umgebung vertreten durch Diplom Biologin Sandra Kramps konnte im Rahmen von BayernTourNatur und zum Ferienprogramm Dormitz 55 interessierte Erwachsene und aufmerksam zuhörende Kinder zur Fledermaus Exkursion im Ebersbachtal begrüßen und Diplom Biologin Ute Gellenthien führte durch die Fledermaus Nacht.

Frau Gellenthien ist, ebenso wie Eduard Zöbelein in Hallerndorf, ehrenamtliche Fledermausberaterin für den Landkreis Erlangen- Höchstadt und dem Landkreis Forchheim (Schwerpunkt westlicher Landkreis) und somit Ansprechpartnerin für verletzte oder verlassene junge Fledermäuse und Beraterin für Fledermaus- Quartiere (Kontakt 09190 995316).

 Frau Gellenthien erläuterte Lebensweise, Jagdverhalten und Aussehen unserer heimischen Fledermäuse anhand eines Körperbau- Modells. Im Spiel lernten die Anwesenden wie Fledermäuse durch Ultraschallrufe ihre Beute im Flug lokalisieren und erbeuten. In einem nahegelegenen Garten wurden verschiedene Fledermauskästen, die an Bäumen angebracht waren vorgestellt. Sie erklärte, wo und wie Fledermäuse in den Sommer-/Wintermonaten tagsüber schlafen bzw. sich aufhalten. In diesem Garten wurden dann auch die ersten Fledermäuse entdeckt, die über einem kleinen Teich auf Jagd waren. Danach führte Frau Gellenthien die Teilnehmer zu zwei Fischteichen im Ebersbachtal, wo man mit Taschenlampen die Fledermäuse sehr gut beim Jagen beobachten konnte. Mit einem “Bat Detektor” wurden die Ultraschallrufe von jagenden Fledermäusen hörbar gemacht. Anhand der Frequenz, die bei jeder Fledermausart verschieden ist, lassen sich die Arten bestimmen. 

 Im Laufe des Abends konnten drei verschiedene Arten identifiziert werden: Wasser-, Mücken- und Zwergfledermaus. Wie der Name schon verrät, jagt die Wasserfledermaus gerne über Wasserflächen und sammelt mit den Füßen Insekten von Ober-flächen ab. Dabei scheut sie sich auch nicht, nass zu werden. Zwerg- und Mückenfledermaus gehören zu den kleinsten Arten. Sie wiegen oft weniger als 5g und man sieht sie häufig unter Straßenlaternen Insekten jagen. 

 Die Fledermausführung endete gegen 20.30 Uhr. Den Teilnehmern hat die Führung sehr gefallen. Die BN Ortsgruppe Neunkirchen und Umgebung bedankt sich sehr herzlich für die Spenden und auch bei Dipl. Biol. Ute Gellenthien, die wieder einmal viele Menschen für Fledermäuse begeistern konnte. Wir hoffen, dass wir auch in Zukunft diese faszinierenden kleinen Flugkünstler im Ebersbachtal beobachten können.

Bericht Fränkischer Tag 29.09.2018

zum Exkursionsbericht bei BayernTourNatur (BTN)


Teilnehmer lauschten der Dipl. Biologin R. Krüger zu, Foto: Dirk Petersen

05.08.2018 - Tagfalterwanderung am Hetzleser Berg  mit Diplom-Biologin Rotraud Krüger

Die OG Neunkirchen am Brand und Umgebung bot im Rahmen von BayernTourNatur bei überraschend angenehmen Temperaturen von „nur“ 28 Grad eine Exkursion zum Thema Tagfalter- Schmetterlinge an. Etwa 20 Teilnehmer, darunter Familien mit Kindern, wanderten durch den lichten Wald östlich des Streitbaumes am Hetzleser Berg.

Fachkundig führte Diplom-Biologin Rotraud Krüger, die interessierte Gruppe. Mit großer Begeisterung fingen die Kinder vorsichtig mit Fangnetzen Tagfalter und entließen sie nach ihrer Bestimmung wohlbehalten wieder in die Freiheit. Es konnten 16 verschiedene Arten festgestellt werden, z.B. Kaisermantel, C-Falter und Großes Ochsenauge. Verschiedene Weißlings Arten wie Großer und Kleiner Kohlweißling sowie der Grünaderweißling fanden sich auf den nicht mehr zahlreich blühenden Pflanzen am Wegrand. Das besondere Highlight, der Nierenfleck, ein wunderschöner, auf der Unterseite orangefarbener Zipfelfalter, dessen Raupe an Schlehen frisst, wurde zur Freude aller Teilnehmer entdeckt. Als Vertreter der Nachtfalter wurde die schöne Spanische Flagge, ein auch tagsüber aktiver Vertreter dieser Art, gesichtet.

Der Rückweg führte entlang offener Flächen z.B. Brachflächen mit Brennnesseln, die leider immer seltener werden, an denen die typischen schwarzen Raupen des Tagpfauenauges entdeckt werden konnten. Durch die Teilnahme am Vertragsnaturschutzprogramm werden diese artenreichen Brachen gefördert und durch die Anlage von Blühwiesen die Artenvielfalt und Erhaltung dieser Insekten gefördert.

Die Teilnehmer dieser Wanderung freuten sich neben der Vielfalt in der Natur an den guten Erläuterungen der Referentin nach dem Motto: Setz einfach nur den richtigen Blick ein, oder „schau hald gscheid hie“.

Insgesamt zeigte wie wichtig es ist auch in Zukunft derartige Naturrefugien wie am Hetzleser Berg nicht nur zu erhalten, sondern auch an anderen Stellen, etwa den Bach- und Ackerrändern wieder aufzubauen – erste begrüßenswerte Ansätze dieser Art zeigen, dass dieses Denken wieder mehr Einzug gefunden hat.

zum Exkursionsbericht bei BayernTourNatur (BTN)

Weitere Fotos der Tagfalterwanderung 05.05.18 am Hetzleser Berg


139 Auffälligkeiten bei BN-Erstaufnahme in fünf Haupt-Kategorien

10.07.2018 - BN-Brandbachbegehung Ergebniserläuterung vor dem Umwelt- und Energie-Ausschuss Markt Neunkirchen

Die auf der Strecke von ca. 10 km Brandbach-System aufgefundenen 139 Auffälligkeiten wurden den Ratsmitgliedern in fünf Kategorien dargelegt und verdeutlicht, dass davon der Großteil Altlastenbeseitigung bedeutet, die  . . .WEITER BRENNPUNKT HOCHWASSERSCHUTZ Brandbach-System


Wolf-Dietrich Schröber erläutert das Bienentreiben im Sicht-Bienenstock Fotos: Bernhard Birnfeld

08.07.2018 – Informations-Ausflug zum Kreislehrbienenstand Lützelsdorf

Die BUND Naturschutz Ortsgruppe Neunkirchen am Brand und Umgebung besuchte den in Teilen vom Sturm in Mitleidenschaft gezogenen und wieder hergestellten Kreislehrbienenstand in Lützelsdorf.

Die Besucher wurden vom Vorsitzenden des Imker-Kreisverbandes

Forchheim, Wolf-Dietrich Schröber durch die neuen Räume und Außenanlagen des Schulungs- und Informationszentrums geführt. 

Die sechs anwesenden Imkervereine des Kreisverbandes Imker Forchheim e.V. sowie die BUND Naturschutz Kreisgruppe Forchheim gaben vielfältige Auskünfte über das Leben der Bienen. Erst in den letzten Jahren stabilisierte sich die Imkerzahl wieder und nimmt weiterhin zu. Die Bienenvölker sind jedoch nach wie vor rückläufig.

Besucher konnten das Bienenvolk kennenlernen und Honig probieren. Neben der ausgestellten Sammlung an Imkerei-Utensilien erklärte der Imker die verschiedensten Arten von Bienenstöcken, sowie das Leben eines Bienenschwarms anhand eines Sicht-Bienenstocks. Hier konnte bei aufgeklapptem Sichtschutz durch eine Glasscheibe das Wirken des Bienenvolkes live miterlebt werden.

Die Imker begrüßen es sehr, dass immer mehr Bürgerinnen und Bürger mittlerweile bienenfreundliche Blumen in ihre Gärten pflanzen. Eine naturbelassene Ecke im eigenen Garten kostet darüber hinaus nur wenig Geld und bietet an einem sonnigen Platz vielfältige Nahrung für Insekten. Auch der Markt Neunkirchen am Brand plant noch dieses Jahr eine Blumenwiese im Ort anzulegen, so dass auch dort schon bald nicht nur die Honigbienen, sondern alle Bestäubungsinsekten wieder summen und brummen.

So manch einem war dieser Ausflug Anlass zum Nachzudenken, was in seinem Umfeld gegen das Bienensterben getan werden kann, denn allen war klar: "Ohne Insekten, voran die Bienen aller Art, ist der nachhaltige Anbau von vielen Nahrungsmittelpflanzen nicht möglich".

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06.06.2018 - Brandbachbegehung Doku-Übergabe an die Herren Bürgermeister Richter und Bezold und in Abwesenheit auch an Herrn Bürgermeister Schmidtlein.

Ein förderungsfähiges Hochwasserschutzkonzept (HSK) braucht . . .  WEITER BRENNPUNKT HOCHWASSERSCHUTZ Brandbach-System


Heinz Armer (2. v. rechts) begrüßte die Wander-Teilnehmer. FOTO: Sandra Kramps

25.05 2018 Vogelstimmenwanderung mit dem Vogel-Experten Heinz Armer in Neunkirchen am Brand

 Es zog ca. 40 Vogelbegeisterte in die Felder und Streuobstwiesen im Nordwesten von Neunkirchen und in den Wald bei Ebersbach. An diesem Freitagabend machte Heinz Armer auf eine ganze Reihe von Vögeln aufmerksam, die belauscht und/oder gesehen werden konnten: Zilpzalp, Goldammer, Nachtigall Rotkehlchen, Mönchsgrasmücke, Pirol, Bachstelze, Grünspecht, Neuntöter, Singdrossel und viele andere. 

Den Pirol konnte man am Waldrand bei Ebersbach deutlich rufen hören, während der Neuntöter in einem Streuobstgarten ein besonderer “Leckerbissen” für Vogelfans darstellte. Mit der Abnahme geeigneter strukturreicher Lebensräume ist der Neuntöter in unserer Landschaft selten geworden, auch wenn er aktuell nicht in der Roten Liste der gefährdeten Arten geführt wird. Der Neuntöter ist als Art der Europäischen Vogelschutzrichtlinie streng geschützt.

Der erfahrene Vogelkundler wusste zu jeder Vogelart interessante Informationen zu berichten wie z.B. Zugverhalten, Vorkommen, Nahrung und Gefährdung, da er selbst bei vielen Projekten, wie z.B. Vogelberingungen und -kartierungen (Sichten und Zählen von Vögeln) beteiligt war.

Es war eine spannende kurzweilige zweistündige Wanderung bei wunderbarem Wetter, die sicherlich einige Teilnehmer zu weiteren Vogelbeobachtungen inspiriert hat. 

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09.05.2018 - Amphibien-Trage-Aktion März - Mai 2018

Haben sie auch Lust Amphibien bei den Gemeinde-Verbindungs-Straßen (GVS) nach Rosen- und Ebersbach zu retten?   Melden sie sich bei uns für die kommende Saison 2019!

552 Erdkröten, 49 Grasfrösche, 120 Teich- und 32 Bergmolche,

das ist die Bilanz der fleißigen Helferinnen und Helfer der Kröten- und Molch-Rettungsaktion 2018, wobei der deutlich größere Anteil jeweils auf der GVS Ebersbach zu finden war. Für das zunehmend geringer werdende Aufkommen an Amphibien auf der GVS Rosenbach ist zum großen Teil sehr wahrscheinlich der Recyclinghof verantwortlich, der sich vor zwei Jahren dort angesiedelt hat und der die sensiblen Tiere massiv in ihrer Mobilität und ihren Lebensgewohnheiten beeinträchtigt, wie auch das jahrelange Fehlen des Wassers in den Laichgewässern. Letzteres konnte auf Intervention unserer Ortsgruppe heuer wieder auf das Maß zum Ablaichen angestaut werden. Hier hoffen wir auf ansteigende Zahlen im nächsten Jahr.

Unsere alljährliche Sammelaktion, die wir in Auftrag des Marktes Neunkirchen am Brand alljährlich ab März durchführen und deren Ergebnis alljährlich ebenso den staatlichen Behörden u.a. zwecks monetärere Unterstützung gemeldet wird, war heuer maßgeblich von der herrschenden Trockenheit geprägt, die unser Land schon seit Jahresbeginn fest im Griff hat. Somit ist es nicht verwunderlich, dass weniger Amphibien auf den GVS zwischen Neunkirchen und Rosenbach sowie Neunkirchen und Ebersbach unterwegs waren, als es der Fall sein sollte. Sobald es aber einmal geregnet hatte, waren gleich dutzende Tiere anzutreffen. 

Die engagierten Sammler durften sich an die Begegnung mit dem einen oder anderen unerwarteten Gesellen erfreuen: Einige flinke Zauneidechsen hatten sich gelegentlich in die Eimer verirrt – Richtung Rosenbach wurden 9 und Richtung Ebersbach 10 Tiere registriert, wobei davon auszugehen ist, dass einzelne Exemplare mehrfach in den Eimern gelandet sind. Auch wenn die Aktion eigentlich nicht für Reptilien gedacht ist, so ist es doch erbaulich zu erleben, dass gefährdete und unter Naturschutz stehende Arten wie die Zauneidechse sich hier wohl fühlen; das Ebersbachtal ist und bleibt auch daher ein unbedingt zu schützendes Gebiet.

Weniger erfreulich war der Anblick der überfahrenen Schlange auf der GVS Richtung Ebersbach. Aufgrund ihres Zustandes war es nicht möglich, die Art zu ermitteln. Allerdings wurde wenige Tage später vermutlich das Kind der Schlange in einem der Eimer entdeckt – und natürlich der Freiheit zurückgegeben. Auch darin sieht man: Das Ebersbachtal wird von vielen verschiedenen Arten bewohnt.

Positiv zu verzeichnen ist die sehr niedrige Zahl an überfahrenen Amphibien. Inzwischen kennen sich die Helfer gut aus und wissen Bescheid über das Wanderverhalten der Kröten und Molche, weshalb größerer Schaden rechtzeitig abgewendet werden kann.

Für das nächste Jahr bleibt zu überlegen, den Zaun Richtung Ebersbach bis zum Hubmannsweiher zu verlängern, denn viele Kröten und Frösche bewegten sich um diesen Weiher herum und überquerten dort auch gerne die Straße, was den Sammlern Bauchschmerzen bereitete.

Unmöglich war das Fahrverhalten zahlreicher Autofahrer auf der Strecke Richtung Rosenbach. Es ist erschreckend, wie kaltschnäuzig manche Menschen die Sicherheit der freiwilligen Helfer und deren Kinder gefährden. Durch die Sperrung der St2243 in Weiher nahmen viele Personen den Weg über Rosenbach, um nach Erlangen oder umgekehrt nach Neunkirchen und Umgebung zu gelangen. Das erhöhte Verkehrsaufkommen machte es den Sammlern ohnehin schon schwer. Die Rücksichtslosigkeit mancher Menschen vergrößerte das Gefahrenpotenzial nochmals beträchtlich. Es bleibt zu wünschen, dass die Marktgemeinde Neunkirchen sich nächstes Jahr dazu entschließen kann, die Sicherheit der freiwilligen und engagierten Helferinnen und Helfer noch besser zu gewährleisten, indem sie dem Druck einiger Unwilligen nicht nachgibt und weitere Schutzmaßnahmen auf den Weg bringt.